Übernahme

18. Juni 2011 18:27; Akt: 18.06.2011 18:48 Print

Microsoft darf Skype schlucken

Grünes Licht von der US-Kartellbehörde FTC: Microsoft darf Internet-Telefondienst Skype kaufen. 8,5 Milliarden Dollar legt Microsoft auf den Tisch.

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Damit ist die teuerste Übernahme in der Unternehmensgeschichte von Microsoft unter Dach und Fach - und wird den IT-Konzern im Bereich Voice over IP (VoIP) und Videotelefonie zum mächtigsten Player machen.

Skype zählt über 660 Millionen registrierte User. Ihnen will Microsoft in Zukunft auch seine anderen Produkte verkaufen und sie mit bereits installierter Microsoft-Diensten verzahnen. So ist eine Integration in das Gamer-Netzwerk XBox Life sowie in die E-Mail-Lösung Outlook fest eingeplant.

Microsoft will die Software auch auf anderen Plattformen als Windows weiterhin anbieten: «Wir werden weiter in Skype auf Client-Plattformen investieren, die nicht von Microsoft stammen», sagte Firmenchef Steve Ballmer an einer Pressekonferenz im Mai. Skype gibt es ausser für Windows auch für den Mac und Linux. Für die beiden wichtigsten Mobilplattformen, iOS und Android, gibt es Apps.

Microsoft zahlt laut US-Wirtschaftsmedien 8,5 Milliarden für das VoIP-Unternehmen. So viel hat der IT-Gigant noch nie für eine Übernahme gezahlt. Mit dem Kauf kann Microsoft zu Konkurrenten auf diesem Markt - das sind Google und Apple - nicht nur aufholen, sondern sie überholen. Neben Microsoft waren auch Facebook und Google an Skype interessiert, zogen aber im Bieterwettstreit den Kürzeren.

(ast)