Montis Coup

04. Dezember 2011 20:32; Akt: 05.12.2011 08:08 Print

Italien will drastisch sparen

Das italienische Kabinett hat am Sonntagabend das drastische Sparprogramm von Ministerpräsident Mario Monti verabschiedet. Es sieht Einsparungen von 24 Milliarden Euro vor.

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Das drastische Sparprogramm von Ministerpräsident Mario Monti (Mitte) ist im italienischen Kabinett angenommen worden. (Bild: Keystone)

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Italien trägt derzeit eine Schuldenlast von rund 1,9 Billionen Euro. Der parteilose Ministerpräsident Mario Monti führt seit drei Wochen ein Experten-Kabinett, das die unter dem langjährigen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi angewachsene Verschuldung abtragen soll. Jetzt hat das Kabinett ein drastisches Sparprogramm verabschiedet.

Besonders umstritten sind die von Monti geplanten Massnahmen im Rentenwesen. So will er unter anderem die bisherige Regelung aufbrechen, die es Beschäftigten erlaubt, in den Ruhestand zu gehen, wenn sie 40 Jahre lang Rentenbeiträge gezahlt haben.

Gewerkschaften kündigen Widerstand an

Vorgesehen sind ausserdem Erhöhungen bei Mehrwert- und Immobiliensteuern. Die Gewerkschaften im hochverschuldeten Italien haben bereits Widerstand angekündigt.

Ursprünglich war die Verabschiedung des Sparpakets erst am Montag geplant. Monti wollte es aber offensichtlich vor der Öffnung der Börsen am Montag auf den Weg bringen. Das Parlament soll das Sparpaket noch vor Weihnachten verabschieden. Ende der Woche befasst sich ein weiterer EU-Gipfel mit der Euro-Krise.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc am 05.12.2011 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Profiteure

    Viele haben profitiert, früh in Rente, Haus ohne Eigenmietwert, Leute die nicht arbeiten, Arme, Studenten, Ausländer zahlen keine Krankenkassenprämien, man wird trotzdem behandelt, Schwarzarbeit, keine Sozialabgaben, viele Selbständige haben keine oder wenig Steuern bezahlt, dolce vita sag ich da nur.

  • habasch am 05.12.2011 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    gewurstel

    es ist absolut unverständlich, dass spitzenpolitiker/innen derart wursteln können und sich einen deut um's budget kümmern. es ist doch so sonnenklar, dass solches missverhalten früher oder später konsequenzen haben muss und natürlich ist es wieder das volk, das die suppe auslöffeln muss und diejenigen, die sie versalzen haben, fein raus sind.

  • Thedi Gerber am 05.12.2011 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Schulden würden in 80 Jahren abgezahlt

    Wenn Italien in den nächsten 80 Jahren keine neuen Schulden machen würde - wenn ... dann könnten mit 24 Mia jährlich in 80 Jahren 1,9 Billionen abgezahlt werden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Thedi Gerber am 05.12.2011 12:11 Report Diesen Beitrag melden

    Schulden würden in 80 Jahren abgezahlt

    Wenn Italien in den nächsten 80 Jahren keine neuen Schulden machen würde - wenn ... dann könnten mit 24 Mia jährlich in 80 Jahren 1,9 Billionen abgezahlt werden.

  • Marc am 05.12.2011 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Viele Profiteure

    Viele haben profitiert, früh in Rente, Haus ohne Eigenmietwert, Leute die nicht arbeiten, Arme, Studenten, Ausländer zahlen keine Krankenkassenprämien, man wird trotzdem behandelt, Schwarzarbeit, keine Sozialabgaben, viele Selbständige haben keine oder wenig Steuern bezahlt, dolce vita sag ich da nur.

  • habasch am 05.12.2011 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    gewurstel

    es ist absolut unverständlich, dass spitzenpolitiker/innen derart wursteln können und sich einen deut um's budget kümmern. es ist doch so sonnenklar, dass solches missverhalten früher oder später konsequenzen haben muss und natürlich ist es wieder das volk, das die suppe auslöffeln muss und diejenigen, die sie versalzen haben, fein raus sind.