SMI

21. Februar 2011 18:31; Akt: 21.02.2011 18:44 Print

Libyen-Krise lastet auf Börse

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag Verluste erlitten. Die Libyen-Krise hat die Anleger verunsichert. Zulegen konnten Gold und Silber.

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An einem an Nachrichten armen Handelstag - in den USA blieben die Aktienmärkte geschlossen - hätten am Montagnachmittag die Nachrichten aus Libyen auf die Stimmung geschlagen, sagten Marktbeobachter. Die Zuspitzung der politischen Lage in Libyen trieben auch die Ölpreise sowie die Notierungen für Gold und Silber kräftig in die Höhe.

Die Verunsicherung habe viele Investoren eher zu den defensiven Papieren greifen lassen, sagten Händler. Nach der insgesamt recht starken letzten Vorwoche sei nun eine längere Verschnaufpause durchaus denkbar, hiess es mit Blick auf die unsichere Situation in Nordafrika und im Nahen Osten.

Der wichtigste Schweizer Aktienindex SMI (Swiss Market Index) büsste am Montag 0,50 Prozent ein und schloss bei 6683,87 Punkten. Der breite SPI (Swiss Performance Index) ging um 0,61 Prozent auf 5987,17 Zähler zurück.

Insbesondere unter Druck gerieten am Montag die Aktienkurse der Finanzkonzerne. So gaben die Wertpapiere des Lebensversicherers Swiss Life 2,8 Prozent nach und jene des Versicherers Bâloise 2,1 Prozent. Der Aktienkurs des Rückversicherers Swiss Re sank 1,9 Prozent und derjenige der Zurich Financial Services 1,6 Prozent.

Auch die Bankaktien rutschten zum Handelsende hin deutlich ins Minus: Der Aktienkurs der Credit Suisse gab 1,5 Prozent, jener von UBS um 1,4 Prozent nach.

Grössere Verluste verzeichneten auch die Papiere von Nobel Biocare (-1,7 Prozent), nachdem in der Presse von möglichen Insidergeschäften rund um den Chefwechsel beim Dentalimplantate- Hersteller berichtet wurde. Die Aktien hatten letzte Woche nach Bekanntwerden des baldigen Abgangs von Konzernchef Domenico Scala deutlich zugelegt.

Fallende Preise für Agrarerzeugnisse hatten bereits am Freitagabend die Märkte in den USA belastet; nun griff die Schwäche auch auf den Aktienkurs des Saatgutherstellers Syngenta (-1,4 Prozent) über. Klar grösster Gewinner war der Spezialchemiehersteller Clariant (+1,0 Prozent). Allerdings hatten die Aktien des Muttenzer Konzerns letzte Woche nach der Ankündigung einer Grossakquisition stark an Wert eingebüsst.

(sda)