Hamsterkäufe

28. Februar 2020 07:51; Akt: 28.02.2020 16:44 Print

Migros und Coop kämpfen online mit Lieferengpässen

von Dominic Benz - Egal ob Ravioli, Tampons oder Spinat – Konsumenten räumen derzeit die Gestelle in Supermärkten leer. Auch in den Onlineshops sind viele Artikel nicht mehr verfügbar.

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Schweizer tätigen Hamsterkäufe, um sich auf die Ausbreitung des Coronavirus vorzubereiten (Bild: Gestelle im Coop im Seewenmarkt, Kanton Schwyz). Auch bei den Onlineshops schlagen die Konsumenten mehr als sonst zu. So etwa im Leshop von Migros. Viele Produkte sind derzeit nicht mehr verfügbar. Warnmeldungen auf Leshop weisen auf Lieferengpässe und ausgebuchte Lieferdaten hin. «Zuoberst auf dem Einkaufszettel stehen Konserven, Eier, Käse und Babynahrung», sagt die Migros auf Anfrage. Bei Leshop sind derzeit unter anderem folgende Artikel nicht verfügbar: Salz ... ...Tiefkühlrosenkohl... ...Erbsen... ...bestimmte Pampers... ...Bohnen... ...auch Bohnen aus dem Tiefkühler... ...Tiefkühlbroccoli... ...Rahmspinat... ...diverse Büchsenravioli... ...auch von der Migros-Eigenmarke, ... ... aber vor allem von Hero ... ... Zwieback ... ... Reiswaffeln ... ... Knäckebrot ... ... Sardellen ... ... Bohnen aus der Büchse ... ... Thon ... ... Gewisse Reissorten ... ... Babymilchpulver ... ... Desinfektionsmittel ... ... Öl ... ... oder Tampons. Auch beim Coop-Onlineshop Coop-at-home sind viele Waren ausgegangen. Auch Coop hat einen Warnhinweis aufgeschaltet. Dennoch betont Coop auf Anfrage, dass generelle Engpässe aktuell kein Thema seien. «Vereinzelt nimmt die Nachfrage nach bestimmten Produkten zwar zu, wie beispielsweise Desinfektionsmitteln oder länger haltbaren Lebensmitteln», so eine Sprecherin. Man habe aber Massnahmen getroffen, um die Warenverfügbarkeit sicherzustellen. Bei Coop-at-home fehlen etwa Frischback-Brote ... ... wie Pagnolbrot ... ... Dosenravioli ... ... Desinfektionsmittel ... ... bestimmter Reis.

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Die Ausbreitung des Coronavirus in der Schweiz verängstigt die Bevölkerung. Bei Migros und Coop kommt es zu Hamsterkäufen. In den entsprechenden Onlineshops sind daher etliche Produkte derzeit nicht mehr verfügbar. Warnmeldungen auf den Websites weisen auf Lieferengpässe und ausgebuchte Liefertermine hin.

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Die Migros ist in ihrem Onlineshop Leshop vor allem bei Büchsenravioli, Tiefkühlgemüse wie Spinat und Desinfektionsmittel ausgeschossen. Auch einzelne Reiswaffeln, Zwieback-Marken, Reissorten und Tampons gibts nicht mehr zu kaufen. Bei Coop sieht es ähnlich aus. Viele Ravioli aus der Dose sind auf Coop-at-home ausverkauft. Auch viele Frischback-Brote sind weg (siehe Bildstrecke oben).

Warnhinweise in Webshops

Auf den Webshops haben die Detailhändler Warnhinweise angebracht. So schreibt die Migros: «Aufgrund eines unerwarteten Anstiegs der Bestellungen sind bestimmte Produkte und Lieferzeiten vorübergehend nicht verfügbar.» In einem weiteren Hinweis steht: «Aufgrund vieler Bestellungen stehen nicht mehr alle Lieferdaten zur Verfügung.» Auch Coop teilt in einem Hinweis auf Coop-at-home mit: «Aufgrund von Lieferengpässen sind zurzeit überdurchschnittlich viele Produkte nicht verfügbar.»

