Bilanz-Medienkonferenz

27. März 2018 10:58; Akt: 27.03.2018 15:50 Print

Migros-Gewinn geht um 24 Prozent zurück

Schwieriger Start für den neuen Migros-Chef: Fabrice Zumbrunnen teilt mit, wie sich der Gewinn 2017 entwickelt hat.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Migros-Gruppe hat auch 2017 einen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Trotz Umsatzsteigerung reduzierte sich der Gewinn der Migros letztes Jahr um 24,2 Prozent auf 503 Millionen Franken. Der neue Präsident des Migros-Genossenschafts-Bundes Fabrice Zumbrunnen sieht die Migros dennoch als kerngesund. Gleichzeitig kündigt er eine Preis- und Online-Offensive an.

«Das Ergebnis ist unter Druck. Damit können wir uns nicht zufriedengeben», so Zumbrunnen. Der Einkaufstourismus und der Onlinehandel stellten die Migros vor grosse Herausforderungen. «Der Gewinn muss 2018 steigen. Wir haben die richtigen Massnahmen getroffen.» Auf die Frage von 20 Minuten nach einem Stellenabbau sagt Zumbrunnen: «Das Thema heisst nicht Stellenabbau. Wir befinden uns in einer Transformationsphase. Es wäre eine Illusion zu glauben, dass es keine Veränderungen geben wird.»

Gemäss Zumbrunnen steht die Migros-Gruppe zwar auf einer soliden Basis. Damit dies auch in Zukunft so bleibe, müsse sich die Gruppe jedoch «in verschiedener Hinsicht dynamisch bewegen», lässt er sich in der Mitteilung der Migros zum Jahresergebnis zitieren.

Fokus auf den Onlinehandel

So solle die Gruppe noch konsequenter als bisher das Angebot auf die Bedürfnisse der Kundschaft ausrichten. Im Fokus stehen dabei laut Zumbrunnen der Ausbau des Onlinehandels und die Preise. «Unsere Kundinnen und Kunden sollen auf allen Kanälen vom besten Preis-Leistungs-Verhältnis profitieren.»

Damit will die Migros weitere Kunden gewinnen und die Gewinnerosion stoppen, die seit 2015 anhält. 2017 reduzierte sich das Plus der Gruppe gegenüber dem Vorjahr um fast ein Viertel auf 503 Millionen Franken. 2014 hat die Migros noch einen Gewinn von 826 Millionen Franken erzielt.

Lob findet Zumbrunnen für den Onlinehändler Digitec Galaxus. Dieser habe seine Rolle als führender Onlinehändler ausbauen können. Der Umsatz stieg um 18,5 Prozent auf 834 Millionen. Neu biete man über eine Million Produkte an. Einen Rückgang gab es allerdings beim Migros-Online-Lebensmittelladen Le Shop. Hier ging der Umsatz um 0,5 Prozent auf 181 Millionen Franken zurück.

Der Gruppenumsatz hat sich im vergangenen Geschäftsjahr wie bereits Mitte Januar mitgeteilt um 1,2 Prozent auf 28,1 Milliarden Franken erhöht. Damit ist der seit 2016 bestehende Rückstand auf die Konkurrentin Coop weiter angewachsen. Die Coop-Gruppe steigerte 2017 die Verkäufe um 3,1 Prozent auf 29,1 Milliarden Franken. Im Detailhandelsgeschäft bleibt die Migros jedoch mit einem Umsatz von 23,5 Milliarden Franken klare Marktführerin in der Schweiz.

(bla / sas / sda)

sentifi.com

20min_ch_app Sentifi Börseneinblicke aus den sozialen Medien

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vic Vinzens am 27.03.2018 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn

    Sind dann 500 Mio. Gewinn nicht genug!

    einklappen einklappen
  • Stiller Beobachter am 27.03.2018 11:04 Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn ist Gewinn - Punkt!

    Genau dieses Denken macht die Wirtschaft kaputt! Gewinn ist noch immer Gewinn! Egal ob es sich dabei um 1000 Franken oder 1000000 Franken handelt!

    einklappen einklappen
  • Thomas Aldi am 27.03.2018 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jeder kriegt was er verdient

    Als neuer Chef hat er bereits in kurzer Zeit soviel Verunsicherung verbreitet wie keiner zuvor. Das Misstrauen gegenüber seinen Mitarbeitern zahlt sich halt in einer gelähmten Organisation zurück. Schade um das was über Jahrzehnte aufgebaut wurde.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jb2 am 28.03.2018 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinnfrei

    Dem Artikel ist zu entnehmen, dass das AWA einen Vertrag mit der Migros eingegangen ist. Gemäss Vertrag war die Migros berechtigt, Subunternehmer einzubinden. Der hier beschriebene Vorfall hat also nur mit der Migros und dem Subunternehmer zu tun und nicht mit dem AWA. Was genau vertraglich vereinbart wurde und welche dieser Bedingungen nicht durch den Subunternehmer der Migros eingehalten wurde ist dem Artikel nicht zu entnehmen. Ein objektives Urteil lässt sich also gar nicht bilden als Leser des Artikels. Die Umfrage ist daher recht sinnfrei.

  • Ernesto Tobler am 28.03.2018 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Strafe!

    Die Bio-Schweizer und das No-Billag nein hat mich überzeugt, nun kaufe ich zu 100% in Deutschland ein, Strafe und Sparen muss sein!

  • Reini am 28.03.2018 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mitarbeiter tun mir leid!

    Es wäre mal ein Zeichen von Ethik, würde ein Manager in die Kamera sagen: Wir haben Gewinn gemacht , das ist gut so. PUNKT ! Dieses ewige Wettrüsten ist doch nur langweilig. Was würde Dutti wohl dazu sagen? Das Tv-Interview jedenfalls weckt kein Vertrauen , vielen Dank auch!!

  • PercyWalt am 28.03.2018 12:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieviel Geld hat

    die Migros in ihren Läden im Ausland draufgelegt?

  • rolf b am 28.03.2018 11:09 Report Diesen Beitrag melden

    so ists

    Grenzgänger ausgeschlossen,man will ja diese EU-Lnder nicht verärgern