GM/Opel

10. September 2009 19:07; Akt: 10.09.2009 19:09 Print

Magna-Deal schockt Belgien

Die mögliche Schliessung des Opelwerks in Antwerpen verunsichert Regierungen und Gewerkschaften in Belgien. Sie wollten so bald wie möglich mit der Magna-Gruppe sprechen.

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Das hiess es am Donnerstag in Brüssel. Zuvor hatte der Chefunterhändler von General Motors, John Smith, in Berlin zum geplanten Verkauf des europäischen Autobauers an die Magna-Gruppe erklärt, dass alle vier deutschen Opelwerke weiter betrieben, das Werk in Antwerpen aber geschlossen werden solle.

Die Regionalregierung von Flandern erklärte, sie sei weiter bereit, 300 Millionen Euro in die Erneuerung der Fabrik zu investieren, für weitere 200 Millionen Euro könne die Fabrik gekauft und wieder zurückvermietet werden. Diese Zusagen seien weiter gültig, aber natürlich nur, wenn es eine Zukunft für Antwerpen gebe, erklärte der flämische Ministerpräsident Kris Peeters. Auch Gewerkschaftsvertreter äusserten die Hoffnung, dass in Verhandlungen noch etwas erreicht werden könne.

Bei Opel Antwerpen arbeiten derzeit rund 2200 Menschen. 1400 Arbeitsplätze wurden bei der Umsetzung eines Umstrukturierungsplans von 2007 schon gestrichen. Die Produktion des kleinen Astra-Modells sollte dort im nächsten Jahr gestoppt werden. Stattdessen sollten dort Opel- und Chevrolet-Geländewagen produziert werden.

(ap)