BIP 2014

03. März 2015 07:46; Akt: 03.03.2015 14:44 Print

Konsum treibt Schweizer Wirtschaft an

Im Vergleich zum Vorjahr konnte das Bruttoinlandprodukt leicht zulegen. Das Wachstum betrug 2014 exakt zwei Prozent.

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2,0 Prozent ist die Schweizer Wirtschaft gemäss vorläufigen Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) im vergangenen Jahr gewachsen. Das ist mehr als weit herum erwartet wurde.

Im Oktober hatte das Seco für 2014 lediglich mit einem Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent gerechnet. Andere Experten trauten der Schweizer Wirtschaft gar noch weniger zu. Die Schätzungen von Banken, dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im September reichten von 1,3 bis 1,5 Prozent.

Prognosen nur Makulatur

Von einer «konjunkturellen Verschnaufpause» war damals die Rede. Eine Belebung der Exportwirtschaft lasse weiter auf sich warten, schrieb damals das Seco. Für 2015 war man indes optimistischer. Hier rechneten die Experten des Bundes mit 2,4 Prozent Wachstum der Schweizer Wirtschaft, andere Schätzungen reichten von 1,6 bis 1,9 Prozent.

Seit dem 15. Januar, als die SNB überraschend den Euro-Mindestkurs aufhob, sind diese Prognosen allerdings Makulatur. Derzeit pendelt der Eurokurs um 1,07 Franken herum, damals gingen die Konjunkturauguren von einem Kurs von über 1,20 Franken aus. Nach dem Frankenschock wurden die Prognosen fürs laufende Jahr denn auch reihum nach unten korrigiert.

UBS und CS rechnen mit Wachstum

Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) etwa rechnet damit, dass die Wirtschaft im laufenden Jahr um 0,5 Prozent schrumpfen wird. Auch bei Bakbasel geht man von einem Minus aus. Die UBS rechnet immerhin noch mit einem kleinen Wachstum von 0,5 Prozent. Bei der Credit Suisse rechnet man mit einem Plus von 0,8 Prozent.

Das Seco verzichtet vorläufig auf eine Anpassung der Konjunkturprognose. Angesichts der Wechselkurschwankungen sei die Unsicherheit zu gross, hiess es Anfang Februar.

Baugewerbe mit negativen Impulsen

Vor allem der private und öffentliche Konsum sowie der Warenhandel hätten sich positiv auf das Wachstum der Schweizer Wirtschaft ausgewirkt, schrieb das Seco. Die Investitionen und Dienstleistungen hätten dagegen keine Impulse gebracht.

Aus Sicht der Produktion gingen die stärksten BIP-Wachstumsbeiträge vom verarbeitenden Gewerbe, den Finanzdienstleistungen, dem Grundstück- und Wohnungswesen sowie den öffentlichen Diensten aus. Negative Impulse kamen lediglich vom Baugewerbe sowie den Sektoren Verkehr/Lagerei und Information/Kommunikation.

Auf der Nachfrageseite des BIP hat sich vor allem die Handelsbilanz positiv auf das Wachstum ausgewirkt. Auch der private Konsum sowie der Waren und Dienstleistungsverkehr mit dem Ausland lieferten einen wichtigen Beitrag.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • rolf mündig am 03.03.2015 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    tja...

    Ich muss ab solchen Meldungen immer lachen. Jährlich kommen 400 neue Firmen in die Schweiz, 100'000 wandern zu, und Coop und Migros machen doch tatsächlich mehr Umsatz.....und auch das BIP ist gewachen.....Wahnsinn !!!! Fast nicht erklärbar :-)

  • Sven Glauser am 03.03.2015 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    BIP pro Kopf

    Natürlich wächst das BIP bei einer extremen Zuwanderung. Ist ja gar nicht anders zu erwarten. Nur, was bringt's? Viel interessanter wäre das BIP pro Kopf. Das reine BIP sagt nicht viel aus. Das ist in etwa so, wie man überrascht wäre, dass Wasser in ein sinkendes Schiff einläuft. Darauf kommt es doch gar nicht an. Die Frage ist: Wie viel Wasser pro Sekunde einströmt und wie viel Volumen das Schiff hat. Da wir Menschen auf Wachstum ausgelegt sind, wachsen wir so lange, bis wir uns selber gegenseitig oder durch Naturgewalten dezimieren. Daher, Wachstum ist nicht automatisch gut.

  • B. von Arx am 03.03.2015 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Lügenpresse ?

