«Osterüberraschung»

23. April 2012 09:23; Akt: 23.04.2012 09:26 Print

Internet-Betrug mit Sprüngli-Kunden

von Roman Hodel - Online-Kunden von Sprüngli erhielten ein gefälschtes E-Mail. Bei der Zürcher Confiserie gingen über 200 Reaktionen ein.

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«Unser nachträgliches Ostergeschenk an Sie und ein Dankeschön!», hiess es letzte Woche in einem vermeintlichen ­E-Mail der Confiserie Sprüngli an viele ihrer Online-Kunden.

Alles was man tun müsse: 9.90 Franken einzuzahlen. Ein Link führte auf eine «Sprüngli-Payment-Seite». Das Logo und sogar der Absender stimmten, Sprache und Gestaltung hingegen waren stümperhaft. Am Schluss stand geschrieben: «Lassen Sie sich überraschen, was Sie bekommen!»

Nun, beschenkt worden wäre man garantiert nicht, sondern bloss um 9.90 Franken ärmer gewesen. Denn beim Mail handelte sich um einen Betrugsversuch. Dies bestätigt Sprüngli-CEO Tomas Prenosil auf Anfrage: «Die betrügerische Website wurde auf einem gehackten Server in Deutschland platziert, von wo aus auch die E-Mails versendet wurden.» Man habe über 200 Kundenreaktionen registriert. «Viele wunderten sich, das sei doch nicht Sprüngli-like», sagt Prenosil. «Der Vorfall ist ärgerlich – wir sind seit 14 Jahren im Internet präsent, doch so etwas ist uns noch nie passiert.» Warum es gerade Zürichs renommierteste Confiserie getroffen hat, darüber kann er nur mutmassen: «Unser Unternehmen geniesst eben eine hohe Glaubwürdigkeit.» Sprüngli wird laut Prenosil Strafanzeige gegen unbekannt einreichen.