Schweizweiter Vergleich

09. Juli 2014 06:32; Akt: 09.07.2014 10:33 Print

Kreditkartenkosten: Über 1000 Franken Unterschied

von Yves Hollenstein - Kreditkarte ist nicht gleich Kreditkarte: Je nach Anbieter und Einsatzzweck gibt es markante Differenzen. Die Gebühren können ein Mehrfaches der Jahresgebühr betragen.

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Waren sie zu Anfangszeiten noch hauptsächlich Topverdienern vorenthalten, hat heute fast jeder eine Kreditkarte in seiner Brieftasche stecken. Die einen nutzen sie für geschäftliche Zwecke, die anderen zum Shoppen im Internet oder als Zahlungsmittel auf Auslandreisen.

Der Schweizer Konsument kann dabei aus einer Fülle von Kreditkarten auswählen. Doch egal für welche Art von Kreditkarte man sich entscheidet, fallen Kosten an. Neben der Jahresgrundgebühr sind dies vornehmlich versteckte Kosten wie Bargeldbezugsgebühren oder Upload-Gebühren für Prepaidkarten. Diese können je nach Nutzung ein Mehrfaches der Jahresgebühr betragen, wie ein Vergleich von Moneyland zeigt.

Der Online-Finanzvergleichsdienst hat die Leistungen und Kosten von 190 Kreditkarten-Angeboten untersucht. Resultat: Mit der günstigsten Kreditkarte können im Vergleich zur teuersten bis zu 1000 Franken pro Jahr gespart werden. Für die Analyse wurden die Kosten für die ersten zwei Jahre berechnet, da sich die Gebühren für das erste Jahr und die Folgejahre unterscheiden können. Gutschriften aus Bonusprogrammen wurden bei der Berechnung von den Kosten abgezogen.

Standard günstiger als Prepaid

Damit jeder für seinen Einsatzzweck die günstigste Karte findet, wurden für den Vergleich sechs verschiedene Nutzerprofile erstellt (siehe Box). Am meisten sparen die Vielnutzer, bei denen der Kostenunterschied für die ersten zwei Jahre mehr als 2000 Franken ausmacht. Gelegenheitsnutzer haben für die ersten zwei Jahre einen Sparvorteil von etwas mehr als 1700 Franken.

Bei der Wahl einer Standard-Kreditkarte fahren die Gelegenheitsnutzer mit der Migros-Cumulus-Mastercard am besten (Kosten für die ersten zwei Jahre: 41.90 Franken). Wollen sie dagegen eine Prepaid-Karte, bietet sich die PostFinance Mastercard Value an (105.60 Franken).

Möchten Vielnutzer hingegen sparen, führt für sie kein Weg an den Karten der PostFinance vorbei (Prepaid: 388.25; Standard 388.30 Franken). Für Wenignutzer ist eine Prepaidkarte ebenfalls teurer als die Standardvariante, die Migros-Cumulus-Mastercard (20.95 Franken).

Reine Inlandnutzer zahlen ebenfalls mit der Standardkarte der Migros (27 Franken) unter dem Strich am wenigsten. Für Auslandnutzer haben die Karten der PostFinance (468.25 Franken) das grösste Sparpotenzial, genauso wie für die Shopper (24.05 Franken).

Vorsicht Bargeldbezug

Für Auslandnutzer gilt es insbesondere, die Fremdwährungsgebühren zu beachten. Neben einem Bearbeitungszuschlag zwischen 0,9 und 2,5 Prozent verrechnen viele Kreditkarten-Anbieter noch Umrechnungsgebühren von teilweise mehr als 2 Prozent des bezahlten Betrages.

Bei Bargeldbezügen in Fremdwährungen kommen nochmals weitere Gebühren dazu, die bis zu 4 Prozent des bezogenen Bargelds kosten. «Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Auslandnutzer günstige Kreditkarten wählen und auf Bargeldbezüge wenn möglich verzichten», so Benjamin Manz, Geschäftsführer von Moneyland.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Staunender am 09.07.2014 08:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist das Leben wirklich so einfach?

