Mobilfunk

22. Mai 2013 11:52; Akt: 22.05.2013 15:31 Print

Mit Aldi-Abo telefoniert es sich am günstigsten

Erbitterter Preiskampf um Kunden: Im Vergleich zum Vorjahr sind die günstigsten Tarife um über 10 Prozent gesunken. Beim neusten Telecom-Index die Nase vorn haben bei Durchschnittsnutzern Aldi und Primacall.

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Bietet neben dem Detailhandel auch bei der Mobiltelefonie Kampfpreise: der Hardiscounter Aldi. (Bild: Keystone)

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Die Preise für Mobilfunkdienstleistungen sind stark unter Druck geraten. Nachdem die harte Konkurrenzsituation 2012 zu Preissenkungen von teilweise bis zu 30 Prozent geführt hat, haben die Anbieter ihre Tarife im Vorjahresvergleich erneut um rund 10 Prozent nach unten angepasst. Doch wer hat aktuell den günstigsten Tarif im Land? Der Vergleichsdienst Comparis hat nachgerechnet und am Mittwoch den neusten Telecom-Index veröffentlicht.

Umfrage
Wie oft haben sie in den letzten zwei Jahren den Mobilfunkanbieter gewechselt?
81 %
11 %
8 %
Insgesamt 924 Teilnehmer

Laut der alle sechs Monate veröffentlichten Erhebung geht die Auszeichnung des günstigsten Mobilfunkanbieters an keinen der grossen Betreiber, sondern an den Harddiscounter Aldi. Sein Angebot schneidet in sechs von zwölf Auswertungen am besten ab. Comparis berechnet die Kosten jeweils für drei typische Nutzerprofile mit und ohne Internet

Vielnutzer: Sunrise günstiger als Swisscom und Orange

Bei den Prepaid-Angeboten steht Aldi bei allen Nutzerprofilen unangefochten an der Spitze. Bei den Abos teilen sich die Anbieter Coop und Primacall dem Spitzenrang. «Wer Geld sparen will, setzt am besten auf ein günstiges Prepaid-Angebot oder auf kleinere Anbieter», sagt Ralf Beyeler, Telecom-Experte bei Comparis. Primacall wurde Ende 2009 gegründet und hat bisher vor allem wegen aggressiver Werbung für seine Festnetz Pre-Selection-Angebote von sich reden gemacht.

Wenig Einfluss auf diese Berechnungen haben die von Sunrise kürzlich angekündigten «Now»-Angebote. Nur für Wenignutzer sei der neue Preisplan «Now Start» von Sunrise preislich attraktiv, heisst es bei Comparis. Durchschnitts- und Vielnutzer fahren mit dem seit letztem Herbst angebotenen Paket «Sunrise24» günstiger. Zudem hält Comparis fest, dass Sunrise – ob mit neuem oder altem Angebot – deutlich billiger ist als die Hauptkonkurrentinnen Swisscom und Orange.

Nicht überall ist das Telefon subventioniert

Vielnutzer zahlen mit «Sunrise 24» pro Monat lediglich 49 Franken, während sie beim günstigsten Abo von Orange («Me Unlimitiert») 95 Franken bezahlen müssen. In der Mitte liegt Swisscom mit dem Preisplan «Infinity S». Er kostet 75 Franken, für die Daten besteht allerdings eine reduzierte Downloadgeschwindigkeit.

Der Spitzenplatz von Sunrise hat allerdings einen Haken. Zwar sind die Preise deutlich tiefer als bei Swisscom und Orange. Dafür erhält der Nutzer von «Sunrise 24» beim Abschluss kein vergünstigtes Handy. Bei Swisscom und Orange ist das Gerät inbegriffen. Zudem können bestehende Sunrise-Kunden nicht zu «Sunrise 24» wechseln.

Ab wann lohnt sich eine Flatrate?

Auffällig ist, dass unter den günstigsten Preisen für Durchschnitts- und für Vielnutzer mehrheitlich Flatrate-Angebote vertreten sind, beispielsweise die Preispläne «Sunrise 24» oder «Infinity S» von Swisscom. Doch ab wann genau lohnen sich die Pauschalangebote, bei denen nicht mehr für die einzelnen Dienstleistungen bezahlt wird? Wer mobiles Internet im Umfang von 500 MB Daten im Monat nutzt, kann sich an folgenden Werten orientieren:

Swisscom: Bis 54 Anrufe und 100 SMS im Monat ist das Abo «Liberty Medio» von Swisscom günstiger als die Flatrate «Infinity S».

Sunrise:Insgesamt 67 Minuten im Monat kann man telefonieren, so dass sich das Abo «Now Start» (mit Zusatzpaket von 250 MB) gegenüber der Pauschale «Sunrise 24» auszahlt. SMS sind in beiden Varianten unlimitiert enthalten.

Orange: Mehr als 242 Minuten muss man mit dem Paket «Me 240» von Orange telefonieren, bis sich ein Wechsel zu «Me Unlimitiert» finanziell empfiehlt. Wer über 124 SMS schreibt, fährt mit dem Paket «Unlimitierte SMS» günstiger. Für die Daten gibt es keine Flatrates. Die in Beispiel angenommenen 500 MB sind im Paket mit 1 GB mehr als abgedeckt.

