Trotz Krise

20. Dezember 2011 22:50; Akt: 20.12.2011 22:50 Print

Informatiker in der Schweiz bleiben rar

von Alex Hämmerli - Der Schweizer Informatik- und Telekom-Markt serbelt im Jahr 2012. Dennoch warnt die Branche vor einem Fachkräftemangel.

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Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften nimmt weiter zu. (Bild: Keystone)

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Die Krise macht vor der Informatik nicht halt. Der Markt für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) hat in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um fünf Prozent zugelegt.
Doch für 2012 brauen sich dunkle Wolken zusammen: Laut Marktforscher MSM Research schrumpft der Markt für ICT in der Schweiz leicht um 0,2 Prozent auf ein Volumen von 16,2 Milliarden Franken. Denn als Folge der unsicheren Wirtschaftslage seien vielerorts Sparmassnahmen eingeleitet worden. Sollten die Probleme in der Eurozone anhalten, rechnen die Experten bei MSM mit weiteren Ausgabenkürzungen; besonders bei der Hardware.

Angesichts dieser Prognose könnte man meinen, dass die 170 000 ICT-Fachleute in der Schweiz um ihren Job bangen müssen. Doch Jörg Aebischer vom Branchenverein ICT-Berufsbildung gibt Entwarnung: «Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften nimmt weiter zu.» Zwar sei es möglich, dass die Abkühlung der Wirtschaft zu einigen Entlassungen führe. Mit der fortschreitenden Technologisierung werde die Nachfrage nach Spezialisten aber auch in einem konjunkturellen Abschwung hoch bleiben.

Ende 2010 hatte die ICT-Branche davor gewarnt, dass auf dem Schweizer Arbeitsmarkt bis 2017 eine Lücke von über 32 000 Fachkräften drohe. Laut Aebischer gilt diese Prognose noch heute.