Tourismus

08. März 2011 10:48; Akt: 08.03.2011 10:59 Print

Hotellerie trotzt Schneetief und Frankenhoch

Der Schweizer Tourismus ist trotz teurem Franken und wenig Schnee gut ins neue Jahr gestartet. Geholfen haben vor allem die einheimischen Gäste.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Zahl der Hotelübernachtungen in der Schweiz stieg im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,6 Prozent auf 2,9 Millionen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Die Zahl der Schweizer Gäste erhöhte sich um 3,1 Prozent auf 1,3 Millionen. Die Übernachtungen ausländischer Touristen nahmen nur geringfügig zu, um 0,4 Prozent auf 1,6 Millionen.

Die Folgen der Frankenhausse sind bei den europäischen Gästen sichtbar. Hier sank die Zahl der Logiernächte um 0,7 Prozent, in absoluten Zahlen am deutlichsten bei den deutschen Gästen mit einem Minus von rund 5000. Prozentual stärker war der Rückgang bei den Hotelübernachtungen italienischer und britischer Touristen. Eine massive Zunahme um 14 000 Logiernächte oder 24 Prozent wurde hingegen bei den belgischen Gästen verzeichnet.

Einbussen in Luzern und im Berner Oberland

Auch im neuen Jahr hielt der Boom asiatischer Gäste an. Ihre Übernachtungen erhöhten sich im Januar um 5900 oder 5,8 Prozent. Um 5,2 Prozent oder 6200 Logiernächte legte trotz der Dollarschwäche auch der amerikanische Kontinent zu. Brasilien und die USA lagen hier an der Spitze der absoluten Zunahmen.

Der Blick auf die einzelnen Regionen zeigt, dass die Region Bern und das Wallis mit je 11 000 Logiernächten die deutlichsten Zunahmen verzeichneten. Graubünden meldete ein Plus von 10 000 Übernachtungen. Schlecht ins neue Jahr gestartet sind demgegenüber die Region Luzern/Vierwaldstättersee und das Berner Oberland. Sie mussten im Vergleich zum Vorjahr Einbussen von 6800 beziehungsweise 6100 Logiernächten hinnehmen.

(bb)