Aktienmarkt

16. März 2011 19:22; Akt: 16.03.2011 19:27 Print

Japan-Krise belastet SMI weiter

Der Schweizer Aktienmarkt hat vor dem Hintergrund der Krise in Japan weiter deutlich nachgegeben. einen Einbruch erlebte der Hörgerätehersteller Sonova.

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Der Leitindex SMI erholte sich zu Handelsstart am Mittwoch nur für kurze Zeit von den starken Verlusten der vergangenen Sitzungen. Bis um die Mittagsstunden rutschte der SMI in die Verlustzone ab und baute die Abgaben gegen Börsenschluss noch aus. Die Anleger hätten versucht, die vielen Kommentare zu Japan einzuordnen, hiess es.

Ein weiterer Belastungsfaktor sei die unsichere geopolitische Lage in der arabischen Welt und dort verstärkt in Bahrain und Saudi Arabien geblieben. Ausserdem ist der Dollar zum Franken auf ein neues Rekordtief gesunken, und auch der Euro hat zum Franken deutlich nachgegeben.

Der SMI schloss um 1,3 Prozent tiefer auf 6021,55 Punkten. Der 30 Titel umfassende, um die Gewichtung gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 1,75 Prozent auf 960,37 Punkte und der breite Gesamtmarkt (SPI) büsste 1,36 Prozent auf 5466,82 Punkte ein.

Sonova stürzt ab

Die Blue-Chips-Tabelle war am Schluss tiefrot gefärbt. Am meisten verloren die Papiere des Hörgeräteherstellers Sonova, die nach einer Gewinnwarnung um 22,8 Prozent auf 89,15 Fr. nachgaben.

Grosse Verluste mussten erneut die Luxusgüteraktien Richemont (- 4,5 Prozent) hinnehmen. Die Abgaben beim Branchennachbar Swatch Group (-2,4 Prozent) fielen geringer aus.

Logitech büssten 3,4 Prozent, Nobel Biocare 3,2 oder Kühne Nagel 2,7 Prozent ein. Grosse Einbussen waren auch bei den defensiven Pharma-Schwergewichten Novartis (-2,5 Prozent) und Roche (-1,5 Prozent) zu sehen. Nestlé gaben lediglich 0,1 Prozent nach.

Vor dem Hintergrund des Wertzerfalls an den Finanzmärkten verloren auch Banken und Versicherer an Wert. Swiss Life sanken um 2,4, CS und UBS um je 1,4, ZFS um 1,3 Prozent. Die Titel des Rückversicherers Swiss Re hielten sich nach den massiven Abgaben der letzten Tage mit minus 1 Prozent etwas besser.

Auf der Gewinnerseite im SMI/SLI standen am Ende nur noch Syngenta (2,2 Prozent).

Im breiten Markt verteuerten sich die Papiere von Bucher Industries um 2,2 Prozent. Auch die Aktien der Immobiliengesellschaft BFW (3,4 Prozent) legten nach Zahlen zu. Derweil bewegten sich Cham Paper nach der Zahlenpublikation kaum.

Bei Edisun (-21,3 Prozent) wurden Gewinne mitgenommen. Das in der Solarindustrie tätige Unternehmen profitierte zuletzt stark von Diskussionen um die Energiepolitik.

(sda)