Autobranche

08. Februar 2011 13:59; Akt: 08.02.2011 14:38 Print

Italien ist empört über Fiat-Chef

Sergio Marchionne muss bei Ministerpräsident Silvio Berlusconi antraben. Grund: Der Fiat-Chef hat von einer möglichen Verlegung des Firmenhauptsitzes in die USA gesprochen.

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Fiat-Chef Marchionne gerät in Italien ins Kreuzfeuer der Kritik. (Bild: Keystone)

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Fiat-Chef Sergio Marchionne muss sich wegen seiner Äusserungen über eine mögliche Verlegung des Firmensitzes in die USA den Befragungen italienischer Minister stellen. Am Samstag soll zudem ein Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi stattfinden.

Am vergangenen Freitag hatte Marchionne in San Francisco erklärt, dass innerhalb von drei Jahren ein gemeinsames Unternehmen mit Chrysler mit Hauptsitz in den USA gebildet werden könnte. Diese Ankündigung hatte in Italien Empörung ausgelöst.

Nationalsymbol

Fiat ist der grösste private Arbeitgeber Italiens und gilt dort als Nationalsymbol. Fiat war 2009 bei Chrysler eingestiegen. Im Januar hatte Fiat seinen Anteil an Chrysler von 20 auf 25 Prozent aufgestockt. Zugleich hatte Marchionne angekündigt, Fiat werde noch im Laufe des Jahres von einer Option Gebrauch machen, 51 Prozent der Chrysler-Anteile zu übernehmen.

(sda)