Mibelle

14. Februar 2011 22:49; Akt: 14.02.2011 20:29 Print

Kosmetikfirma will Obama-Erfolg wiederholen

von Valeska Beck - Nach den Äpfeln kommt die Alpenrose: Mibelle will ihre Stammzellen in die Cremetiegel packen.

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Mibelle setzt neu auf die Wirkstoffe der Alpenrose. (Bildagentur WaldhÄusl)

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Die Geschäfte bei der Kosmetikfirma Mibelle laufen wie ­geschmiert. Vor allem seit US-Präsidentengattin Michelle Obama sagte, dass sie eine Hautcreme mit Schweizer Apfel-Stammzellenextrakt benutze, das die Biochemiker von Mibelle entdeckt hatten. Die Kosmetikfirma will nun nachdoppeln. «Wir erforschen jetzt die Wirkstoffe der Alpenrose», sagt ­Mibelle-Chef Luigi Pedrocchi. In klinischen Studien sei schon nachgewiesen worden, dass Stammzellen der immergrünen Blätter die Haut widerstandsfähiger machen und
die hauteigene Feuchtigkeits­barriere verbessern würden. «Die Blätter sind hoch antioxidativ und enthalten spezielle Proteine, die die Hochgebirgspflanze im Winter vor dem ­Erfrieren und im Sommer vor dem Austrocknen schützen», so Pedrocchi.

Den neuen Wirkstoff will Mibelle in Cremes, Lotionen und Make-up einsetzen – und an den Apfel-Erfolg anknüpfen: «Wir gehen davon aus, dass auch der Alpenrosen-Wirkstoff international auf grosses Interesse stossen wird», verkündet Pedrocchi.

Das Geschäft mit der Schönheit ist lukrativ: Pro Jahr geben die Schweizer 2,4 Mia. Franken für Kosmetika aus. Josianne Walpen von der Stiftung Konsumentenschutz rät aber zu Bedacht beim Kauf: «Die Kosmetikindustrie kennt die Kunst der Verführung und lockt die Käufer oft mit überzogenen Versprechungen.» Auch sei es schwierig, die Wirkung eines Produkts objektiv nachzuprüfen – «dazu ist die Flut einfach zu gross».