Kanton Graubünden

15. September 2019 05:40; Akt: 15.09.2019 05:40 Print

Justiz ermittelt wegen Bündner Baukartell

Die jahrelangen Preisabsprachen und Manipulationen bei der Vergabe von Aufträgen beschäftigt jetzt auch die Staatsanwaltschaft.

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Vergangene Woche wurde bekannt, dass die Wettbewerbskommission (Weko) die zwei letzten von insgesamt zehn Untersuchungen abgeschlossen hat. Bündner Baufirmen wurden wegen Preisabsprachen mit Bussen von total rund 11 Millionen Franken belegt. Der Fall, der im April letzten Jahres aufgeflogen war, ist damit aber noch nicht abgeschlossen.

Wie die «NZZ am Sonntag» schreibt ermittelt nun die Justiz. «Die Staatsanwaltschaft Graubünden hat eine Strafuntersuchung gegen unbekannt eröffnet», sagt Staatsanwalt Bruno Ulmi der Zeitung. Da Korruptionsvorwürfe im Raum stünden, es Indizien gebe, habe man sich eingeschaltet. Man würde bereits schon länger die Entwicklung runs ums Baukartell beobachten und analysieren.

(roy)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Grison am 15.09.2019 05:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Guten Morgen

    sagt man da. Erst jetzt? Und schon lange wusste man es. Nicht nur in Graubünden. Aber ja, zuerst die Macher warnen und dann ein paar bestrafen.

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  • Naturbuab am 15.09.2019 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Saupack

    Da sollten mal alle zur Kasse gebeten werden die die Letzten Jahre da mitgemischt oder beim Baumeisterverband führende Posten belegt haben.

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  • Pat am 15.09.2019 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Whistlebower

    Endlich passiert etwas. Aber dafür musste eine Ehe mit Familie und ein Beruf auf der Strecke bleiben. Wünsche dem ""Wisthlebower " alles Gute

Die neusten Leser-Kommentare

  • Querdenker am 15.09.2019 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    WEKO-Lobby?

    Angebot und Nachfrage? Sind Einheimische zu teuer, so sollen Auswärtige die Arbeit verrichten dürfen. Sicherlich gibts auch standardisierte Arbeiten resp. Preise.

  • Benno B. am 15.09.2019 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Politiker sind nieeee verantwortlich

    Wer sitzt denn im Grossen Rat? Da wird Sau-Häfeli, Sau-Deckeli gemacht. Und der CVP-SR ist ganz unschuldig, war er doch Vorsteher im Bauamt. Betrogen werden die Steuerzahler und die Verantwortlichen im Bauamt bekommen einen Persilschein.

  • Spaniel am 15.09.2019 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spät kommt das ganze

    Und alle Beteiligten die davon profitiert und gewusst haben sollten bestraft werden. Will man dies zukünftig verhindern hilft nur hartes Durchgreifen.

  • Fa.Sa am 15.09.2019 13:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Änderung

    Üble Geschichte. Vor allem wurde der Informant/Whistelblower in den Ruin getrieben, weil er keine Aufträge mehr erhielt. Er war zwar Mitglied im Kartell hatte aber ein schlechtes Gewissen. Ich möchte nicht wissen wie viele Behörden/Regierungen von dieser Miesere wussten und nichts unternahmen. Das Kartellrecht muss dahingegehend geändert werden, dass für Geschädigte Entschädigung geleistet werden sollen. Die Staatsanwaltschaft müsste schon viel früher eingebunden werden in das Weko-Verfahren. Hoffe da ändert sich drastisch etwas.

  • sellina am 15.09.2019 12:13 Report Diesen Beitrag melden

    Alle sind sie unschuldig.

    schön abgekartet und warten jahrelang, vertuschen von Dokumenten usw. Passt schon, alles nur ein einzig wahres Armutszeugnis. Und jetzt ermittelt die Justiz, einfach nur schlimm.