Corona-Krise

27. März 2020 10:19; Akt: 27.03.2020 10:38 Print

Jedes sechste KMU fürchtet den Konkurs

Viele kleine und mittlere Schweizer Firmen fürchten, in finanzielle Not zu geraten. Das zeigt eine Umfrage der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

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Die Coronakrise trifft vor allem die KMU und damit das Mark der Schweizer Wirtschaft hart. Mehr als die Hälfte der kleinen und mittleren Firmen rechnete vor einer Woche damit, in den kommenden Monaten in finanzielle Not zu geraten. Und jedes sechste KMU hielt den Konkurs für wahrscheinlich, wie eine am Freitag publizierte Umfrage der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigt.

Geschlossene Restaurants, Läden, Hotels, Coiffeursalons oder Kulturlokale sowie in ihrem Betrieb eingeschränkte Produzenten oder Händler. Der vom Bundesrat zur Eindämmung des Coronavirus verordnete Lockdown hat für einen Grossteil der KMU grosse finanzielle Belastungen zur Folge.

Liquidität verschlechtert

Am stärksten sei die Sorge vor dem Gang in den Konkurs in der Branche «Wirtschaftliche Dienstleistungen» sowie in der Maschinen- und Elektroindustrie, heisst es im Communiqué der ZHAW weiter. Allerdings wurde die Umfrage bei 155 KMU online vom 19. bis 21. März durchgeführt, also noch bevor der Bundesrat am 25. März detailliert aufgezeigt hat, wie er den KMU finanziell unter die Arme greifen will.

Die KMU würden besonders unter der nachgebenden Nachfrage nach ihren Produkten und Dienstleistungen leiden, heisst es in der Studie weiter. Zudem verschlechtere sich die Liquidität der Firmen markant. Ein weiteres Problem für die KMU sei die abnehmende Verfügbarkeit von Rohstoffen und Halbfabrikaten.

Geschäftsgang sehr negativ

Daher rechneten mehr als drei Viertel der vor allem im Kanton Zürich befragten KMU mit einer negativen oder sehr negativen Geschäftsentwicklung. Jedes sechste Unternehmen hat bereits Kurzarbeit eingeführt und weitere rund 40 Prozent halten es für wahrscheinlich oder sehr wahrscheinlich, dass sie dies in den kommenden 12 Monaten tun werden.

Die Resultate stellten eine Momentaufnahme in der sich rasch verändernden Situation dar, macht die ZHAW klar. Dies sei eine erste Erhebung im Rahmen des «ZHAW Coronavirus-KMU-Panel», in regelmässigen Abständen würden weitere Umfragen folgen. Darin werde die ZHAW auch weitere Teile der Deutschschweiz berücksichtigen.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas Bremer am 27.03.2020 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Über die Verhältnisse gelebt

    Ich frage mich schon ein bisschen, Wir hatten sehr viel gute Jahre und ich habe auch ein Unternehmen mit angestellten. Aber in den guten Jahren haben wir Geld zur Seite gelegt und gemäss unseren Verhältnissen gelebt. Ich sehe aber immer wieder das selbstständige sich erst mal ein grosses Auto holen und über ihren Verhältnissen leben. Ich hoffe das die Kriese etwas bewegt und die Leute wieder etwas zur Seite legen. Und wenn man ein Business macht und nicht sparen kann, macht man definitiv was falsch.

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  • Daniela am 27.03.2020 10:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was da noch kommt ...

    Die Arbeitslosigkeit wird enorm steigen! Ich habe mehr Angst vor dem was noch kommt als vor dem Virus!

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  • Mitdenker am 27.03.2020 10:42 Report Diesen Beitrag melden

    Gerecht verteilen

    Bei aller Liebe und Hilfsbereitschaft für die KMU's darf man aber nicht vergessen dass viele die den Konkurs fürchten oder davor stehen schon vorher Probleme hatten und im Laufe des Jahres sowieso schliessen müssten. Darauf sollte man bei der Vergabe der Finanzspritzen oder Kredite auch achten. Es sollten wirklich nur Firmen profitieren die wegen der jetzigen Situation in Schieflage gekommen sind und nicht Geld in KMU's pumpen die die Situation ausnutzen wollen um ihre marode Firma zu retten. wer vorher Probleme hatte wird sie auch später noch haben.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel S. am 01.04.2020 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Maschinenbranche

    Alo in der Maschinenbranche hat es soviel Arbeit wie noch nie :-) , macht sich bemerkbar bei mir als Nachschleifer von Fräsern, Bohrern usw., Danke Corona für das viele Geld hihi

    • Marcoo am 01.04.2020 16:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Daniel S.

      Solange die weniger intelligenten UN die Preise zahlen gehts euch bestimmt gut. Mir ist schon länger klar wo mein Liquides hingeflossen ist Junge

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  • Keine Fragen am 31.03.2020 21:34 Report Diesen Beitrag melden

    50 Milliarden für Coiffeur

    Die 300 Reichsten waren noch nie so reich wie heute. Ihr Gesamtvermögen beläuft sich auf 675 Milliarden Franken. Quelle => Siehe Online L...... Zeitung vom 30.11.2018, 05.00 Uhr ??????????????????????????????????????? ich habs nicht geschafft auf 675 Fragezeichen, mein Finger tat weh. Aber eine Frage: Was denkt Ihr alle.... wo die Wohnen??

  • Mara am 30.03.2020 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Postfinance gibt Keine Kredit

    als info Postfinance gibt keine Kredit sondern mann kann 5 jahre lang ins minus gehen ohne zins! Also keine direkte Auszahlung wie bei vielen bank! Somit von post gezwungen erst eigene kapital benützen und dazu den erst minus also Kredit abzahlen. also wird nicht 5 Jahre aufgeteilt. Bitte klären Sie diese sache im TV . Was postfinance da macht ist nicht recht. Hab auch Paar banke gefragt und sagen das es komisch ist.

  • Gene Amdahl am 30.03.2020 11:07 Report Diesen Beitrag melden

    Zuwanderung

    Nun rächt sich auch die masslose Zuwanderung von Unqualifizierten. Auch diese werden wir über Jahre hinweg mitfinanzieren müssen.

    • Peter am 31.03.2020 07:35 Report Diesen Beitrag melden

      soso

      Sie meinen wohl die zugewanderten jungen Damen und Herren, die uns gegenwärtig in den Spitälern das Leben retten?

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  • B. Kerzenmacher am 30.03.2020 10:39 Report Diesen Beitrag melden

    Virus

    Man steht hier erst am Anfang der Pandemie. Die Leute, die sich jetzt noch verantwortungslos verhalten und die Regeln nicht einhalten, sollen an Ort und Stelle eine Verzichtserklärung auf Krankenversorgung unterschreiben, wenn sie an Covid-19 erkranken sollten. Vielleicht bewegt sich dann was in deren Köpfen, denn betreutes Denken hilft denen auch nicht.

    • Freier Mensch am 30.03.2020 21:06 Report Diesen Beitrag melden

      Den rechten Arm müssen wir

      jetzt aber noch nicht heben oder kommt das später?

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