Neuer Deutscher Finanzminister

28. September 2009 23:46; Akt: 28.09.2009 23:47 Print

Kommt nach Steinbrück ein weiterer Hardliner?

Peer Steinbrück, Deutschlands Polterer, geht. In Kürze wird der Finanzministerposten neu vergeben. Die Schweiz hofft auf einen Minister, mit dem sich anständig reden lässt.

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Der Kampf um die Ministerposten in Berlin hat begonnen. Als heisse Kandidaten werden Roland Koch (CDU), Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Rainer Brüderle (FDP) und Hermann Otto Solms (FDP) gehandelt. Schweizer Wirtschaftsvertreter hoffen, dass sich die Gesprächskultur und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland verbessern werden. Ralf Bopp, Direktor der Handelskammer Deutschland-Schweiz, hofft, dass sich die Differenzen bei den Steuerfragen verkleinern.

«Wer neuer Finanzminister wird, ist Kaffeesatzlesen, doch für die Schweiz wird der Druck aus Deutschland aufrechterhalten bleiben, egal, wer ins Ministerium zieht», sagt der in Stuttgart geborene Politologe Klaus Armingeon von der Universität Bern. Deutsche Politiker seien der Schweiz grundsätzlich wohlgesinnt. Aber selbst ausgeprägte Schweiz-Fans müssten sich der gemässigten Linie der gesamten Koalitionsregierung beugen. Und dies bedeutet: «Deutschland wird nicht wesentlich netter werden zur Schweiz. Es besteht auf die ihm zustehenden Steuereinnahmen», so Armingeon. Unbestritten ist laut dem Professor, dass sich die Atmosphäre verändern wird. Steinbrück habe die Karl-May-Lektüre am falschen Ort verarbeitet.

(gal/20 Minuten)

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