Chefin SBB-Personenverkehr

16. Dezember 2017 20:22; Akt: 17.12.2017 07:54 Print

Jeannine Pilloud bekommt einen goldenen Fallschirm

Ab dem ersten Januar wird Jeannine Pilloud ihre Stelle als Chefin SBB-Personenverkehr verlassen. Ihren hohen Lohn wird sie aber trotzdem weiter erhalten.

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Seit dieser Woche ist klar: Jeannine Pilloud tritt per Ende Jahr von ihrem Posten als Chefin SBB-Personenverkehr zurück. Ihr Nachfolger wird Toni Häne, der seit 46 Jahren bei der SBB angestellt ist.

Obwohl Pilloud damit die SBB-Konzernleistung verlässt, wird sie weiter für das staatliche Unternehmen arbeiten. Ab Januar wird Pilloud «Delegierte für die ÖV-Branchenentwicklung» und soll in diesem Mandat die Ticket- und Tarifgestaltung vereinfachen. Zudem bleibt sie Präsidentin der nationalen Tarifgemeinschaft.

Was sich aber nicht verändert, ist ihr Lohn: Trotz viel weniger Verantwortung bezieht Pilloud auch in den nächsten zwölf Monaten denselben Lohn wie als Chefin des Personenverkehrs, wie die «Luzerner Zeitung» berichtete.

Lange Kündigungsfristen unter Druck

Gegenüber der Zeitung bestätigte Jürg Grob, Leiter der Medienstelle, die Lohnfortzahlung. Die Kündigungsfrist für Mitglieder der Konzernleitung betrage zwölf Monate, sagt Grob. Laut Quellen bezieht Pilloud einen Jahreslohn von 600'000 bis 700'000 Franken – abhängig von der Höhe des Bonus.

Die lange Kündigungsfrist der Führungskräfte ist seit der «Abzocker»-Debatte unter Druck geraten und gilt heute als eher unüblich. Laut Salärberater Urs Klingler zu Recht: Diese wirke wie eine garantierte Zahlung, wenn jemand entlassen werde. Als üblich gelte mittlerweile eine Kündigungsfrist von sechs Monaten, sagt Klingler gegenüber der Luzerner Zeitung.

Anscheinend will die SBB ab 2018 ihre Vergütungssteme grundsätzlich überprüfen.

(fur)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fred Thun am 16.12.2017 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Es gibt keine Rechtfertigung für diesen Lohn. Das Unternehmen gehört ihr nicht und sie hat es auch nicht aufgebaut. Eine Frechheit gegenüber all den anderen im Betrieb und den Steuerzahlern.

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  • Sam T am 16.12.2017 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skandalös

    Und der nächste Skandal auf Kosten der Steuerzahler!

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  • Marc am 16.12.2017 20:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ÖV Nein Danke

    Da wundert man sich noch wieso die SBB immer teurer wird.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hellmut A. am 22.12.2017 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hochmuth

    90 prozent der frauen in Spitzenpositsionen versagen.

  • Bähnler am 20.12.2017 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hätte nen Job für die Frau

    Sie kann gerne meine Kundenbegleiterin werden. Zu ihren Aufgaben gehört dann z.B. den Zug aufhalten der mir sonst vor der Nase wegfährt, die Alternativverbindung heraussuchen weil der Zug ausgefallen ist, sich ums Gepäck & den Hund kümmern, das Billet vorweisen und Kaffee & Gipfeli organisieren.

    • Der Fahrer am 20.12.2017 17:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Bähnler

      Kaffe und Gipfeli kann sie sicherlich bringen. Konnte sich ja prächtig bei Elvetino inszenieren. Die neuen Minibars zum Preis eines Kleinwagens sind ja auch schon Geschichte, aber egal, der Steuerzahler zahlt ja gerne.

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  • SBBler am 19.12.2017 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    Betreffend eurer heutigen...

    ...Printausgabe (SBB-Zugbegleiter wehren sich gegen neue Bezeichnung), musste ich nach der Einleitung nicht mehr weiterlesen. Denn als SBBler weiss ich, dass es trotz allem Widerstand sowas von in Stein gemeisselt ist, wenn die SBB irgend eine Furzidee umsetzen will Da können wir vom Zugpersonal nur noch auf einen angestammten Herzblut-Bähnler wie Toni Häne hoffen...

    • bintang am 19.12.2017 16:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @SBBler

      Auf den hofft auch das Lokpersonal.

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  • Ruedi am 18.12.2017 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Ausnutzen des Systems

    Oh jetzt weiss ich weshalb mein Ticket immer teurer wird. Nicht etwa wegen eines Leistungausbaus, nee wegen den Löhnen von Leuten, welche dann noch von der öffentlichen Hand her das GA für die 1. Klasse geschenkt kriegen. Irgendwann wundern sich diese Leute, wenn das Volk aufbegehrt und sich wehrt. Ist ja leichter die Empfänger von Sozialleistungen anzugreifen, als solche "Manager". Nur weiter so!

  • Andreas am 18.12.2017 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lebenalswasserträger

    Der Rest von uns 3 Monate ... das Leben ist nicht fair