    Wunschdenken aber die Massenverblödungsmedien haben primär genau das im Pflichtenheft. Subtiles Marketing und Bericherstattung.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Liliana am 03.03.2015 14:05 Report Diesen Beitrag melden

    Der BIP wächst pro Kopf?

    Für mich stellt sich die Frage: Für wessen Kopf? Unserer Wirtschaft geht es gut und wird es auch weiter gut gehen. Und ginge es ihr noch besser? gäbe man JEDEM Schweizer Bürger endlich die Chance, sich alles was man zum Leben braucht, in seiner Heimat kaufen zu können (inklusive Ferien) würde wahrscheinlich alles noch viel rosiger aussehen. Es wird alles getan um Reiche anzulocken und Superreiche noch glücklicher zu machen. Sollte nicht mal wieder daran gedacht werden: Auch "Kleinvieh macht Mist".

    • dario am 03.03.2015 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      au weia!

      Hoffentlich leidest du nie an Klaustrophobie. Ich für meinen Teil mache gern Urlaub und kaufe auch gern bei Freunden im In- und Ausland. Sowas bildet und bringt auch Abwechslung. Und Austausch fördert Wirtschaft und Kultur mehr, als dass es ihr schadet. Ist mir persönlich auch lieber als Eigenbrötlerei.

    • Liliana am 03.03.2015 18:55 Report Diesen Beitrag melden

      @dario

      Was um Himmelswillen hat es mit Eigenbrötlerei zu tun, wenn man auch gerne im eigenen Land Ferien machen möchte? Jedem das Seine, aber die Möglichkeit sollte vorhanden sein. Ich finde es nicht korrekt, dass Ferien im Ausland erschwinglicher sind, als bei uns und ebenso vieles andere auch. Wenn nur Urlaub und Einkaufen im Ausland, für die Abwechslung und Bildung förderlich sein sollten, wie Sie scheinbar denken, stimmt wohl so manches nicht. Verstehe Ihren Kommentar ehrlich gesagt nicht.

    • dario am 03.03.2015 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      macht nichts

      Ich Ihren auch nicht. Wirtschaftliche Probleme kann man nicht mit nationalistischen Argumenten angehen. Das geht immer schief, wie wir aus der Geschichte wissen. Aber ich fürchte, damit kann man jemand wie Sie sicher nicht überzeugen.

    • Saustall BR am 04.03.2015 16:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Bestes Pferd im Stall

      Ja genau mein Chef sagte mir " Ich sei sein bestes Pferd im Stall" Ich machte am meisten Mist !!!!

    einklappen einklappen
  • lauretta am 03.03.2015 14:02 Report Diesen Beitrag melden

    hahaha

    also ich weiss nicht wie es den meisten ch geht, doch ich hab jedes jahr weniger, finde kaum job, die kaufkraft ist komplett weg....aussichten auf eine anständige rente futsch. wir wissen doch genau, wer von dieser zuwanderung profitiert. wer mehr kaufkraft hat.

  • B. von Arx am 03.03.2015 09:51 Report Diesen Beitrag melden

    Lügenpresse ?

    Wunschdenken aber die Massenverblödungsmedien haben primär genau das im Pflichtenheft. Subtiles Marketing und Bericherstattung.

  • Sven Glauser am 03.03.2015 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    BIP pro Kopf

    Natürlich wächst das BIP bei einer extremen Zuwanderung. Ist ja gar nicht anders zu erwarten. Nur, was bringt's? Viel interessanter wäre das BIP pro Kopf. Das reine BIP sagt nicht viel aus. Das ist in etwa so, wie man überrascht wäre, dass Wasser in ein sinkendes Schiff einläuft. Darauf kommt es doch gar nicht an. Die Frage ist: Wie viel Wasser pro Sekunde einströmt und wie viel Volumen das Schiff hat. Da wir Menschen auf Wachstum ausgelegt sind, wachsen wir so lange, bis wir uns selber gegenseitig oder durch Naturgewalten dezimieren. Daher, Wachstum ist nicht automatisch gut.

  • rolf mündig am 03.03.2015 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    tja...

    Ich muss ab solchen Meldungen immer lachen. Jährlich kommen 400 neue Firmen in die Schweiz, 100'000 wandern zu, und Coop und Migros machen doch tatsächlich mehr Umsatz.....und auch das BIP ist gewachen.....Wahnsinn !!!! Fast nicht erklärbar :-)