Bankgeheimnis verletzt

16. Juli 2014 10:46; Akt: 16.07.2014 11:46 Print

Justiz ermittelt gegen Cembra Money Bank

Die Bank soll jahrelang sensible Kundeninformationen an einen Kreditvermittler weitergegeben haben. Die Zürcher Staatsanwalt überprüft den Vorwurf.

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Die Cembra Money Bank soll gegen das Bankgeheimnis verstossen haben. (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Die Zürcher Justiz ermittelt gegen die Cembra Money Bank wegen mutmasslicher Verletzung des Bankgeheimnisses. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch einen Bericht der Onlineausgabe der «Neuen Zürcher Zeitung».

Bei der Staatsanwaltschaft III, die bei Wirtschaftsdelikten ermittelt, sei eine Meldung eingegangen, sagte die Sprecherin der Oberstaatsanwaltsschaft Corinne Bouvard in der NZZ. Es laufe ein Vorabklärungsverfahren, die Vorwürfe gegen die Bank würden geprüft.

Gezielt Kunden angeworben

Ende Mai hatte die SRF-Sendung Rundschau berichtet, die Cembra Money Bank (vormals GE Money Bank) habe einen Kreditvermittler mutmasslich jahrelang mit sensiblen Kundendaten versorgt. Auch die Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma) hatte sich in den Fall eingeschaltet.

Laut den Berichten bewahrte der Kreditvermittler in seinem Büro in Zürich jahrelang zehntausende Kundendaten auf. Mit den Daten soll er gezielt Kunden angeworben haben.

Mitarbeiter wurden frühpensioniert

Im Jahr 2011 beendete die Cembra Money Bank die Beziehungen zum Kreditvermittler, wie Bank-Sprecherin Brigitte Kaps auf Anfrage sagte. Darauf gelangte der mit einer noch hängigen Zivilklage ans Zürcher Handelsgericht.

Auch einzelne Mitarbeiter der involvierten Cembra Filiale an der Löwenstrasse in Zürich seien 2011 frühpensioniert oder versetzt worden, sagte Kaps weiter. Zum laufenden Verfahren wollte die Bank keine weiteren Angaben machen.

(sda)