Generation Eigenheim

11. Januar 2016 14:40; Akt: 11.01.2016 15:14 Print

Jeder Zweite unter 30 träumt vom eigenen Haus

von S. Spaeth - Noch hat die Schweiz die tiefste Eigentumsquote Europas. Doch nun wird aufgeholt: Die Hälfte aller 15- bis 29-Jährigen will in den nächsten zehn Jahren ein Haus kaufen.

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Zwar hat die Wohneigentumsquote in der Schweiz seit 1990 von rund 30 auf rund 40 Prozent zugenommen, dennoch hat die Schweiz die tiefste Quote in ganz Europa. In Spanien liegt die Wohneigentumsquote bei 78 Prozent. In Rumänien, dem Spitzenreiter in Europa, sind 95 Prozent der Haushalte Wohnungs- oder Hauseigentümer. Einiges deutet darauf hin, dass in der Schweiz die Wohneigentumsquote in den nächsten Jahren auf gegen 50 Prozent steigen wird. Laut einer repräsentativen Umfrage der Marktforscher von GfK im Auftrag des Hypothekenvermittlers Moneypark möchte knapp die Hälfte der 15- bis 29-jährigen Deutschschweizer bis 2026 ein Eigenheim kaufen. Am grössten ist der Wunsch nach Wohneigentum bei jungen Paaren. Laut der GfK-Erhebung wollen 56 Prozent von ihnen bis 2026 Wohneigentum erwerben. Rekordtiefe Zinsen machen den Kauf so attraktiv wie selten zuvor. Die tiefe Schweizer Wohneigentumsquote (laut GfK-Umfrage zurzeit rund 42 Prozent) liegt an der geringen staatlichen Förderung, dem stark regulierten Hypothekenmarkt und an der Bevölkerungsdichte. Je ländlicher eine Region, desto höher der Anteil an Haus- und Wohnungsbesitzern. In den ländlichen Kantonen Wallis und Jura liegt die Wohneigentumsquote bei über 55 Prozent. In Basel-Stadt und Genf liegt die Wohneigentumsquote laut Zahlen des BFS (2013) unter 18 Prozent. Der Erwerb von Wohneigentum dürfte in den nächsten Jahren etwa gleich schwierig bleiben wie jetzt. Derzeit zeichnen sich keine weiteren Regulierungsschritte ab und die Zinsen dürften tief bleiben.

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Die Schweiz ist ein Mieterland. Zwar hat die Wohneigentumsquote seit 1990 von rund 30 auf rund 40 Prozent zugenommen, dennoch hat die Schweiz die tiefste Quote in ganz Europa. Zum Vergleich: Im am zweitschlechtesten klassierten Deutschland wohnen bereits rund 53 Prozent in den eigenen vier Wänden; in Spanien sind es 78 Prozent und in Rumänien – dem Spitzenreiter – sind 95 Prozent der Haushalte Wohnungs- oder Hauseigentümer.

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Nun deutet aber einiges darauf hin, dass in der Schweiz die Wohneigentumsquote in den nächsten Jahren auf gegen 50 Prozent steigen wird. Laut einer repräsentativen Umfrage der Marktforscher von GfK im Auftrag des Hypothekenvermittlers Moneypark möchte knapp die Hälfte der 15- bis 29-Jährigen Deutschschweizer bis 2026 ein Eigenheim kaufen. Rekordtiefe Zinsen machen den Kauf so attraktiv wie selten zuvor. «Zudem besinnen sich viele Schweizer wieder auf konservative Werte wie Familie und Heimat – und da spielt das eigene Zuhause eine zentrale Rolle», sagt Moneypark-CEO Stefan Heitmann zu 20 Minuten.

Grosser Graben zwischen Stadt und Land

Die tiefe Schweizer Wohneigentumsquote (laut GfK-Umfrage zurzeit rund 42 Prozent) liegt an der geringen staatlichen Förderung, dem stark regulierten Hypothekenmarkt und an der Bevölkerungsdichte. Diese ist in der Schweiz – wenn man die Alpen abzieht – so hoch wie nirgends sonst in Europa. «Da die Immobilienpreise in Ballungsgebieten höher sind als auf dem Land, können es sich viele nicht leisten, in städtischen Gebieten Wohneigentum zu erwerben», sagt Experte Heitmann.

Zudem ist auf dem Land die Miete im Verhältnis zum Kauf oft teurer als in Städten. Dies verdeutlichen auch die kantonalen Zahlen um Wohneigentum: In Basel-Stadt und Genf liegt die Quote laut Zahlen des BFS (2013) unter 18 Prozent, in den ländlichen Kantonen Wallis und Jura hingegen bei über 55 Prozent. Fazit: Je ländlicher eine Region, desto höher der Anteil an Haus- und Wohnungsbesitzern.

