Arbeitsmarkt

08. April 2019 07:04; Akt: 08.04.2019 14:15 Print

In diesen Branchen sind besonders viele Stellen frei

Die Anzahl der Stelleninserate ist in den ersten drei Monaten kräftig angestiegen. Besonders gefragt sind Angestellte im öffentlichen Dienst.

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Schweizer Unternehmen suchen weiter fleissig nach neuem Personal. In den ersten drei Monaten 2019 waren knapp 7 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als noch im Vorjahr. Bereits in den Vorquartalen war es laut dem Adecco Swiss Job Market Index kräftig nach oben gegangen.

Im Vergleich zum Vorquartal kamen aber kaum mehr neue Jobs auf den Markt. Eine Betrachtung der aktuellsten Entwicklungen zeige eine weitestgehende Stagnation in fast allen Berufsgruppen im Vergleich zum Vorquartal, sagte Adecco-Schweiz-Chefin Nicole Burth in einer Mitteilung vom Montag. Es bleibe abzuwarten, ob sich die gedämpften Konjunkturprognosen im Stellenmarkt abbildelten.

Angestellte im öffentlichen Dienst gesucht

Die Schweizer Wirtschaft hat nämlich inzwischen aufgrund der sich abkühlenden Weltwirtschaft einen Gang zurückgeschaltet. Sie dürfte dieses Jahr laut Prognosen nur noch knapp halb so schnell wachsen wie im letzten Jahr.

Zu Jahresbeginn 2019 waren ohnehin vor allem Angestellte im öffentlichen Dienst gesucht. Bei Berufen des Unterrichts und der öffentlichen Dienstleistungen gab es fast ein Fünftel mehr Stelleninserate als im Vorjahresquartal. In diesem Frühjahr waren aber auch Berufsleute aus Management und Organisation gesucht, etwa mittlere Kader oder Projektleiter (16%) sowie Informatikfachleute (13%).

Fachkräfteüberangebot im Büro

Weniger gefragt waren etwa im Büro und der Verwaltung sowie in Finanz und Treuhand tätige Mitarbeitende, wo es ein Minus von je 3 Prozent gab. Der Rückgang der offenen Stellen im Büro und der Verwaltung ist eine längerfristige Tendenz: In den vergangenen zwei Jahren habe sich ein Rückgang gezeigt, schrieb Adecco.

Bereits im Fachkräftemangel Index 2018 hatte der Personalvermittler demnach ein Fachkräfteüberangebot bei kaufmännischen und administrativen Berufen beobachtet. Solche Berufe würden zunehmend automatisiert. Spezialisierungen würden deshalb immer wichtiger.

(fur/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marie am 08.04.2019 07:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...schön für andere..

    Alles gut und schön.Aber als ü50 hat man keine Chance mehr.

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  • Marc am 08.04.2019 08:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Quereinstieg

    Vielerorts wird gross geschrieben: auch quereinsteiger erwünscht. Stellenbewerbung abgeschickt, kommt prompt die Antwort, man verfüge nicht über die entsprechenden Qualifikationen und/oder Erfahrungen... Aber wen dem so wäre, wär ich ja kein Quereinsteiger mehr. Schade eigentlich, es gäbe viele gute Leute welche sich für einen Quereinstieg echt ins Zeug legen würden, nicht festgefahren wären (Aussagen wie:"haben wir schon so gemacht" kämen nicht vor) und in einer viel andere Erfahrungen mit einbringen könnten. Ist aber leider nicht so gefragt...

