Börse

25. März 2011 10:42; Akt: 25.03.2011 13:30 Print

Jagd auf japanische Aktien

Nach dem Kurssturz der japanischen Aktien nach dem Erdbeben schlägt das Pendel zurück. Vor allem ausländische Investoren interessieren sich für die günstigen Wertpapiere.

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Zwei Wochen nach dem Erdbeben in Japan sehen sich zahlreiche Investoren dazu gedrängt, wieder in den Markt einzusteigen. Sie gehen nach Auskunft von Börsianern davon aus, dass der jüngste Kursrutsch übertrieben war und viele Anteilscheine derzeit zu attraktiven Preisen zu haben sind. Ausserdem locke vor Ablauf des Geschäftsjahres Ende März die Aussicht auf Dividenden.

Vor allem ausländische Investoren machen offenbar Jagd auf japanische Aktien. Sie deckten sich diese Woche unter dem Strich mit Wertpapieren im Volumen von 11 Mrd. Dollar am Markt ein, wie Daten des japanischen Finanzministeriums zeigen. Das war so viel wie noch nie seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2005.

Titel von Bauunternehmen begehrt

Zu den Gewinnern in Tokio zählten insbesondere die Titel von Bauunternehmen, die vom Wiederaufbau profitieren könnten. So zogen die Komatsu-Aktien um 4,7 Prozent und jene von Hitachi Construction um 0,7 Prozent an. Der Kurs des Lebensmittelverarbeiters Nichirei stieg 5,7 Prozent, nachdem eine japanische Wirtschaftszeitung berichtet hatte, dass der Konzern mit der Itochu-Gruppe im Geschäft mit gefrorenen Lebensmitteln zusammenarbeiten wolle.

In Tokio schloss der Nikkei-Index 1,1 Prozent im Plus bei 9536 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,4 Prozent zu und schloss auf 857 Punkten. Aufwärts ging es auch an anderen Börsen in Fernost. Der MSCI-Index für asiatische, nicht-japanische Aktien notierte 0,9 Prozent höher.

(sda)