US-Börsen

15. März 2011 21:44; Akt: 15.03.2011 21:48 Print

Japan drückt auch US-Börsen ins Minus

Nach der Schweizer und der Japaner Börse muss auch New York Minus-Kurse in Kauf nehmen. Grund sind die Ereignisse in Japan.

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Die Furcht vor einer Atomkatastrophe in Japan hat am Dienstag die US-Börsen ins Minus gedrückt. Die Anleger befürchteten, dass die Krise der Weltkonjunktur einen schweren Schlag versetzen könnte. Zudem verwiesen Börsen-Insider auf die Unruhen in der arabischen Welt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,2 Prozent tiefer auf 11'855 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 11'696 und 11'988 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 rutschte 1,1 Prozent auf 1281 Zähler ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,3 Prozent auf 2667 Punkte.

Zu den Verlieren zählten sowohl Unternehmen, die direkt von der Katastrophe in Japan betroffen sind, als auch stärker konjunkturabhängige Werte.

Die Papiere des Versicherungskonzerns AIG gaben rund zwei Prozent nach. Die Aktien des weltgrössten Chipherstellers Intel büssten drei Prozent ein. Die Titel des Industriekonzerns General Electric verzeichneten ein Minus von 1,5 Prozent.

Apple-Papiere liessen 2,3 Prozent Federn, nachdem der Technologiekonzern den Start seines neuen Tablet-Computers iPad2 in Japan verschoben hatte. Ein neues Datum für die Markteinführung, die ursprünglich für den 25. März geplant war, nannte Apple nicht.

Weitere Staatsanleihenkäufe

Nach dem Japan-Schock an den Finanzmärkten gibt die US-Notenbank Fed der US-Wirtschaft geldpolitisch weiter Halt. Die Zentralbanker beschlossen, die seit November laufenden milliardenschweren Staatsanleihenkäufe trotz des Aufschwungs der Wirtschaft fortzusetzen. Zugleich blieb der Leitzins wie erwartet in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent.

Die Notenbanker signalisierten den Märkten zudem, den Leitzins noch geraume Zeit aussergewöhnlich niedrig zu halten. Die Wirtschaft hat laut Fed insgesamt aber wieder besser Tritt gefasst. «Die Bedingungen am Arbeitsmarkt scheinen sich schrittweise zu bessern», hiess es im Begleittext zum Zinsentscheid.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,28 Milliarden Aktien den Besitzer. 636 Werte legten zu, 2377 gaben nach und 94 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,35 Milliarden Aktien 644 im Plus, 1970 im Minus und 61 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 9/32 auf 102-17/32. Sie rentierten mit 3,321 Prozent. Die 30- jährigen Bonds kletterten 1-7/32 auf 104-24/32 und hatten eine Rendite von 4,461 Prozent.

(sda)