Gucci & Co

02. Juni 2011 22:19; Akt: 03.06.2011 07:33 Print

Luxus-Labels entdecken das Kinder-Geschäft

Der Markt für Designer-Kindermode boomt. Immer mehr Luxus-Labels setzen auf die kleinsten Kunden.

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Sind Kinder bald mit Gucci-Taschen in der Schule anzutreffen? Foto: colourbox.com

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Eltern sparen an ihren Kindern zuletzt. Das zeigt sich auch im Markt für Kinder-Designer­kleider: Er wächst dreimal so schnell wie das vergleichbare Erwachsenen-Segment. Der Umsatz mit Luxus-Bekleidung für die Kleinsten wird 2015 einen weltweiten Umsatz von 8,6 Milliarden Dollar erreichen, wie das Marktforschungsunternehmen Euromonitor errechnet hat.

Diese Prognosen rufen neue Anbieter auf den Plan. Jüngste Beispiele von Luxus-Marken mit einer neuen Kids-Linie sind Gucci und Stella McCartney. «Die Modeindustrie hat die Kinder als lukrativen Markt entdeckt», sagt Markenexperte Thomas Ramseier von der Agentur Brandpulse. Besonders guten Absatz fänden Mini-Mäntel, Mini-Sonnenbrillen & Co. in urbanen Gegenden wie Zürich und Genf. «Dort sind die Einkommen am höchsten und der Hunger nach Statussymbolen am grössten», so Ramseier.

Eine stark erhöhte Nach­frage nach exklusiven Marken-Kleidern für Kinder verzeichnet auch Jelmoli. Das Zürcher Warenhaus verfügt laut eigenen Angaben über das grösste Marken-Sortiment für Kinder und Babys in der Schweiz. «Und wir haben in den vergangenen Jahren nochmals stark ausgebaut», sagt Modechef Christian Malzach. Konkrete Umsatzzahlen gibt Jelmoli keine bekannt. Doch einträglich dürfte das Geschäft allemal sein: «Besonders beim Einkauf für Familienanlässe spielt der Preis bei Kindermode eine zweitrangige Rolle», so Malzach.

(Valeska Beck)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cupidus pecuniae maximae am 03.06.2011 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Schweinerei

    Und weil Kleider Leute, aber keine Menschen machen, beginnt die Konditionierung zum Konsummenschen nun auf allen Ebenen. Ein Kind ohne Smart-phone, Gucci-Sonnenbrille, Markenkleider und wohl auch Make-up muss gemobbt und zum Kaufrausch gezwungen werden. Jawohl, so lässt es sich leben. so macht das Leben sinn. Wenn nur ein paar wenige noch reicher werden, als sie ohnehin schon waren. Verkaufen wir die Seelen nun auch noch unserer Kinder. Jipi. Und morgen verteilen wir den Entsinnten Alkohol und Tabak Trösterlis und wundern uns über ihre Amokläufe. Gesundheit!

  • K. La Motte am 03.06.2011 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Label = Einheitsbrei

    Die sind "Bireweich". Zahlen Mega-Preise für normale Qualität und dienen noch als Werbeträger. Tragen Sonnenbrillen, wo das Logo grösser ist als die Gläser, welche gem. Test nur mittelm. sind. Solche beneide ich nicht, sonder bedaure sie. Die wirklich guten Marken machen auf understatement. Meine massgeschn. Anzüge/Hemden haben keine Logos; ein Insider erkennt sie aber (Schnitt, Stoff- und Arbeitsqualität)und sind günstiger und besser als manch Super-Mega-Label, das bald in jeder Bahnhofshalle verschachert wird. Zudem trage ich nicht Sachen, die jeder Löli trägt. Uniformen auch nicht.

  • Hans Tobler am 03.06.2011 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Passt doch zu uns

    Wird hier in der Schweiz sicher boomen. Hier gibst massenweise Möchtegerns.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andrea Mordasini, Bern am 07.06.2011 12:00 Report Diesen Beitrag melden

    Aufbüglermotive statt Neukauf :-)!

