Zürich

03. März 2011 22:58; Akt: 03.03.2011 20:01 Print

Klassische Spielzeuge für Schweizer Kinder

von Valeska Beck - Nintendo DS und Playstation Portable: Das war gestern. Die saftigsten Umsätze bescheren der Spielwaren-Branche Plüschtiere und Bauklötze.

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Schweizer Kinder lieben altmodische Spielsachen.

Besonders Plüschtiere haben es den Kleinen angetan: 2010 stieg der Plüschtier-Umsatz laut einer Statistik des Schweizer Spielwarenverbands um 15 Prozent. Auch Bauklötze wie Lego (siehe Box) haben wieder die Gunst der Kinder zurückgewonnen. Hier lag das Umsatzplus bei 10 Prozent. «Traditionelle Spielsachen erleben ein grosses Comeback», sagt Sandro Küng vom Spielwarenverband. Seine Begründung: Altbewährte Spielwaren seien in der Regel lange haltbar und relativ günstig. «Spielen kostet viel weniger als beispielsweise ein Zoobesuch mit der ganzen Familie.» Deshalb würden sich Spielsachen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verkaufen. Allerdings kann die Branche nicht an ihre besten Zeiten anknüpfen: Die Umsätze der traditionellen Spielwaren fielen zu Beginn des Jahrtausends um fast 100 Mio. auf heute ­etwas über 400 Mio. Franken jährlich (2010: 428 Mio. Fr.).

Trübe sieht es auch bei elektronischen Spielsachen aus. Die Umsätze brachen 2010 um 3 Prozent ein. Im Jahr 2009 hatte das Minus sogar 10 Prozent betragen. «Nach dem Boom um die Jahrtausendwende gibt es eine deutliche Sättigung bei E-Games», sagt Küng. Das bestätigen auch die Zahlen aus der Gaming-Branche: Umsatz und Absatz von tragbaren Spielkonsolen brach 2010 um 30 Prozent ein. Der Gesamtumsatz von Konsolen und Games schrumpfte um 10 Prozent.