Platzmangel

30. Januar 2019 11:30; Akt: 30.01.2019 13:16 Print

Im Interdiscount gibts von einigen Artikeln nur Fotos

von R. Knecht - In Interdiscount-Läden sind die meisten Kameramodelle nur noch auf Fotos zu sehen. Testen kann man die Geräte vor dem Kauf nicht.

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Von den meisten Kameras im Interdiscount gibt es nur ein Bild, kein Ausstellmodell. Der Coop-Tochter gehe es vor allem darum, mehr Produkte zeigen zu können, sagte die Interdiscount-Sprecherin Monika Sachs zu 20 Minuten: «Vorher waren es 25 Produkte, nun sind es rund 40 Produkte aus dem Bereich Kameras.» Doch die Fotowand im Interdiscount sieht für Marcus Schögel, Marketing-Dozent und Vertriebsexperte an der Universität St. Gallen, wie ein «ratloses Experiment» aus. Aus Kundensicht sei es wichtig, dass der stationäre Handel Inspiration biete. Der Ansatz von Interdiscount hingegen scheint Schögel «uninspiriert». Da gehe es um reine Wirtschaftlichkeit auf Kosten der Präsentation. «Ich frage mich, warum man nicht gleich ein iPad hinstellt, wie das etwa Digitec Galaxus an seinen Abholstellen tut», sagt Schögel zu 20 Minuten. So könnte man immerhin mehr Informationen und Bilder anzeigen als mit einzelnen Ausdrucken. Kunden, die mehr Modelle in die Hand nehmen wollen, könnten in einen der 19 XXL-Läden von Interdiscount gehen, sagt Sachs von Interdiscount. Dort sei die Auswahl an ausgestellten Produkten grösser. Die XXL-Läden scheinen sich für Interdiscount allerdings nicht zu lohnen: Anfang Jahr machte die Filiale Luzern Hertenstein zu. Geplant seien zudem die Schliessungen von Zürich Letzipark und Basel Märthof, sagt Sachs zu 20 Minuten. An zentralen Standorten wolle Interdiscount lieber auf kleine Läden und ein starkes Onlineangebot setzen, sagte die Sprecherin zudem zu SRF. Um das Onlineangebot zu stärken, nahm Interdiscount 2018 ein neues Lager in Jegenstorf in Betrieb. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So sieht das Lager in Jegenstorf von aussen aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. Coop-Chef Joos Sutter sprach an der Eröffnungsfeier. So sieht das Lager in Jegenstorf von aussen aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus. So siehts im Lager in Jegenstorf aus.

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Wer in den Laden geht, kann die ausgestellten Produkte vor dem Kauf genauer anschauen und auch kurz ausprobieren – das ist einer der Vorteile, die der stationäre Handel gegenüber dem Onlinegeschäft hat. Wer allerdings in den Interdiscount geht, sieht zum Teil nur Fotos von den Artikeln. Bei den Kameras sind zwar Ausstellungsmodelle zu sehen, daneben hat es aber noch eine ganze Reihe von Fotoapparaten, die nur abgebildet sind.

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Der Coop-Tochter geht es vor allem darum, mehr Produkte zeigen zu können, sagte die Interdiscount-Sprecherin Monika Sachs zu 20 Minuten: «Vorher waren es 25 Produkte, nun sind es rund 40 Produkte aus dem Bereich Kameras.»

«Ratloses Experiment»

Doch die Fotowand im Interdiscount sieht für Marcus Schögel, Marketingdozent und Vertriebsexperte an der Universität St. Gallen, wie ein «ratloses Experiment» aus. «Ich frage mich, warum man nicht gleich ein iPad hinstellt, wie das etwa Digitec Galaxus an seinen Abholstellen tut», sagt Schögel zu 20 Minuten. So könnte man immerhin mehr Informationen und Bilder anzeigen als mit einzelnen Ausdrucken.

Dass Interdiscount neue Wege sucht, um seine Flächen effizienter zu nutzen, leuchtet Schögel grundsätzlich ein: «Die Händler haben zu wenig Regalfläche für die Masse von Produkten, die sie eigentlich ausstellen möchten.» Doch aus Kundensicht sei es wichtig, dass der stationäre Handel Inspiration biete. Der Ansatz von Interdiscount hingegen scheint Schögel «uninspiriert». Da gehe es um reine Wirtschaftlichkeit auf Kosten der Präsentation.

