Cumulus-Daten

14. März 2019 07:44; Akt: 14.03.2019 15:47 Print

Migros testet das personalisierte Einkaufen

Migros möchte die Cumulus-Daten verstärkt zu Geld machen. In Bern testet der Detailhändler den Onlineshop My Migros.

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Migros lanciert den Onlineshop My Migros. Die Plattform soll dem Kunden das personalisierte Einkaufen ermöglichen. Auf der Basis des Einkaufverhaltens schlägt der Shop dem Kunden Produkte vor, die dieser regelmässig oder zu einem gewissen Zeitpunkt kauft, wie «Der Bund» mit Verweis auf das Fachportal Etailment.de schreibt.

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Grundlage für die Plattform ist die individuelle Einkaufsroutine der Kunden gemessen an den Cumulus-Daten. Insofern ist der neue Shop auch ein weiterer Versuch der Migros, die Cumulus-Daten zu monetarisieren.

Wie lange hält das Toilettenpapier?

My Migros ist ein neues Pilotprojekt der Migros Aare im Bereich Onlineshopping und derzeit nur für rund 200 ausgewählte Kunden im Raum Bern verfügbar. Auf der Plattform werden den Kunden aber nicht nur jene Produkte prominent angezeigt, die sie häufig einkaufen. Der Algorithmus schätze auch ab, wann die Produkte benötigt würden, und sortiere diese daraufhin im Onlineshop, sagt Andrea Bauer, Sprecherin der Migros Aare.

Ein Beispiel: Wenn jemand Toilettenpapier einkauft, prognostiziert das System, wie lange die gekaufte Packungsgrösse in etwa reicht. Nach Ablauf dieser Frist zeigt es Toilettenpapier im Onlineshop automatisch wieder weiter oben an. Produkte, die der Kunde kaum je kauft, müssen wie im gewöhnlichen Onlineshop über eine Suchfunktion gefunden werden.

Kundenbindung und neue Kunden anlocken

Ziel des Projekts, das seit August läuft, bisher aber nicht öffentlich kommuniziert wurde, ist, für den Kunden das Einkaufen zu vereinfachen. Die Migros wirbt mit einem «blitzschnellen» Einkauf, der in nur 10 Minuten erledigt sei. Das soll neue Kunden in den Onlinesupermarkt locken und bestehende Kunden binden.

Getestet wird derzeit vor allem die Kundenakzeptanz, wie Bauer sagt. Details zu den gemachten Erfahrungen will die Migros in den nächsten Wochen bekannt geben. Diese sollen letztlich nicht nur der in den Kantonen Bern, Aargau und Solothurn agierenden Migros Aare zugutekommen, sondern der ganzen Migros-Gruppe.

Übernommen von «Der Bund», bearbeitet durch 20 Minuten

(dob)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Klarissa am 14.03.2019 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wann?

    Bis jetzt wusste ich immer selbst, wann es wieder an der Zeit war Toilettenpapier zu kaufen. Wird wohl auch in Zukunft klappen.

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  • A. Müller am 14.03.2019 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne mich

    Zwar weiss ich, dass jetzt schon alle Daten von mir ausgewertet werden. Wenn sie aber dann dies wirklich auf mich verwenden, dann steige ich aus. Ich muss niemanden haben, der mich erinnert, was ich nun kaufen soll. Zurzeit ist es anonym und sie können so die Einkäufe aller Kunden besser machen. Aber wenn sie mich anfangen zu nerven, dann kündige ich solche Karten und gehe lieber zu Lidl, Aldi oder Denner.

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  • Kunde am 14.03.2019 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eine Frage

    gibt es wirklich Leute, die immer nur beim selben Detailhändler einkaufen? Nur dann macht so ein System doch überhaupt Sinn

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Quer am 17.03.2019 12:16 Report Diesen Beitrag melden

    Auf digitalem Holzweg?

    Führen digitale Erinnerungen meiner Einkäufe, z.B. Push via Screen, nicht zu häufigeren Shop-Besuchen oder Bestellungen. Mehr Frequenz gleich mehr Traffic, mehr Staus und so fort. Nachhaltig ist das nicht.

    • Gourmet am 17.03.2019 14:40 Report Diesen Beitrag melden

      Bits & Bytes allein...

      Nur Roboter fressen Bits und Bytes, wir wollen immer noch Geniessen und selber bestimmen was, welche Kalorien wir wo und wann mit erfrischender Abwechslung geniessen wollen!

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  • Heidi am 17.03.2019 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Migräos,nei danke

    Migros? Ich gehe nach DE einkaufen.ä

    • Liberal am 17.03.2019 11:06 Report Diesen Beitrag melden

      Tiefere Freibeträge

      Es droht Protektionismus. SVP postuliert nur noch Fr. 50.- pro Nase. FDP Fr. 100.-. Vorstösse laufen im Parlament

    • Pendler am 17.03.2019 11:22 Report Diesen Beitrag melden

      @Liberal, halb so schlimm...

      Käme immer noch günstiger. Und Aldi, Lidl sind je schon hier. Liberales Einkaufsverhalten!

    • Aufschrei am 17.03.2019 11:30 Report Diesen Beitrag melden

      @ Pendler, dachte FDP setze auf grün...

      Das würde zu noch mehr Frequenz und Grenzverkehr führen. Denken die nur bis zum eigenen Portemonnaie?

    • ..der weiterdenkt am 17.03.2019 12:05 Report Diesen Beitrag melden

      Moment mal

      Als Ehepaar bezahlen wir bald 2 x 50.- mehr Minimalfranchise, das müssen wir beim Einkaufen kompensieren.

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  • heno am 17.03.2019 10:14 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht jammern

    Jede/r ist selber Schuld und für seine Daten, die er/ sie an Dritte weitergibt oder ins Internet stellt, und auch dafür verantwortlich. In der Migros shoppen ist zum Glück ich der CH immer noch freiwillig.

  • M.Frei am 17.03.2019 08:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Big Brother is watching you

    Und die Daten werden den Krankenkassen weiter verkauft! Danach können die Prämien erhöht werden, weil die Kassen unsere Ernährung kontrollierten.

    • Tim Landmann am 21.03.2019 07:48 Report Diesen Beitrag melden

      FAKE NEWS

      Stimmt so leider nicht. Die Cumulus Daten werden nicht an dritte weiterverkauft. Ich weiss das weil ich da arbeite.

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  • John am 16.03.2019 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    Tschüss

    Kaufe nichts mehr in der Migros. Fahre in 10 Min. nach D. Edeka machts möglich, Preise gut, Ware gut. und nicht dauernd Gammel Rückrufe.