Versicherungen

07. Juli 2014 06:23; Akt: 07.07.2014 12:02 Print

Helvetia will Nationale Suisse kaufen

Die Versicherung Helvetia will ihre Konkurrentin Nationale Suisse übernehmen. Damit soll die drittgrösste Versicherungsgruppe der Schweiz entstehen.

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Hauptsitz der Helvetia Versicherung in Basel. (Bild: Keystone/Georgios Kefalas)

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Die Versicherungsgesellschaften Helvetia und Nationale Suisse wollen zusammengehen und so zur «klaren Nummer 3» im Schweizer Versicherungsmarkt werden. Helvetia unterbreitet den Aktionären der Nationale Suisse ein öffentliches Kauf- und Tauschangebot.

Der Verwaltungsrat von Nationale Suisse empfiehlt den Aktionären der Versicherungsgesellschaft, das öffentliche Angebot anzunehmen, wie es in einem Communiqué der beiden Firmen vom Montagmorgen heisst. Pro Nationale-Suisse-Aktie sollen die Aktionäre einen Gegenwert von 80 Franken in bar und neue Aktien erhalten.

Für den Verwaltungsratspräsidenten der Nationale Suisse, Andreas von Planta, ist Helvetia der ideale Partner im In- und Ausland. Beide Versicherungen verfügten über eine lange und erfolgreiche Unternehmensgeschichte, eine ähnliche Unternehmenskultur und eine lokale Verankerung in Basel.

Transaktion soll im zweiten Halbjahr 2014 abgeschlossen sein

Die neue Versicherung soll unter der Marke Helvetia auftreten, wie es weiter heisst. Die beiden Unternehmen erhoffen sich durch die Übernahme Kosteneinsparungen in der Grössenordnung von 100 bis 120 Mio. Fr. pro Jahr. Die Transaktion soll nach den Plänen der Unternehmen im zweiten Halbjahr 2014 abgeschlossen werden.

Beschäftigen soll die neue Gruppe rund 7000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Umfang des Stellenabbaus machen die Firmen keine direkten Angaben. Während zwei bis drei Jahren wollen sie aber «viele Stellen von ausscheidenden Mitarbeitenden» nicht mehr besetzen. Die Führung der neuen Gruppe soll aus Personen beider Gesellschaften gebildet werden.

«Starke» Versicherungsgruppe dank Zusammenschluss

Der Zusammenschluss solle zu einer «starken» Versicherungsgruppe führen, die rund 9 Mrd. Fr. Prämien einnehmen und ein Gewinnpotenzial von über 500 Mio. Fr. haben soll. Im Schweizer Markt allein soll das Prämienvolumen der neuen Gruppe rund 5 Mrd. Fr. betragen.

Spekulationen über eine Übernahme der Nationale Suisse halten sich seit einiger Zeit. Da neben Helvetia auch die Versicherungsgesellschaft Mobiliar ihre Beteiligung an Nationale Suisse in den vergangenen Monaten aufgestockt hat, machten Gerüchte über einen Übernahmekampf die Runde. Mit über 19 Prozent war die Mobiliar im April grösste Aktionärin der Nationale.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • As am 07.07.2014 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mitarbeiter

    Danke das wir es aus der Presse erfahren müssen!

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  • Esilram Sch. am 07.07.2014 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Elefantismus

    Warum glauben eigentlich alle, dass solche grossen Gebilde besser funktionieren? Welche Wirtschaftsschulen lehren diesen Blödsinn immer noch? Elefantismus ist schwerfällig, undurchsichtig und niemals billiger....!

  • René Gräppi am 07.07.2014 07:21 Report Diesen Beitrag melden

    Wo bleibt der alte Stolz

    Winkulierte Aktien, Anders Als Alle Andern, der Nationalstolz .........und jetzt das! Schande! Nationale Katastrophale! KWK kündige wer kann.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Beatrix Pohl am 09.07.2014 07:08 Report Diesen Beitrag melden

    Zu Lasten der Mitarbeitenden

    Das Übliche Modell. Schlechte Führungskräfte wirtschaften das Unternehmen runter. Lassen sich ihre Aktienbeteiligung teuer bezahlen und nehmen noch Einsitz in die Übernahme-Firma, um sich ihre Rente zu sichern. Alles auf Kosten der Mitarbeitenden.

  • Cello am 07.07.2014 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ojemine

    Nun ist es Zeit, bei der National zu kündigen......

  • Rina am 07.07.2014 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Grossartig

    Es wäre schön gewesen es vorab als Mitarbeiter zu erfahren und nicht aus der Presse. Diese Vorgehensweise spricht mal wieder für sich...

  • Hampe am 07.07.2014 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Machtwahn

    Gehört die National und Helvetia zu Novartis. Alle drei vergessen wem sie Ihren Erfolg zu verdanken haben. DEN MITARBEITER !!!

  • Charlotte am 07.07.2014 10:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Ich arbeit bei der National und habe gehofft, dass die Mobiliar uns übernehmen würde.... schade.