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  • suka am 08.04.2019 07:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    suka

    für jemanden der im gesundheitswesen arbeitet kann platz 5 fast nicht verstanden werden. liegt in diesem fall am system dass wir uns abrackern müssen:-( und unsere zu betreuenden immer weniger von uns zu sehen bekommen. denn platz 5 bedeutet ja, wir haben (fast) genug personal... phhhhhh

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc am 10.04.2019 02:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie vor 15 Jahren in Deutschland

    Es liegt oft nicht an der Qualifikation. Auch nicht am Alter. Es liegt einfach am fehlendem Vitamin B. Viele Jobs werden unter der Hand vermittelt. Da kann man noch so gut ausgebildet sein. Da geht die Bewerbung gleich wieder zurück. Viele Stellen sind auch nur Fake oder Tests. Anhand der Ausschreibungen werden Akzeptanz und Interesse am Markt gemessen. Ist schon lustig. In den letzten 10 Jahren hat sich das Bild vom Jobmarkt drastisch gewandelt. Es ist viel deutscher geworden. Vor allem greift die Lüge vom Fachkräftemangel immer mehr um sich. Hier fehlt nur noch die Einführung von Hartz4.

  • kara am 09.04.2019 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Lehrer?

    Wenn die ganzen Schnapseltern nicht ständig dazwischen quatschen würden und ihre Sprösslinge mal richtig erziehen, wäre das bestimmt ein toller Beruf.

    • A Gesicht am 10.04.2019 01:13 Report Diesen Beitrag melden

      So einen Quatsch!

      Die Eltern dürfen da nix mehr erziehen. Das Gesetz meint jugendliche sei eine Mündigkeit zu vergeben. Da haben die Eltern keine Erziehungsberechtigung mehr. Aber bezahlen sollen die Eltern. Mündigkeit mit 20 war sehr gut. Streng genommen nicht nach dem Gesetz, aber durch die Sexperten empfohlen.

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  • Seraina Walther am 09.04.2019 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    bedingt korrekte Statistik

    In der Pflege werden zur Kostensenkung freie Stellen zwar ausgeschrieben, oft aber trotzdem bewusst nicht besetzt. Stellenpläne werden mehr und mehr gekürzt... Finden würde man die Berufsleute meistens schon, wenn die Bedingungen stimmen. Man kann jungen Leuten die Pflege als schönen, interessanten und "sicheren" Beruf nicht mehr empfehlen. Krampfen bis zur Erschöpfung bei tiefem Lohn, auch wenn man alle Ausbildungen hat.

  • Ruck Zuck am 09.04.2019 18:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schön wärs

    Kann vielleicht sein, aber sehr Erschwert, wenn nicht fast unmöglich, für ü50 oder gar ü55. Leider.

  • Knochen Job am 09.04.2019 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    Dann werden Sie Lehrer, nur zu!

    @Unternehmer Fakt ist, Oberstufe Kanton Bern 100%Pensum, bezahlt sind1940Stunden, Arbeitszeiterfassung mehrerer 1000 Lehrer (10'000e schweizweit) jedoch im Schnitt 2100 Stunden. Man rechne... 50-60h-Wochen sind normal, manchmal auch mehr. Deshalb sind die Ferien zwischendurch gerechtfertigt. Leider steigen viele Quereinsteiger aus der Privatwirtschaft gerade wegen der hohen Arbeitszeit in einem zudem emotional sehr anstrengenden Beruf aus oder sie müssen ihre Arbeitszeit kürzen, was für sie (vor allem bei Männern) dann lohntechnisch aber nicht mehr stimmt....

    • Re Spekt am 09.04.2019 16:56 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Genau, und Erfahrungen in anderen Berufen ist selbstverständlich empfehlenswert. Ich bin zwar kein Quereinsteiger (habe den Beruf im Vollstudium an der Uni Bern studiert) habe aber vorher noch einen anderen Beruf abgeschlossen und auch darauf gearbeitet. Die Jahresarbeitszeit als Lehrer ist definitiv höher! Jede Stelle in der Privatwirtschaft war dagegen easy. Überzeiten konnte man beziehen oder bekam sie entlöhnt. Es käme mir jedoch nie in den Sinn über andere Berufe herzuziehen, wie es bei Lehrberufen leider oft zu lesen ist Jede Arbeit hat meinen vollen Respekt.

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