Pharmaindustrie

15. Mai 2012 14:12; Akt: 15.05.2012 14:18 Print

Merck hat deutlich weniger verdient

Der Pharma- und Chemiekonzern Merck, der wegen der Schliessung des Merck-Serono-Hauptsitzes in Genf in die Schlagzeilen geriet, hat im ersten Quartal einen Gewinneinbruch verzeichnet.

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Das Serono-Werk in Genf wird geschlossen. (Bild: Keystone)

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Der Überschuss von Merck, der Mutter von Serono, schrumpfte im Vergleich zu 2011 um beinahe die Hälfte auf 176,6 Mio. Euro. Konzernchef Karl-Ludwig Kley äusserte sich dennoch mit den Quartalsergebnissen zufrieden, da das Unternehmen vor einem Jahr durch den Verkauf einer Konzernsparte einen Gewinnsprung erzielt hatte. Operativ ist der Gewinn ohne Sondereinflüsse vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 8,4 Prozent auf 674,9 Mio. Euro zurückgegangen.

Der Umsatz stieg derweil um 3,2 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro, was unter anderem auf Merck Serono zurückzuführen ist, deren Verkaufserlöse um 5 Prozent zulegten.

Die Sondereffekte herausgerechnet, ist die Profitabilität der Pharmasparte leicht gesunken, wie Merck am Dienstag mitteilte. Begründet wurde der Rückgang unter anderem mit Kosten in Zusammenhang mit dem Aufbau einer Biotechproduktionsanlage und der Frankenstärke.

Sparmassnahmen kosten die Romandie 1300 Stellen

An einer Analysten- und Medienkonferenz im Vorfeld des Investorentags äusserte sich Merck-Finanzchef Matthias Zachert nicht eingehend zum Sparprogramm, das der deutsche Pharma- und Chemiekonzern im Februar angekündigt hat.

Bestandteil ist die Schliessung des Merck-Serono-Hauptsitzes in Genf, welche die Streichung respektive Verlagerung von 1250 Arbeitsplätzen zur Folge hat. Ein Stellenabbau wird es zudem auch im Kanton Waadt geben, wo eine von drei Medikamentenfabriken gestrichen wird.

An der Frankfurter Börse haben die Merck-Aktien nach Bekanntgabe der Quartalsresultate 3,2 Prozent an Wert eingebüsst.

(sda)

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