Folgen der Finanzkrise

09. Dezember 2008 12:54; Akt: 09.12.2008 13:06 Print

Massenentlassungen weltweit: Die Übersicht

Aus der Finanzmarktkrise ist eine weltweite Konjunkturkrise geworden und immer mehr Unternehmen streichen im grossen Stil Stellen.

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Allein in den USA kletterte die Zahl der Arbeitslosen im November um 533.000 auf den höchsten Stand seit 15 Jahren. Hier eine Übersicht über Unternehmen aus aller Welt, die in den vergangenen Wochen einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt haben:

10. November, USA: Die Deutsche Post baut in den USA fast 15.000 Stellen ab. Das Express-Geschäft der Sparte DHL innerhalb der USA soll Anfang 2009 fast vollständig eingestellt werden.

14. November, USA: Der IT-Konzern Sun Microsystems will im Laufe des nächsten Jahres zwischen 5.000 und 6.000 Stellen streichen - das sind bis zu 18 Prozent der weltweiten Belegschaft. Dadurch sollen jährlich 700 Millionen bis 800 Millionen Dollar eingespart werden.

17. November, USA: Die tief in der Sog der Finanzkrise geratene US-Grossbank Citigroup streicht weitere 53.000 Arbeitsplätze. Inklusive des bereits angekündigten Abbaus von 22.000 Jobs und des Verkaufs von Unternehmensteilen verringert sich die Zahl der Jobs bei der Bank damit um 20 Prozent. Ende 2007 beschäftigte die Bank weltweit noch 375.000 Menschen.

30. November, Deutschland: Der deutsche Mobilfunkanbieter Freenet baut 1.000 Stellen ab. Das Unternehmen beschäftigte Ende September rund 7.700 Mitarbeiter.

1. Dezember, Deutschland: Die schwer angeschlagene bayerische Landesbank streicht 5.600 ihrer insgesamt 19.200 Stellen. Allein am Hauptsitz in München und in den Niederlassungen der Kernbank sollen mindestens 1.000 Jobs gestrichen werden.

2. Dezember, USA: Die US-Grossbank JPMorgan Chase reduziert die Zahl der Stellen bei der von ihr übernommenen Sparkasse Washington Mutual um 9.200. Washington Mutual hatte zum Zeitpunkt der Übernahme knapp 42.000 Mitarbeiter.

4. Dezember, USA: Der US-Telekommunikationskonzern AT&T streicht wegen der Wirtschaftskrise 12.000 Jobs. Das entspricht 4 Prozent der AT&T-Arbeitsplätze. Der Arbeitsplatzabbau soll schon im Dezember beginnen und im Laufe des Jahres 2009 beendet werden.

4. Dezember, Schweiz: Nach erneut hohen Verlusten tritt die Credit Suisse massiv auf die Kostenbremse. Die zweitgrösste Schweizer Bank will 5.300 Stellen oder 11 Prozent ihres weltweiten Personals einsparen.

4. Dezember, USA und Deutschland: Der amerikanische Chemiekonzern DuPont baut in Deutschland rund 500 seiner 4.000 Arbeitsplätze ab. Weltweit ist die Streichung von 2.500 Stellen geplant.

8. Dezember, USA: Der US-Chemiekonzern Dow Chemical streicht wegen der Konjunkturkrise weltweit 5.000 Jobs bei seiner Stammbelegschaft und schliesst 20 Produktionsstätten. Darüber hinaus will Dow Chemical 180 Produktionsstätten zeitweise stilllegen und 6.000 Zeitarbeiter nicht weiter beschäftigen.

9. Dezember, Japan: Sony baut weltweit 8.000 Arbeitsplätze ab. Der Stellenabbau soll in der Elektroniksparte des Konzerns erfolgen, in der rund 160.000 Beschäftigte arbeiten.

(ap)