Von Medtech-Firma

16. Februar 2020 09:28; Akt: 16.02.2020 09:28 Print

Ärzte bekamen 10'000 Franken pro Operation

Verwendeten Schweizer Chirurgen ein Implantat einer bestimmten Firma, wurden sie finanziell belohnt. Damit ist seit kurzem Schluss.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine amerikanische Medtech-Firma hat laut dem «SonntagsBlick» Medizinern in der Schweiz gewisse Rückvergütungen versprochen, falls sie bei Patienten die Produkte des Unternehmens erfolgreich einoperieren. Es geht um die Firma Nevro und die Zeitung beruft sich auf ihr vorliegende Vertragsdokumente.

Demnach zahlte das Unternehmen Schweizer Medizinern 10'000 Franken als Belohnung für jedes Nevro-Implantat, dass sie Patienten unter die Haut pflanzen. Wer Patienten Nevro-Stimulatoren mit Aufwand von rund 800'000 Franken in den Rücken setzt, sei mit 160'000 Franken belohnt worden.

Dieses Vorgehen sei aber mittlerweile beendet worden, hiess es. Die Firma erklärte gegenüber dem «SonntagsBlick», dass sie vergangenes Jahr die Richtlinien für Rabatte verschärft habe. Infolgedessen seien einige Verträge in der Schweiz angepasst worden, um den neuen Unternehmensstandards zu entsprechen.

(roy/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • SchwesterD am 16.02.2020 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gängige Praxis

    Das ist schon sehr lange gängige Praxis -warum wird so viel operiert? Immer mindestens eine Zweitmeinung eines anderen Arztes einholen. Ich habe viele Jahre in dem Bereich in der Pflege gearbeitet

  • Silvie am 16.02.2020 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldgier statt Gesundheit

    Wahrscheinlich wurden deshalb auch noch Operationen durchgeführt die überhaupt nicht notwendig waren. Der Patient kann sich nicht wehren und ist solchen Machenschaften ausgeliefert.

  • J.S. am 16.02.2020 10:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ergebnis einer liberalen Regierung

    Nichts gegen Liberalismus, aber in der Grundversorgung ist zu viel Liberalismus fehl am Platz!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Vanillasky am 16.02.2020 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Rubel rollt

    Arbeite seit einiger Zeit im Aussendienst in der Medizinbranche. Es stehen mir die Haare zu Berg was da abgeht!

  • sm am 16.02.2020 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    korruption

    das sollte verboten sein. der Patient sollte informiert werden.

  • Silvie am 16.02.2020 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geldgier statt Gesundheit

    Wahrscheinlich wurden deshalb auch noch Operationen durchgeführt die überhaupt nicht notwendig waren. Der Patient kann sich nicht wehren und ist solchen Machenschaften ausgeliefert.

  • Gerechtigkeit subito am 16.02.2020 11:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skandal, Skandal

    einmal mehr auf dem Buckel der Prämienzahler

  • Krank von Krankenkassenprämien am 16.02.2020 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Veruntreung von Krankenkassengelder

    Jetzt aber sofort eine Sammelklage deponieren und das für illegale Praktiken eingesetzte Geld mit Faktor X einfordern! An Steuerämter: Steuererklärung der Ärzte sofort nachprüfen bevor es zu spät ist!