Automobilsalon Genf

15. Februar 2011 18:45; Akt: 15.02.2011 18:45 Print

Immer mehr «grüne» Aussteller

Nachdem der letztjährige Autosalon wegen der Finanzkrise auf der Kippe stand, hat der Wind im Automobilsektor gedreht. Die Organisatoren rechnen mit 170 Premieren.

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Nach einer von der Finanzkrise geprägten Phase geben sich die Organisatoren des Automobilsalons in Genf zuversichtich. Bei der vom 3. bis 13. März im Genfer Messezentrum Palexpo stattfindenden Autoshow sind 260 Aussteller aus 31 Ländern präsent. Angekündigt sind rund 170 Welt- und Europa-Premieren.

Die Nachfrage der Konstrukteure sei für den diesjährigen Automobilsalon so gross gewesen, dass sich das Messezentrum Palexpo als zu klein erwiesen habe, um alle Bedürfnisse zu befriedigen, sagte Luc Argand, Präsident des Autosalons am Dienstag vor den Medien.

Viel los im «Grünen Pavillon»

Neben den klassischen Autos nehmen am Automobilsalon Elektromobile und alternative Fahrzeuge mehr und mehr Platz ein. Ihnen ist der «Grüne Pavillon» vorbehalten. Dieser Pavillon, einst als Alibi verschrien, hat sich in den vergangenen Jahren beachtlich entwickelt. In diesem Jahr zeigen 36 Aussteller ihre Fahrzeuge. Sie präsentieren 20 Welt- und Europa-Premieren.

In Richtung Ökologie hat sich laut der Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure auch das Kaufverhalten der Schweizer entwickelt. «Bei den Autokäufern ist der Schadstoffausstoss ein wichtiges Kriterium. Zudem gebe es einen Trend zu kleineren und sparsameren Fahrzeugen», so Präsident Max Nötzli. In diesem Bereich habe die Technik in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht. Heute verbrauche ein durchschnittlicher Neuwagen noch 6,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer.

Zwei Liter Diesel pro 100 Kilometer

Nötzli ist überzeugt, dass es noch sparsamer geht: «In 10 bis 20 Jahren können wir mit Autos rechnen, die nur noch zwei Liter Diesel pro 100 Kilometer oder drei Liter Benzin pro 100 Kilometer brauchen.»

2010 sind in der Schweiz rund 294 000 neue Fahrzeuge verkauft worden. Dies entspricht einer Zunahme mehr als 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

(sda)