    «Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten Auslandnutzer günstige Kreditkarten wählen und auf Bargeldbezüge wenn möglich verzichten». Na, auf diese bahnbrechende Erkenntnis haben wir doch alle gewartet :-)

  • Herr Nicht Post am 09.07.2014 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Postpostpost

    Wo bleiben die Gratisprodukte Coop Supercardplus der Swisscard? Hat die Post der 20min ein grösseres Sponsoring versprochen? Sehr Postlastig.

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  • olimimus am 09.07.2014 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    prepayd kreditkarten gibts nicht

    es gibt per definition keine prepayd kreditkarten! entweder ist es eine kreditkarte oder eine debitkarte. wenn zuerst geld aufs kartenkonto geladen wird, handelt es sich um eine debit-karte. eine solche pseudo-kreditkarte dürfte also neben den grundgebühren keine weiteren kosten verursachen, im gegentei sollte man eher zinsen für dieses debit-konto erhalten! ansonsten gibt man den banken ja ein zinsloses darlehen. diese 'prepayd kreditkarten' sind somit eine verarsche am kunden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco am 09.07.2014 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Postcard

    Habe nur die einfache Postcard behalten und alle anderen Karten abbestellt. Bargeld - wenn nötig - beziehe ich am Postomat oder in der Migros oder im Coop an der Kasse, wenn ich sowieso bezahle. Die Rechnungen bezahle ich online vom Bankkonto. Geld kann ich in Europa überall mit der Postcard abheben. Internetkäufe tätige ich nur via Bankzahlung online oder gegen Rechnung. Wer auf Kreditkarte besteht, macht mit mir keine Geschäfte. Auch gut: Geld gespart.

  • M.Schumacher am 09.07.2014 17:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Migro Kind

    Ich benütze die Migro Cumulus Karte schon seit gut 3-4 Jahren kostet NIX. Halt beim Shoppen immer daran denken die Rechnung IMMER komplett ende Monat zu bezahlen und bei Barbezüge hat man ja noch eine EC Karte :-) also da verstehe ich nicht wie 20 Minuten auf die Kosten der Migro Karte kommt?? Glaube nicht das jemand der rechnet mit der Kreditkarte Geld beziht oder damit auf Raten einkauft, Raten Käufe sind fast immer teurer als der normale Preis, hat aber nix mit der Karte selber zu tun, sondern mit dem nicht sofortigen bezahlen der Ware!

  • Michael Müller am 09.07.2014 15:06 Report Diesen Beitrag melden

    BonusCard

    Frage mich auch wo die Gratisprodukte bleiben. Ich benutze die BonusCard (VISA) und zahle keinen Rappen im Jahr. Kriege sogar Geld (punkte wie bei Cumulus usw.) Man muss einfach 300.- im Jahr mit der Karte umsetzen.

  • Toni/Cash am 09.07.2014 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Werbung

    Hand aufs Herz. Dies ist kein Artikel sondern einfach nur Werbung, Schleichwerbung um genau zu sein. Dieser Artikel gehört als Werbung deklariert.

  • Herr Nicht Post am 09.07.2014 09:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Postpostpost

    Wo bleiben die Gratisprodukte Coop Supercardplus der Swisscard? Hat die Post der 20min ein grösseres Sponsoring versprochen? Sehr Postlastig.

    • allahd am 09.07.2014 14:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Gratis ist eben auch nicht immer gratis

      Diese werden mit den Gebühren, dort sind Sie dann auch nicht gratis im Endeffekt teurer. Wobei die Postfinance nur aus einem einzugen Grund gut abschneidet, es gibt Rückvergütung über den Umsatz was eben ein grossteil dieser Gebühren wieder auffrisst.

    • Peter Müller am 09.07.2014 15:23 Report Diesen Beitrag melden

      Gebühren können umgangen werden

      Gebühren fallen aber nur an wenn man z.B. nicht bezahlt oder sich Rechnungskopien zusenden lässt usw.

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