Haustraum zu verwirklichen ist schwieriger geworden

Am grössten ist der Wunsch nach Wohneigentum bei jungen Paaren. Laut der GfK-Erhebung wollen 56 Prozent von ihnen bis 2016 Wohneigentum erwerben. Mit dem Traum der eigenen vier Wände kollidiert allerdings oft die Realität auf dem Immobilien- bzw. Finanzierungsmarkt. «In den vergangenen Jahren ist es definitiv schwieriger geworden, sich ein Eigenheim zu kaufen – gerade für junge Familien, die noch nicht über ein allzu grosses Kapital verfügen», sagt Heitmann. Grund dafür sind die nach Region stark gestiegenen Immobilienpreise.

Bei Moneypark gehen die Experten davon aus, dass der Erwerb von Wohneigentum in den nächsten Jahren etwa gleich schwierig bleibt wie aktuell. Derzeit zeichnen sich keine weiteren Regulierungsschritte ab, die Zinsen dürften bis mindestens 2017 tief bleiben. Zudem gibt es in vielen Regionen Anzeichen für eine allmähliche Normalisierung bei den Immobilienpreisen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aladin Burger am 11.01.2016 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Unfassbar!

    Ich würde sagen, jeder träumt vom eigenen Haus. Für die wenigsten wird der Traum jedoch auch wahr. Und für manch einen kann's auch zum Albtraum werden. Ich kenne kaum jemanden, der unbedingt verdichtet in einem MFH wohnen will. Die meisten müssen.

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  • franz am 11.01.2016 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    nur für Reiche

    der Traum wird nur für Reiche wahr! Bei den CH-Preisen kann sich die Mittelschicht dies nicht mehr leisten

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  • Svelan am 11.01.2016 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Super-Wunsch-Idee

    Das ist ja wieder ein Superartikel, an Optimismus kaum zu übertreffen; 15-29-Jährige wollen bis 2026... Ich behaupte, wenn jemand einen Durchschnittlichen Lohn hat und nicht gerade von Wasser und Brot lebt oder erbt, kann man sich vor 40 nicht soviel zusammensparen dass man sich auch nur eine 3.5 Zi-Whg kaufen kann! Geht also rechnerisch schonmal nicht auf. Und da seit der Finanzkrise Hypo-Kredite mit 5% berechnet werden brauchts ziemlich viel Eigenkapital oder hohen Lohn um sich was anständiges zu kaufen(Bsp: Haus kostet 1Mio, dann gibt die Bank bei Einkommen von 6000.-/Monat max. 480 000.-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Grenzgänger am 17.01.2016 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Grenzgänger werden

    Gerade wer grenznah wohnt, kann sich auch mal im Ausland umsehen. Wer nicht gerade Top Verdiener ist und auch noch Kinder hat, zahlt in vielen Fällen gar nicht mal so viel mehr Steuern, dafür kann man aber für teilweise ein Drittel des Geldes was es in der Schweiz kostet, ein Haus kaufen

  • erwin am 12.01.2016 12:28 Report Diesen Beitrag melden

    Eigenheim

    es macht ja wenig sinn sich ein haus zu kaufen eigentümer ist entweder die bank oder die steuerverwaltung.

    • Ohne Hypothek am 12.01.2016 12:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @erwin

      Falsch! Ich habe ein Haus ohne Hypothek. Was ich an Steuern mehr zahle, spare ich dafür dadurch ein, dass ich keine Hypozinsen zu begleichen habe. Im Gross und Ganzen gleicht sich der Betrag etwa aus.

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  • Süden, unglaublich viele Menschen am 12.01.2016 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Tipp

    der Süden ist jetzt entvölkert, schön warm ist es da auch. Ihr jammert ja immer über Schnee Winter, Regen., Kälte. Tschüssi zäme

  • Sergio am 12.01.2016 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Absurdistan

    Na klar, jedem sein Haus mit Umschwung, wir haben den Platz ja zum verschwenden. Warum auch noch irgendwo unberührte Natur, Strassen überall hin, am besten dreispurige Autobahnen damit auch noch am entferntesten Fleck ein Eigenheim gebaut werden kann. Augen zu vor der Realität scheint das Motto der nächsten Generation.

  • Biit am 12.01.2016 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Super-Quoten

    Wo ist der unterschied zwischen fast die Hälfte und 40 %?