Gebühren

11. Oktober 2018 18:38; Akt: 11.10.2018 18:38 Print

Hier ist das Bankkonto am günstigsten

von Vanessa Sadecky - Die PostFinance führt für viele Privatkunden eine Kontoführungsgebühr ein. Bei diesen Banken kommen Sie am billigsten weg.

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5 Franken pro Monat statt wie bisher gratis: Mit der neuen Kontoführungsgebühr für Privatkunden, die ab 2019 in Kraft tritt, verärgert die PostFinance viele 20-Minuten-Leser und PostFinance-Kunden.

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Denken Sie wegen steigenden Gebühren darüber nach, die Bank zu wechseln?

Einige Kommentarschreiber überlegen sich nun, ihre Bank zu wechseln. Doch lohnt sich ein Wechsel in jedem Fall? Michael Burkhard, Analyst beim Online-Vergleichsportal Moneyland.ch verneint: «Ob sich ein Bankenwechsel lohnt, hängt nicht nur von der Kontoführungsgebühr ab. Wichtige Faktoren sind, ob man noch andere Finanzprodukte bei der Bank hat und die Höhe des Saldos.»

Migros-Bank lohnt sich ab 7500 Franken

Ein Vergleich von Moneyland mit vier grösseren Banken (siehe Tabelle) zeigt, dass für Kunden der PostFinance ein Wechsel besonders bei einem kleineren Vermögen lohnenswert sein kann. Wer ein Privatkonto mit einem Saldo von 7500 Franken und mehr besitzt, profitiert im Fallbeispiel am meisten von einem Wechsel zur Migros-Bank.

Auch bei einem grösseren Vermögen wie 75'000 Franken würde es sich für den gleichen Kunden nicht lohnen, die PostFinance zu verlassen. «Vorausgesetzt, der Kunde hat keine anderen Finanzprodukte wie Anlagen bei der PostFinance. Falls er diese hat, könnte die Kontoführungsgebühr ganz wegfallen», so Burkhard.

Migros-Bank: «Eigener Gewinn nicht im Vordergrund»

Ein Sprecher der Migros-Bank weist darauf hin, dass die Bank bei Privatkonten unter einem Saldo von 7500 auch eine Kontogebühr von drei Franken pro Monat erhebt. Bei Vermögen, die diesen Betrag übersteigen, könne man auf die Gebühr verzichten: «Bei der Migros-Bank steht die Maximierung des eigenen Gewinns nicht im Vordergrund.» Das heisse jedoch nicht, dass die Konditionen nicht ändern könnten. «Unmittelbar ist jedoch keine Änderung an den Kontoführungsgebühren geplant», so der Sprecher.

Ein Sprecher der Credit Suisse begründet die vergleichsweise hohen Kosten für die Führung eines reinen Privatkontos mit niedrigem Salär so: «Die Kosten ergeben sich durch eine Vielzahl von Faktoren, etwa die Identifikation des Neukunden bei der Eröffnung, die Kontoführung inklusive E-Dokumente, die Bereitstellung von Online- und Mobile Banking, die Beratung durch Credit-Suisse-Mitarbeitende und weitere interne Prozesse.»

Sparen bei der täglichen Nutzung

Laut Burkhard von Moneyland sollte man sich beim Bankenwechsel zuerst einmal überlegen, was man braucht, und dann die Dienstleistungen der Anbieter vergleichen. Aber auch bei der täglichen Nutzung könne man sparen: «Es gibt ein paar einfache Tipps, wie etwa kein Bargeld mit der Kreditkarte zu beziehen, sondern die Debitkarte zu verwenden. Auch bei Transaktionen in Fremdwährungen kann man sparen, wenn man im Ausland in der Landeswährung zahlt.» Generell lohne es sich finanziell, auch auf papierene Kontoauszüge zu verzichten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nevada91 am 10.10.2018 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gier

    Warum ging früher vieles ohne Gebühren?

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  • Fabio am 10.10.2018 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Post

    Das Nennt man dan ein Sogenanter Saft Laden wie die Swisscom und die SBB auch der Service bei den Statsbetriben ist jah Himmeltraurig.....Post sowiso

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  • Zaffke am 10.10.2018 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    1+1=2

    Denjenigen mit höherem Vermögen erlässt man die Gebühren zu Lasten den minder bemittelten. Andersrum: Reich wird reicher Arm wird ärmer

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marcello Zinko am 01.11.2018 15:08 Report Diesen Beitrag melden

    PostFinance ade...

    Ich hoffe, dass so viele Kunden wie nur möglich die PostFinance wie ich verlassen und das Management zum Teufel geschickt wird. Sie haben die Jahrzehnte geltenden Geundsätze einfach über Bord geschmissen und sich ins Gegenteil verkehrt.

  • Zak Zak am 27.10.2018 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zak

    Zak der Bank Cler freut sich sehr auf neue Kunden. Sie schenken sogar noch 50.- Fr. wenn du das Zak Konto eröffnest. Zak ist kostenlos. Nachteil: wer kein Smartphone hat kann mit Zak nichts anfangen Zak läuft nur über eine App übers Smartphone.

    • Bu Martin am 29.10.2018 16:04 Report Diesen Beitrag melden

      Bank Clear

      dieser Bank (früher hiess sie Coop Bank) würde ich keine Geld mehr anvertrauen. Die senden Jahresabschlüsse an falsche Adressen!!

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  • matador78 am 22.10.2018 10:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gebühren Postfinance

    Bei der Postfinance kommen ab 2019 auch noch Kartengebühren dazu; pro Karte 30CHF/Jahr.

    • IV-Rentner am 22.10.2018 22:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @matador78

      Ist das nicht nur für die Geschäftskunden ?

    • matador78 am 22.10.2018 23:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @IV-Rentner

      Ja, stimmt. Der Vergleich ist ja für Privatkonti...

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  • Mr. Gurke am 18.10.2018 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Raiffeisen

    Also ich bin Mitglied bei der Raiffeisenbank (einmalig 200.-, jederzeit kündbar) und zahle da mit Kredit- und Debit Karte CHF 140.- im Jahr. Hinzu kann ich erst noch von vielen Angeboten im Memberplus Portal profitieren. Finde ich Klasse!

  • T. Isufi am 16.10.2018 19:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Aussagekraft

    Für dieses karge Angebot darf man doch keine Gebühren aufsetzen! Und um eine Aussagekräftige Tabelle zu erstellen, ist noch wichtig das Alter der Kunden anzugeben - da jede Bank für eine Alterskategorie ein Angebot hat. Preis-Leistungsverhältnis ist leider auch nicht angegeben und versteckte Kosten, z.B Bargeldbezüge an Fremdbankautomaten fliessen nicht in die Bewertung