Schweizer Wohlstandsbericht

27. August 2014 14:43; Akt: 27.08.2014 15:34 Print

Im Schnitt 10'000 Franken Lohn pro Haushalt

Schweizer Einkommen sind in den letzten zehn Jahren um sieben Prozent gestiegen. Auch das Vermögen und der Konsum stiegen an. Die Einkommensschere blieb dabei gleich gross.

storybild

Einkommen, Vermögen und Konsum stiegen in der Schweiz an. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In der Schweiz sind die Einkommen und Vermögen in den letzten zehn Jahren gestiegen, die Verteilung blieb weitgehend stabil. Dies steht im neusten Wohlstandsbericht, den der Bundesrat am Mittwoch zur Kenntnis genommen hat.

Das durchschnittliche Bruttoeinkommen pro Haushalt hat unter Berücksichtigung der Teuerung seit 1998 um 7 Prozent zugenommen. Im Zeitraum 2009 bis 2011 betrug es monatlich 9565 Franken.

Konsum nahm weniger zu

Der Konsum nahm um lediglich 4 Prozent zu. Leicht verändert hat sich allerdings die Zusammensetzung der Konsumausgaben. Die Ausgaben hätten sich tendenziell von grundlegenden Bedürfnissen wie Nahrungsmitteln und Bekleidung zu weitergehenden Bedürfnissen wie Mobilität und Freizeit verlagert, heisst es im Bericht.

Die einkommensstärksten 20 Prozent der Haushalte gaben pro Monat rund 7550 Franken für Konsum aus – mehr als doppelt so viel wie die Haushalte im untersten Fünftel.

Stabile Ungleichheit

Die Einkommensschere hat sich indes weder geöffnet noch geschlossen: Die Einkommensungleichheit blieb laut dem Bericht auf gesamtschweizerischer Ebene zwischen 1998 und 2011 weitgehend stabil.

Auf kantonaler Ebene ist die Ungleichheit in der jüngeren Vergangenheit (2007 bis 2010) nach dem sogenannten Gini-Index in 14 Kantonen gewachsen und in 12 Kantonen gesunken. Die geringsten Einkommen verzeichneten alpine, voralpine und jurassische Gebiete. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten in den einkommensstarken Gemeinden auch höher als in den einkommensschwachen.

Schweiz auf Rang drei

Im europäischen Vergleich steht die Schweiz gut da. Die kaufkraftbereinigten verfügbaren Einkommen sind im Durchschnitt 2,6-mal so hoch wie in Portugal und 1,3-mal so hoch wie jene Deutschlands und Frankreichs. Nach Luxemburg und Norwegen steht die Schweiz an dritter Stelle der Einkommensstatistik.

Ausserdem sind die Einkommen in der Schweiz weniger ungleich verteilt als im europäischen Durchschnitt. Mit dem Wohlstandsbericht erfüllt der Bundesrat einen Auftrag aus dem Nationalrat. Der erste Wohlstandsbericht wurde 2004 veröffentlicht.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mausebärchen, Zürich am 27.08.2014 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nur so wenig ???

    Von so einem Lohn kann ich nur träumen und mit mir die meisten Menschen in der Schweiz. Also wiederum eine Statistik, die keiner braucht.

    einklappen einklappen
  • Peppe am 27.08.2014 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig und Falsch

    Wo ? Die bestverdiener in der Schweiz heben jährlich mit ihren Bonis die Statistik gewaltig an, das stimmt.

    einklappen einklappen
  • Jürg Greiff am 27.08.2014 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Glücklich?

    Wenn nur alle 100'000 Einkommen hätten, würden sich manche Familien glücklich schätzen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • manu am 28.08.2014 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    wie wäre es einmal den

    durchschnitt mit dem meridian zu vergleichen....

    • GeoGraph am 28.08.2014 18:04 Report Diesen Beitrag melden

      Meridian?

      Was hat denn das Durchschnittseinkommen mit einem senkrecht auf dem Äquator stehenden und vom Nord- zum Südpol verlaufenden Halbkreis zu tun?

    einklappen einklappen
  • Handlanger am 28.08.2014 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Toll!

    Von solchen hohen Einkommen kann ein normal Sterblicher nur träumen! Und solche hohen Einkommen treiben die Preise überall dauernd nach oben.

  • Hausfrau am 28.08.2014 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Finanziel

    Mein Traumberuf wäre Fotolaborantin gewesen! Aber durch meine Ehemalige Pflegeeltern musste ich eine Anlehre als Haushaltsgehilfin machen!! Habe diesen Job ein paar jahre gemacht aber freude und der Lohn stimmte überhaupt nicht! Heute bin ich verheiratet + habe 3 Kinder, mein Mann hat 2 Jobs und ich gehe auch 1 mall pro woche arbeiten!möchte gerne mehr arbeiten aber Gesundheitlich geht es nicht! Finanziel ca.5500 Fr. Muss und reichen für uns, und es geht! Auch die Kinder jammern nicht, und wissen das die nicht alles haben können!

  • Hausi am 28.08.2014 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Haben wir nicht aber,

    Brauchen wir als kleine auch nicht. Wir kaufen einfach alles was übertrieben teuer ist in Deutschland. Wir haben uns ein E-bike und einen Kinderanhänger gegönnt und nur durch diese Sachen diesen Monat etwa 1000fr gespart. Kommt mir nicht wegen dem höheren Lohn, lest den Artikel nochmal ( Stelle mit 1.3 Kaufkraftbereinigt)

  • rocpol am 28.08.2014 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    Unnötige Statistiken

    Unglaublich da wird die Schweiz wieder ins falsche licht gerückt. in der sogenannten reichen Schweiz leben Mittlerweile 1000000 Menschen in armen Verhältnissen, diesen Lohn haben etwa 10% in der Schweiz die anderen haben nicht An nährend diesen lohn und müssen mit knapp 4000.- Brutto die ganze Familie ernähren Herren Statistiker und Politiker......