    Mein ultimativer Ruckzuckflicktipp: peppige, witzige und coole Aufbügler. Die Motive sind nicht nur rasch aufgebügelt, ein Riss oder Loch originell überdeckt und weggezaubert, die Aufbügler peppen jedes noch so alte Kleidungsstück auf und verleihen ihm in Kürze das gewisse Etwas. Da erübrigt sich oftmals ein Neukauf ;-). Je nachdem wo die nicht mehr auswaschbaren Flecken, die Risse oder die Löcher sind, lassen sich aus Hosen in Windeseile Bermudas oder Shorts zaubern dazu braucht es weder ein Schneiderdiplom noch grosses Nähtalent oder die allerteuerste Nähmaschine ;-).

  • Andrea Mordasini, Bern am 07.06.2011 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ansonsten gibts das Brocki/die Börse ;-)

    Was sind schon Löcher in Jeans, solange die Kids heil bleiben? Ich kaufe meinen lieber 4 paar günstige (nicht billige, das ist ein grosser Unterschied!) Hosen als bloss ein einziges zu einem horrenden Preis. Die Kleider müssen ja (noch) nicht jahrelang halten. Wenn sie eine Saison, eventuell noch eine zweite halten, und nachgetragen werden können, haben sie ihren Zweck erfüllt. Muss es doch Mal etwas Spezielles sein, dann werde ich im Brocki und/oder in der Kleiderbörse fündig. Dort habe ich schon einige Male sehr gute, fast neuwertige, Ware zu einem Schnäppchenpreis ergattern können.

  • Andrea Mordasini, Bern am 07.06.2011 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Kinderkleider müssen bequem sein!

    Sehe den Sinn nicht Kinder in teure Markenklamotten zu stecken.Was haben die Kinder davon?Nichts, ausser dass sie sich in ihren Kleidern kaum austoben dürfen und nur stillsitzen müssen, aus Angst, die Kleider könnten zu Schaden kommen.Wenn sich Eltern mit Kindern in Luxuslabels profilieren wollen, dann haben diese Eltern ein Geltungsproblem.Kinderkleider sollen in erster Linie bequem sein, die Kinder sich darin wohl fühlen und rumtoben dürfen. Mir käme es nicht in den Sinn, ihnen überteuerte Markenkleidern zu kaufen, schliesslich gibts für wenig Geld qualitativ gute, schöne, coole Noname-Ware.

  • K. La Motte am 03.06.2011 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Label = Einheitsbrei

    Die sind "Bireweich". Zahlen Mega-Preise für normale Qualität und dienen noch als Werbeträger. Tragen Sonnenbrillen, wo das Logo grösser ist als die Gläser, welche gem. Test nur mittelm. sind. Solche beneide ich nicht, sonder bedaure sie. Die wirklich guten Marken machen auf understatement. Meine massgeschn. Anzüge/Hemden haben keine Logos; ein Insider erkennt sie aber (Schnitt, Stoff- und Arbeitsqualität)und sind günstiger und besser als manch Super-Mega-Label, das bald in jeder Bahnhofshalle verschachert wird. Zudem trage ich nicht Sachen, die jeder Löli trägt. Uniformen auch nicht.

  • zarah k am 03.06.2011 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Traurig...

    ...aber wahr. Das war schon vor 10 Jahren so, damals warens Marken wie Chiemsee und Fire'n'Ice/Bogner. Heute ist es eine Stufe weiter. Wann wird unsere Gesellschaft endlich die Augen auf machen und lernen, dass der Name auf dem Kram nur Schall und Rauch ist? Auch ich werde mich wehren versuchen und mein Kind nicht mit diesem Sch...wachsinn ausstatten. Wo kommen wir denn hin, wenn unsere Kinder nicht mehr spielen dürfen, weil ihre x-tausend Franken teure Roben schmutzig werden könnten? Vermutlich könnte man dann Tempo 30 abschaffen, wer liesse da noch sein Kind unbewacht auf die Strasse? ;)