Kult und Kitsch

27. November 2018 14:55; Akt: 27.11.2018 16:19 Print

Von «Playboy»-Hef wird jetzt fast alles versteigert

Ende November werden die Gegenstände von «Playboy»-Gründer Hugh Hefner versteigert – neben Pyjamas und Kapitänsmütze sind das über 800 Gegenstände.

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Der verstorbene «Playboy»-Gründer und Lebemann Heffner war nicht nur für seine legendären Partys in seiner Mansion berühmt berüchtigt. Auch seine Klamotten sind Kult. Jetzt versteigert das kalifornische Auktionshaus Julien's Auctions seinen Nachlass. Insgesamt 838 Gegenstände kommen unter den Hammer. Eine Auswahl: Eine angemalte Statue eines seiner Bunnys. Auch die legendäre Kapitänsmütze wird versteigert. Ebenso eine Statue aus Bronze. Es soll sich dabei um den Körper der US-Schauspielerin Farrah Fawcett handeln. Angeblich hat sie das Objekt selber angefertigt. Mit den Bettdecken von Hef lässt sich vielleicht besser schlafen. Hausschuhe und nochmals Hausschuhe. Einige haben sogar Hefners Initialen drauf. Auf einigen Schlüpfern ist auch das kultige Playboy-Logo drauf. Der Phallus-Frosch wär was für den Kaminsims. Sieht unbequem aus, aber was solls: Solche Bunny-Stühle hat nicht jeder zu Hause. Playboy-Flipperautomaten für den Spass zwischendurch. Abhängen wie Hefner: Das geht jetzt mit seinen kultigen Bademänteln oder Abendjackets. Ein als Witz gemeintes Geschenk des verstorbenen US-Publizisten und ehemaligen Besitzers des «Esquire»-Magazins Caly Felker. Die fünf Dollar sind eine Referenz an die Zeiten, zu denen Hefner beim «Esquire» arbeitete. Er erhielt dort nicht einmal fünf Dollar Lohnerhöhung. Daraufhin kündigte Hefner und gründete sein eigenes Magazin. Der Rest ist Geschichte. Direkter Draht zu den Bunnys: Sogar das Telefon in der Villa war gebrandet. Dem berühmten Hasen begegnet man unter Hefners Sachen oft. Bling-Bling: ein Onyx in Gold gefasst. Auch bei diesem «dezenten» Stück könnte Donald Trump sicher nur schwer widerstehen. Bunnys, Bunnys, Bunnys. Nicht jede Krawatte ist fürs Büro geeignet. Uhren mit Mickey Mouse oder Fred Astaire drauf. Das rote Pyjama aus Seide. Und nochmals ein Seidenpyjama. Das berühmte Abendjacket. Hefner zeigte sich oft in der Jacke.

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Massgeschneiderte Seidenpyjamas, das legendäre rote Abendjacket oder kitschige Statuen – beim kalifornischen Auktionshaus Julien's Auctions kommen über 800 Gegenstände aus dem Nachlass des verstorbenen «Playboy»-Gründers Hugh Hefner (1926–2017) unter den Hammer.

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Der Ausstellungskatalog bietet jedem etwas, vorausgesetzt, man mag Gold und Kitsch. Bei seiner Einrichtung etwa hatte der «Playboy»-Gründer einen Geschmack, der sich mit jenem von Donald Trump messen konnte. Je goldiger, desto besser, wie Hefs Motto lautete.

Home-Pornos aus Besitz verschwunden

Trotz Hefners eigenwilligem Geschmack ist das Interesse am Nachlass enorm. Für praktisch jedes der 838 Stücke wurden bereits Gebote abgegeben. Pro Pyjama erwartet Julien's Auctions 400 bis 600 Dollar, für die Hausjacke mehrere Tausend. Doch auch echte Schnäppchen sind dabei. Nur gegen das berühmte Hasenlogo sollte man nichts haben. Es ist fast allgegenwärtig.

Hefner war allerdings auch darum besorgt, dass gewisse Dinge nach seinem Ableben nicht in falsche Hände kommen, denn bei der Sichtung der Besitztümer fiel auf, dass weder Sextapes noch intime Nachrichten berühmter Persönlichkeiten unter den Dingen waren. Hefner soll schon Jahre vor seinem Tod veranlasst haben, eine mit Beton ausgekleidete Box anzufertigen. Dort soll er seine «Homevideos» hineingepackt haben – sein langjähriger Bodyguard soll die Box dann im Ozean versenkt haben. Ein Gentleman geniesst und schweigt.

(dob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Grotto am 27.11.2018 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    Stellt sich die Frage

    Ob die Sachen auch ordentlich desinfiziert wurden^^

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  • Lars am 27.11.2018 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    Wie viele Bunnys unterm Hammer?

    Wie viele Bunnys kommen unter den Hammer? Der Rest der 800 Exponate interessiert doch keinen.

  • Typhoeus am 27.11.2018 15:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Heffner hat die prüde

    US Gesellschaft wenigsten etwas aufgemischt. Dafür kann ihm diese Nation dankbar sein.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Italo Macho am 28.11.2018 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorbild

    Hugh ist ein echtes Vorbild und Idol. Ein echter Mann. Grossartiger Typ. Forza Italia.

  • CoCaCoLa am 28.11.2018 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Ja klar

    die waren alle soo mega happy Ihr ganzes Leben lang. Hui, war das ein Spass mit diesm Greis! Was für bescheuerte Vorbilder. Von dem will ich nichts, pfui!

  • Heiner Birrer am 28.11.2018 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Würde nicht nein sagen

    Würde gerne ein Slave-Bunny von ihm abkaufen. Aber eine hübsche, die noch nicht so verbraucht und verlebt ist.

  • Herr Max Bänzli Total und Live am 28.11.2018 06:43 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    die Schiffermütze würde ich noch kaufen für billig Geld

  • Playboy mit Stil am 27.11.2018 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    noch ein

    Ja. Er wusste das Leben zu geniessen, ohne jemanden zu schädigen. Weder physisch, psychisch noch mental.