Polnische Billigarbeiter

10. Oktober 2011 13:10; Akt: 10.10.2011 13:10 Print

Lohndumping auf St. Galler Baustelle

In St. Gallen haben sechs Gipser aus Polen für einen Monatslohn von 3000 Franken gearbeitet. Pikant: Die Polen waren auf der Baustelle des Sicherheits- und Justizdepartements tätig.

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Ein Gipser solle im Monat laut Unia mindestens 4100 Franken verdienen. (Bild: Keystone)

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Auf einer Baustelle des Kantons St. Gallen haben sechs Gipser aus Polen für einen Monatslohn von 3000 Franken gearbeitet, wie das «St. Galler Tagblatt» am Montag berichtete. Die Unia meldete den Fall der paritätischen Berufskommission des Gipsergewerbes.

«Ein Riesenskandal», sagte Thomas Wepf, Sekretär der Sektion Ostschweiz-Graubünden der Gewerkschaft Unia. 3000 Franken im Monat für einen Gipser sei Lohndumping. In der Schweiz habe bereits ein Gipser als Hilfsarbeiter einen Nettolohn von rund 4100 Franken.

Die Gipser aus Polen arbeiteten auf der Baustelle für den Neubau des Verwaltungsgebäudes des Sicherheits- und Justizdepartements in St. Gallen. Mitglieder der Unia wurden auf sie aufmerksam, weil plötzlich Autos mit polnischen Kontrollschildern bei der Baustelle vorfuhren. Die Arbeiter meldeten den Vorfall dann der Gewerkschaft.

(sda)