Demonstration an einem anderen Modell

Was, wenn ein Kunde eine Kamera vor Ort sehen will? Viele Produkte würden sich in Design und Funktionalität ähneln, sagt Sachs von Interdiscount. Pro Produktkategorie gebe es je ein Ausstellungsmodell, an dem Interdiscount-Mitarbeiter den Kunden die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen könnten. In jeder Filiale seien darum weiterhin acht Kameras ausgestellt.

Dass es Kunden überzeugt, wenn sie eine andere Kamera vorgeführt bekommen als die, die sie kaufen möchten, bezweifelt Experte Schögel: «Ich will ja die anschauen, die mich wirklich interessiert.» Wer einen Tesla Model 3 kaufen will, der sei schliesslich mit einer Probefahrt im Model S auch nicht zufrieden.

Kunden sollen in XXL-Filialen gehen

Kunden, die mehr Modelle in die Hand nehmen wollen, könnten in einen der 19 XXL-Läden von Interdiscount gehen, sagt Sachs von Interdiscount. Dort sei die Auswahl der ausgestellten Produkte grösser.

Die XXL-Läden scheinen sich für Interdiscount allerdings nicht zu lohnen: Anfang Jahr machte die Filiale Luzern Hertenstein zu. Geplant seien zudem die Schliessungen im Zürcher Letzipark und dem Basler Märthof, sagt Sachs zu 20 Minuten. An zentralen Standorten wolle Interdiscount lieber auf kleine Läden und ein starkes Onlineangebot setzen, sagte die Sprecherin zudem zu SRF. Interdiscount hat die neue Fotowand im Herbst 2018 eingeführt – zur Zeit, als die Schliessung der Basler XXL-Filiale angekündigt wurde.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 30.01.2019 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    letzter Vorteil verspielt

    find ich jenseitig - wenn noch jemand in ein Geschäft geht, dann doch wegen der Beratung und weil er das Gerät ansehen, fühlen, ausprobieren will. Ich denke ohne Ausstellungsgeräte verspielen die physischen Geschäfte ihren letzten Vorteil, den sie noch haben gegenüber dem Online/Versandhandel...

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  • Yannick95 am 30.01.2019 11:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sinnlos...

    dann kann man ja auch direkt online bestellen.. wieso soll ich in einen laden gehen, wenn ich das objekt der begierde nichtmal in die hand nehmen kann?

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  • Analog-Konsument am 30.01.2019 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Tja, dann war es das wohl...

    das ist ja genau der Unterschied zu all den digitalen Anbietern: Ich gehe in das Geschäft und schaue mir die Geräte an, nehme sie in die Hand, bediene gewisse Funktionen, frage vielleicht einen Verkäufer zu Details. Wenn im Geschäft nur noch Fotos hängen, wozu gehe ich dann noch hin? Dann kann ich mir das Ganze ja am Computer anschauen. Interdiscout - quo vadis?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Judas am 31.01.2019 15:39 Report Diesen Beitrag melden

    Na dann

    kann ich ja gleich bei Digitech online bestellen. Der einzige Grund in diese Läden zu gehen war ja, die Produkte anfassen zu können.

  • Frögli am 31.01.2019 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kamera?

    Wer kauft denn heutzutage eine Fotokamera?

    • Jay am 31.01.2019 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Frögli

      Bö, nehme mal an professionelle Fotografen.

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  • supernova am 31.01.2019 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    kein wunder

    ich wollte im XXL laden letzipark einen bestimmten pure radio ansehen. diesen hatten sie nicht und wenn sie ihn extra für mich bestellen sollten, wäre dies einer kaufverpflichtung gleichgekommen. verkäufer wirkte sehr genervt ab mir. hab das ding im internet bestellt, so hätte ich es auch wieder zurück geben können bei nichtgefallen. ich gehe nicht mehr in interdiscounts.

  • Guschti am 31.01.2019 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Na wenigstens

    wissen wir jetzt, wie es im Lager in Jegenstorf aussieht.

  • Patrick Gurzeler am 31.01.2019 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Online Test

    Ich denke eher, dass ID langsam testet, ob Läden zugunsten von Online geschlossen werden können? Vielleicht gibt es für Elektronik in Zukunft nicht mehr alle Coop Läden wie ID, Fust und auch Coop? Also vielleicht noch einer dieser Elektronik-Laden und der Rest Online?