Neuer SBB-GAV

12. September 2018 13:55; Akt: 12.09.2018 15:02 Print

SBB stellt neuen Gesamtarbeitsvertrag vor

Die SBB und die Personalverbände haben sich auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geeinigt. Er soll am 1. Mai 2019 in Kraft treten.

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Nach mehrmonatigen Verhandlungen haben sich die SBB-Führung und die Gewerkschaften auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) geeinigt. Darin enthalten sind unter anderem individuelle Lohnerhöhungen, ein Kündigungsschutz und ein längerer Vaterschaftsurlaub.

Dafür müssen sich die Angestellten von SBB und SBB Cargo ab 2019 zu 40 Prozent an der Krankentaggeldversicherung beteiligen, wie die SBB, die Gewerkschaften und Verbände SEV, Transfair, Kaderverband des öffentlichen Verkehrs (KVöV) sowie Verband Schweizer Lokomotivführer und Anwärter (VSLF) am Mittwoch mitteilten.

Verwaltungsrat muss noch zustimmen

Diese werden monatlich vom Lohn abgezogen. Damit sollen die «Gesamtsystemkosten» gesenkt werden. Bis jetzt hatte die SBB die Kosten vollständig getragen. Um den Lohnverlust auszugleichen, erhalten bisherige Mitarbeiter allerdings eine ausgleichende Lohnerhöhung.

Der GAV tritt am 1. Mai 2019 in Kraft und läuft über drei Jahre. Zuvor müssen aber noch der Verwaltungsrat und die Sozialpartner zustimmen.

Korrektur: In einer früheren Version dieses Artikels hiess es, dass sich Krankheitstage künftig negativ auf den Lohn der SBB-Mitarbeitenden auswirken. Die SBB präzisierte, dass es sich dabei lediglich um die Abgaben zur Krankentaggeldversicherung handelt, die neu zu 40 Prozent vom Mitarbeitenden getragen werden muss. Ausgeglichen wird dies aber durch eine angemessene Lohnerhöhung.

(kat/sda)