«I'll fuck you up»

14. Mai 2019 21:39; Akt: 14.05.2019 21:39 Print

Hotels werben mit derbem Video

von Raphael Knecht - «I don't give a damn» und «I'll fuck you up»: Mit viel Gefluche im Hollywood-Look wollen Berner Hotels Gäste zur Direktbuchung anregen.

Das ist der derbe Spot von Bern Hotels. (Video: BERN Hotels, gecko commmunication, CZAR Schweiz, Bene Abegglen)
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Hoteliers würden sich freuen, wenn ihre Gäste direkt bei ihnen statt über Plattformen wie Booking.com buchen würden. Darum hat die Vereinigung Bern Hotels einen neuen Werbespot lanciert. Der zeigt ein Verhör im Stil eines Hollywood-Thrillers (siehe Video oben).

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Der für das Verhör zuständige Polizist brüllt dem Verdächtigen auf Englisch Schimpfworte ins Gesicht, während dieser ihm verrät, dass er letzte Nacht mit dessen Frau im Bett war. Und zwar – nebenbei erwähnt – in einem Hotel in Bern, dass er direkt gebucht hat. Das Video hat deutsche Untertitel – die fallen aber etwas zahmer aus als der gesprochene Text.

Was soll das Ganze?

Bern Hotels gibt an, mit der Online-Kampagne Gäste darauf aufmerksam machen zu wollen, dass es sich lohne, direkt beim Hotel zu buchen. Dies, weil die Anbieter bei Buchungen über Plattformen wie Booking.com eine Kommission von bis zu 25 Prozent zahlen müsste. Das Verhörvideo soll mit seiner speziellen Präsentation auf den sozialen Medien hervorstechen, schreibt die Vereinigung von 32 Hotels, die zum Regionalverband Hotellerie Bern+ Mittelland gehört.

Mit solchen Werbespots versuchen Firmen, virale Videos zu schaffen, wie Thorsten Merkle, Tourismus-Studienleiter an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur, zu 20 Minuten sagt: «Der Inhalt hat bei solchen Spots häufig wenig mit der eigentlichen Aussage zu tun.» Dadurch, dass etwa Hotelbuchungen nicht direkt etwas mit Polizeiverhören zu tun haben, frage sich der Zuschauer, was das Ganze soll. Das schaffe Aufmerksamkeit.

Tabus brechen

Zudem seien die Macher von solchen Videos bestrebt, Tabus zu brechen. «Das wird heute immer schwieriger», sagt Merkle. Im Fall von Bern Hotels dürfte die grobe Sprache im Clip für Gespräche sorgen.

Das Video komme gut an, sagt Beatrice Imboden. Sie war bis Ende April Präsidentin von Bern Hotels – der Werbespot war eines ihrer letzten Projekte als Präsidentin. «Viele sind erstaunt, dass wir den Mut haben, so ein Video zu machen», sagt sie zu 20 Minuten.

Eine virale Sensation scheint der Clip jedoch bisher nicht zu sein: Auf Youtube hat das Video innert einer Woche einige Tausend Views geholt. Und nicht alle finden das Video witzig. «Ich glaube nicht, dass Untreue eine gute Methode ist, um ein Hotel zu verkaufen», lautet einer der wenigen Kommentare.

sentifi.com

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H.Elvetia am 14.05.2019 21:57 Report Diesen Beitrag melden

    doofer und nutzloser Spot

    Beim Direktbuchen zb per Telefon bekommt man öfters nur mit allergrösster Hartnäckigkeit und langem Warten auf das OK eines Entscheidungsfähigen einen oft mickrigen Preisnachlass oder immerhin sonst eine Mehrleistung... So verleidet es einem halt und man bucht praktisch und sicher und manchmal immer noch günstiger über Plattformen ...

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  • Valentina CH am 14.05.2019 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das brauchts nicht

    Erstens ist das Thema des Spots völlig unpassend, zudem stört auch hier das ewige Englisch. Gilt unsere Sprache nichts mehr?

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  • Vielreisender am 14.05.2019 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    Direktbuchung?

    Lohnt sich in der Schweiz nie!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • M.G. am 18.05.2019 17:55 Report Diesen Beitrag melden

    Berühmtester Fluch der Filmgeschichte

    Scarlett O'Hara fragt: "What shall I do? Where shall I go?" Und Rhett Butler antwortet: "Frankly my dear, I don't give a damn". Die Schlussszene aus "Gone with the wind" von 1939. Für den Film gab es 8 Oscars. Wieso sollte so eine Sprache heute nicht verwendet werden wenn sie schon vor 80 Jahren salonfähig war?

    • Strahinja Nikolic am 24.05.2019 08:35 Report Diesen Beitrag melden

      S. N.

      Absolut bei dir. Es gibt eine Studie der ZHAW welches aufzeigt, das über 60% oder mehr keine englische Werbung verstehen. Dann ist das halt schon problematisch für uns Schweizer. Jedoch wenn die Werbung für Touristen gedacht ist, macht das dann schon sinn.

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  • Cadoc am 15.05.2019 19:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da fragt man sich...

    ?? Was soll der Spot??

  • Manuela Gentsch am 15.05.2019 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist nie günstiger

    Da Plattformen wie Booking IMMER Zuschlag berechnen da diese ja auch lohn möchten ist es NIE billiger über solche Seiten zu buchen, dazukommt dass sie nie einen preis nachlas gewähren können, denn diese können auch nur die preise und Dienstleistungen anbieten die das hotel ihnen angibt. Beispiel: wenn das hotel für eine nacht 100.- haben möchte, können sie es ihnen nicht für 50.- die nacht verkaufen weil sie es nunmal gerne so hätten dann währen solche Plattformen schon lange pleite, denn egal ob sie 50.- oder 100.- bezahlen das hotel möchte seine 100.-.

  • Mutz am 15.05.2019 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Niveaulos

    Ganz billiger, einfach gestrickter Spot, der originell wirken will. Ich frage mich, welche Kunden hier angesprochen werden sollen.

  • z. ielgruppe am 15.05.2019 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    werbung nicht erwünscht

    gibt wohl nicht viele engländer, brasilianer, amerikaner usw. welche dem Polizisten die Braut ausspannen möchten und das ausgerechnet in einem Berner Hotel - also Zielgruppe zu klein ;-)