Wo am meisten übrig bleibt

28. März 2018 05:48; Akt: 28.03.2018 05:48 Print

In diesem Kanton haben Sie am meisten Geld im Sack

von Dominic Benz - Je nach Wohnort haben die Schweizer ein unterschiedliches Nettoeinkommen. Das Ranking zeigt, wo es am höchsten liegt.

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Die Bewohner des Kantons Zug haben hierzulande am meisten Geld im Portemonnaie – rund das Eineinhalbfache über dem Schweizer Durchschnitt. Das zeigt eine neue Studie des Marktforschungsinstituts GFK für 2018.

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Unter dem Strich variieren die durchschnittlichen Einkünfte nach Steuerabzügen pro Kopf von Kanton zu Kanton zwischen 70'800 und 39'000 Franken. Viel Geld im Sack haben auch die Einwohner in den Tiefsteuerkantonen Schwyz und Nidwalden. Sie belegen im Ranking die Plätze zwei und drei. Über dem nationalen Durchschnitt liegen ebenfalls die Einkünfte pro Kopf in Zürich.

Jurassier sind immer noch vor den Deutschen

Für die gesamte Schweiz prognostiziert GFK in diesem Jahr pro Kopf eine Summe von 47'700 Franken. Deutlich unter diesem Schnitt liegt die Zahl im Jura. Der Kanton bildet mit 39'000 Franken pro Kopf das Schlusslicht im Ranking. Im internationalen Vergleich stehen die Jurassier aber immer noch gut da: So verfügen die Deutschen pro Kopf über rund 27'100 Franken, die Österreicher über 27'500 Franken.

Bei den Schweizer Kantonen hat es gegenüber dem Vorjahr eine Änderung in den Top 10 gegeben: Der Kanton Aargau überholt den Kanton Waadt und belegt neu den achten Rang. Weiter hinten ist Schaffhausen auf Platz 19 von 21 vorgerückt und tauscht den Platz mit dem Wallis. Thurgau belegt in diesem Jahr Rang 16 und lässt den Kanton Tessin um einen Platz abrutschen.

Zürich macht ein Fünftel der Schweizer Einkünfte aus

Obwohl die Kantone Zug, Schwyz und Nidwalden die Spitzenplätze belegen, nehmen sie zusammen nur rund fünf Prozent der gesamten Einkünfte der Schweiz ein, die bei rund 400 Milliarden Franken liegen. Grund sind die relativ geringen Einwohnerzahlen. Im Gegensatz dazu sind 18 Prozent der Schweizer im einwohnerstärksten Kanton Zürich zu Hause. Mit rund 80 Milliarden Franken nimmt Zürich knapp ein Fünftel der gesamten zur Verfügung stehenden Gelder der Schweiz ein. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt die Summe rund 2'235 Milliarden Franken.

GFK definiert die Einkünfte nach Steuern als Kaufkraft: Neben dem Nettoeinkommen aus selbstständiger und unselbstständiger Tätigkeit werden ebenso Kapitaleinkünfte und staatliche Zahlungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld und Renten zur Kaufkraft hinzugerechnet. Nicht berücksichtigt sind dagegen die Ausgaben für Lebenshaltungskosten, Versicherungen oder Miete.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Otto-Normal-Verdiener am 28.03.2018 06:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts aussagende Grafik

    Das ist wieder einmal eine nichts aussagende Grafik, denn unter dem Strich wenn man alle Auslagen anschaut dann sind die Lebenshaltungskosten in diesen Kantonen auch am höchsten, nur weil in diesen Kantonen die reichsten 10000 der Schweiz leben, heisst das nicht das beim normal Verdiener auch so viel übrig bleibt...

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  • Einwohner der stadt Zug am 28.03.2018 06:13 Report Diesen Beitrag melden

    Unnütze Studie

    Wieder eine völlig sinnlose Studie! Ich wohne in Zug habe aber niemals so viel Geld zur Verfügung. Mit all den Vekselbergs, Ritches, der Glencore Guru und den anderen Milliardären im Kanton Zug ist die durchschnittliche Kaufkraft nicht wirklich etwas aussagekräftiges.

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  • Peter M am 28.03.2018 06:16 Report Diesen Beitrag melden

    Augenwischerei

    Kurz zusammengefasst: dort wo Steuern tief sind hat es viele Millionäre und Superverdiener.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ismet am 28.03.2018 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also ich hab

    mein Geld in der Tasche und nicht im Sack.

  • Klaus07 am 28.03.2018 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht einmal eine Vollkostenrechnung.

    Wann kommt einmal ein Vergleich bei dem alle Kosten vom Bruttolohn abgezogen werden. Also das Reine Netto Einkommen. Miete, Steuern, Nebenkosten, Verkehrskosten, Krankenkasse, Rundfunkgebühren, Alle Gebühren sowie ein Durchschnittlicher Warenkorb an Lebensmitte, Kosmetika und Genussmittel. Das Bild würde vermutlich etwas anderst aussehen, auch im Vergleich zu den EU Länder.

  • Marcel am 28.03.2018 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    ZUG=Geld?!

    Komme aus Zug, stimmt aber so nicht. Es kommt auch an was man verdient, denn mein Hauptteil geht leider an die Miete, da sie im Kanton Zug keine günstige Wohnungen haben. Und wenn was frei wird ist es reserviert für "Sozialamt oder Amt für Migration".

    • dude am 28.03.2018 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marcel

      wie hoch ist ihre miete denn? und wie viele quadratmeter?

    • Kt. Zug am 28.03.2018 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @dude

      Da muss ich ihm Recht geben. Bezahle für eine 3.5 mit ca. 100qm CHF 2800.-. Das ist schon sehr viel, aber halt mein zu Hause...

    • Erdenbürger am 28.03.2018 16:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @dude

      Googeln sie und sie wissen, was in Zug für Wohnungen verlangt wird.

    • nik corti am 28.03.2018 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kt. Zug

      dito, 3,5 Zimmer mit 105m2 für 2650.-

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  • rolf b am 28.03.2018 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    nicht Jura

    in BS hat man am wenigsten,insofern man nicht beim Staat arbeitet

  • Statistiker am 28.03.2018 10:47 Report Diesen Beitrag melden

    Nichtssagende Grafik

    Das GFK sollte eigentlich wissen, dass für eine aussagekräftige Statistik der Median und nicht der Mittelwert verwendet werden muss.