Billag

09. März 2010 12:19; Akt: 09.03.2010 12:50 Print

Milde für Schwarzseher

Unternehmen, die keine TV- und Radio-Empfangsgebühren entrichteten, obwohl sie Fernsehen und Radio nutzen, müssen nicht mit scharfer Verfolgung durch die Billag rechnen.

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Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat die Billag angewiesen, sich auf die Information und die Erfassung der gebührenpflichtigen Unternehmen zu konzentrieren, und nicht Gebühren aus früheren Jahren einzutreiben. Die Inkassostelle soll die Firmen aber dazu bewegen, in Zukunft zu zahlen.

Rein rechtlich dürfte die Billag nämlich nicht-bezahlte Gebühren aus den fünf Jahren vor Feststellung der unbezahlten Radio- und TV-Nutzung einfordern. Die Verjährungsfrist für die Empfangsgebühren beträgt fünf Jahre.

Firmen schlecht informiert

Gegenwärtig ist der Anteil der gemeldeten Betriebe im Verhältnis zu den effektiv vorhandenen Empfangsgeräten zu gering. Während 90 Prozent der Privathaushalte die Gebühren entrichten, sind es bei den Firmen nur 20 bis 30 Prozent. Unter anderem liegt dies nach Ansicht des Bundesrats daran, dass die Firmen schlecht über die Gebührenpflicht informiert sind.

Der Bundesrat möchte die Radio- und Fernsehgebühren künftig geräteunabhängig erheben. Bezahlen müsste demnach auch, wer kein Empfangsgerät besitzt. Der Gewerbeverband fordert im Gegensatz dazu, dass die Firmen in Zukunft keine Gebühren mehr entrichten müssen.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Timo am 10.03.2010 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Zauberwort Entschlüsselungskarte!

    Damit wäre das Problem von "Schwarzsehern" erledigt, man würde faire Raten bezahlen und vorallem könnte man damit Einschaltquoten besser und korrekter kalkulieren und solche Sendungen, die niemand interessieren endlich aus dem Programm streichen. SF finanziert sich nebenbei auch noch über Werbung, zusätzlich zu dem Geld, dass sie schon hinterher geworfen bekommen. Eigentlich frech, wenn man bedenkt, dass wir um Werbung zu sehen auch noch zahlen müssen...

  • Christian am 09.03.2010 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    Erheben wer auch kein Empfangsgerät...

    ...besitzt. Also mit anderen Worten: Selbst schuld, wenn Du Dir kein Radio oder TV leistest, zahlen darfst du trotzdem. Das riecht doch mehr nach einer legalisierten Steuererhöhung, denn nach einer fairen BILLAG-Regelung. Und künftig dürfen auch ALLE Männer Alimente an eine allgemeine Aliemntekasse abdrücken, denn das Erzeugungsgerät ist bei jedem mann ja vorhanden (auch wenn es noch nicht genutzt wird) Das wird wohl kaum von den Bürgern deduldet werden!

    einklappen einklappen
  • Jürg Hunziker am 09.03.2010 16:10 Report Diesen Beitrag melden

    Verschlüsseln!

    Ist das denn so schwierig zu verstehen, dass die Sender ihre Programme verschlüsslen können. Dann konsumiert und zahlt nur der, der eine Entschlüsselungskarte hat, die man wie beim Handy einfach beim Fernseher/Radio in den entsprechenden "Schlitz"/ Einschub steckt. Einfach, billig und vor allem gerecht! Wer steht wem auf der Leitung?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Katharina Schwarz am 09.12.2010 11:15 Report Diesen Beitrag melden

    Unternehmen bevorzugt

    scharf und rigoros gegen private Schwarzseher vorgehen, geht es aber um die Unternehmen werden plötzlich Prioritäten gefordert...... schlechte Information?eine etwas unbeholfene Erklärung des Bundesrats

  • CB am 10.03.2010 16:37 Report Diesen Beitrag melden

    SRG abschaffen

    VOX, Kabel 1 und Co. - die sind Top drauf! Die SRG ist dagegen todlangweilig. Gähnnn...

  • Timo am 10.03.2010 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Zauberwort Entschlüsselungskarte!

    Damit wäre das Problem von "Schwarzsehern" erledigt, man würde faire Raten bezahlen und vorallem könnte man damit Einschaltquoten besser und korrekter kalkulieren und solche Sendungen, die niemand interessieren endlich aus dem Programm streichen. SF finanziert sich nebenbei auch noch über Werbung, zusätzlich zu dem Geld, dass sie schon hinterher geworfen bekommen. Eigentlich frech, wenn man bedenkt, dass wir um Werbung zu sehen auch noch zahlen müssen...

  • bruno gantert am 10.03.2010 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    in welcher zeit leben die?

    die zukunft des tv liegt doch ganz klar im streaming tv, da schaue ich als schweizer doch schon längst in der karibik sftv, nur dumm dass wie bei mp3 die abzokker langsam merken dass die zeiten viel schneller ticken als ihre geldmaschinerie billag

  • Lilo am 09.03.2010 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Schönen Gruß

    ...von einer GEZ geplagten Deutschen. Haben wir ja doch was gemeinsam...