Welche Produkte allgemein nicht mehr lieferbar sind – also auch in den Gestellen der Supermärkte fehlen – wollen die Grossisten nicht sagen. «Wir äussern uns nicht im Detail», sagt etwa Coop-Sprecherin Andrea Bergmann zu 20 Minuten. Sie betont aber, dass generelle Engpässe zurzeit kein Thema seien.

Längere Arbeitsschichten

«Vereinzelt nimmt die Nachfrage nach bestimmten Produkten zwar zu, wie beispielsweise bei Desinfektionsmitteln oder länger haltbaren Lebensmitteln», erklärt Bergmann. Man habe aber Massnahmen getroffen, um die Warenverfügbarkeit sicherzustellen. «Coop hat einen Versorgungsauftrag, den nehmen wir so wahr.» Als Konsumgenossenschaft habe Coop statutengemäss den Auftrag, die Versorgung ihrer rund 2,5 Millionen Kunden mit Gütern sicherzustellen.

Ein 20-Minuten-Leser berichtet zudem, dass wegen Hamsterkäufen in einigen Coop-Filialen der Ausnahmezustand herrscht. «In Verteilzentren von Coop wurden jetzt die Schichten verlängert, da den Filialen gewisse Produkte ausgehen», sagt er. Teilzeitkräfte müssten sich ausserdem für Einsätze am Wochenende melden. Coop wollte dies nicht kommentieren.

«Lage verlangt Sondereffort»

Die Migros hingegen bestätigt: «Die aktuelle Lage verlangt von vielen Mitarbeitenden der Migros-Gruppe einen Sondereffort ab. In unseren Verteilzentren werden die personellen Kapazitäten erhöht, um dem erhöhten Warenfluss Rechnung zu tragen», sagt Sprecher Marcel Schlatter auf Anfrage.

Die Migros verzeichne seit Anfang Woche «eine augenfällig erhöhte Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs – sowohl bei Leshop als auch in den Supermärkten». Der Zuwachs sei schweizweit feststellbar, so Schlatter. «Zuoberst auf dem Einkaufszettel stehen Konserven, Eier, Käse und Babynahrung.» Von einem Engpass könne aber noch keine Rede sein.

Definierter Notvorrat

Die Migros hat laut Schatter ein Basissortiment definiert. Dieses priorisiere man fortan bei den eigenen Produktionsbetrieben sowie in der Logistik . «Damit wollen wir eine Grundversorgung sicherstellen», erklärt der Sprecher. Es handle sich dabei um Güter des täglichen Bedarfs, die in etwa jenen des vom Bund definierten Notvorrats entsprechen (siehe Box). «Die Massnahme ist mit dem Bundesamt für die wirtschaftliche Landesversorgung abgesprochen.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roger Kunz am 28.02.2020 16:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo 20min

    Danke an die Medien für die Panik-Macherei!

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  • Nexstar33 am 28.02.2020 16:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hamster

    Ich hoffe im Nachhinein wird alles auch gegessen was gekauft wird und nicht weggeworfen....

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  • biene Maja am 28.02.2020 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kopfschütteln

    Nur kann der nicht panische, bis Abends arbeitende Bürger keinen Wochenendeinkauf mehr machen, weil die Regale leer sind. So ist es mir gestern gegangen. Leute bleibt normal!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hausfrau am 29.02.2020 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Coop u. Migros

    Wo ist das Problem ? Bei Denner gubt es noch jede Menge Zucker, Mehl usw. Also ist Coop und Migros kein Massstab.

  • Ursula Zimmermann am 29.02.2020 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mäuse gehen auch

    Wir hatten zwei Mäuse letzte Woche sind sie im Alter von 3 Jahren gestorben was soll ich jetzt machen, das war mein Notvorrat

  • Johnny Cash am 29.02.2020 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Cash

    "...etwas Bargeld... auf Vorrat gekauft werden." Frage an den brillanten Verfasser: Welche Währung denn?

  • Jens am 29.02.2020 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Masken

    für noch gesunde Bürger, aber jeder Arzt trägt eine.

  • Fritz Schneider am 29.02.2020 15:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lieferengpässe

    Da lachen sich Coop und Migros wider richtig ins Fäustchen. Wie dumm sind doch die Schweizer