Flatrate-Angebote lohnen sich nicht für alle

Laut dem Comparis-Telecom-Index hat Orange die teuerste Flatrate der drei grossen Mobilfunkanbieter. Das lässt unterschiedliche Strategien erkennen: Bei Orange können die Kunden Pakete wählen, die den Kosten ihrer persönlichen Nutzung am nächsten kommen. Wer viel telefoniert, wählt ein entsprechendes Telefonie-Paket; wer dagegen Wert auf Internet legt, erhält grosse Datenpakete. Orange-Kunden werden also nicht dazu gezwungen, für Dienste zu zahlen, die sie gar nicht benötigen.

Bei Swisscom und Sunrise rechnen sich Flatrates bereits, wenn man nicht übermässig viel telefoniert. Wer dagegen das Smartphone nur wenig nutzt, sollte sich nicht von den Werbebotschaften blenden lassen: «Die verlockenden All-Inclusive-Angebote lohnen sich bei weitem nicht für alle Smartphone-Besitzer», sagt Ralf Beyeler.

Die günstigsten Angebote

Falls Sie die Grafik auf Ihrem mobilen Gerät nicht sehen können, klicken Sie hier.

Profile:
Wenignutzer: telefoniert 60 Min., 30 SMS pro Monat
Durchschnittsnutzer: telefoniert 120Min., 60 SMS pro Monat
Vielnutzer: telefoniert 480 Min., 150 SMS pro Monat.

Quelle: Comparis.ch

(sas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Aliba am 22.05.2013 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    ich bin doch nicht blöde

    Mit dem Abogebühr von Swisscom, Sunrise oder Orange für einen Monat bezahle ich für Aldi mobile für ein ganzes Jahr.

    einklappen einklappen
  • Dani am 22.05.2013 23:21 Report Diesen Beitrag melden

    Abo-Gegner

    Die meisten haben das falsche Abo, bzw. bräuchten die meisten gar KEIN Abo. Damit werden meistens nur die Geräte abbezahlt, denn das Gerät wird einem nicht geschenkt. Auch kann man die Tarife nicht mehr 1:1 vergleichen, man muss genau analysieren was für Gespräche man hat. Beispiel: Swisscom prepaid: Je nach Länge der Gespräche kann man für 10 Franken z.B. über 16 Stunden lang telefonieren, oder auch nur ca. 15 Minuten (gleicher Anbieter, gleiche Zielnummer!) Auch gibts bei manchen Prepaid Angeboten bessere Datenvolumen als bei Abos. Wer zu faul ist zum schauen was er braucht ist selber schuld

  • Pascal Iseli am 22.05.2013 22:03 Report Diesen Beitrag melden

    von Swisscom zu Aldi

    Ich bin im Februar dieses Jahres von Swisscom auf Aldi umgestiegen. Im Nachhinein wahr dieser Entscheid in meinen Augen der richtige. Ich telefoniere und surfe nun deutlich günstiger und musste dafür keine Abstriche hinnehmen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Treuer Kunde am 23.05.2013 11:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Änderungsvorschlag

    Bei der Umfrage fehlt: "Nie"

  • Putsch am 23.05.2013 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Warum muss

    man überall surfen können? Ich habe Pre Paid.

  • Dani am 22.05.2013 23:21 Report Diesen Beitrag melden

    Abo-Gegner

    Die meisten haben das falsche Abo, bzw. bräuchten die meisten gar KEIN Abo. Damit werden meistens nur die Geräte abbezahlt, denn das Gerät wird einem nicht geschenkt. Auch kann man die Tarife nicht mehr 1:1 vergleichen, man muss genau analysieren was für Gespräche man hat. Beispiel: Swisscom prepaid: Je nach Länge der Gespräche kann man für 10 Franken z.B. über 16 Stunden lang telefonieren, oder auch nur ca. 15 Minuten (gleicher Anbieter, gleiche Zielnummer!) Auch gibts bei manchen Prepaid Angeboten bessere Datenvolumen als bei Abos. Wer zu faul ist zum schauen was er braucht ist selber schuld

  • Pascal Iseli am 22.05.2013 22:03 Report Diesen Beitrag melden

    von Swisscom zu Aldi

    Ich bin im Februar dieses Jahres von Swisscom auf Aldi umgestiegen. Im Nachhinein wahr dieser Entscheid in meinen Augen der richtige. Ich telefoniere und surfe nun deutlich günstiger und musste dafür keine Abstriche hinnehmen.

  • Aliba am 22.05.2013 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    ich bin doch nicht blöde

    Mit dem Abogebühr von Swisscom, Sunrise oder Orange für einen Monat bezahle ich für Aldi mobile für ein ganzes Jahr.

    • People help the people am 22.05.2013 22:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Und

      fülle weiter die Taschen von Milliardären, welche Leute wie Tiere behandeln. Nicht gelernt aus Bangladesch? Oder gerade das CHF 4.99 T Shirt von Aldi übergezogen?

    • Aliba am 23.05.2013 08:43 Report Diesen Beitrag melden

      gut gemeint aber

      wessen Taschen füllen Sie wohl bei Swisscom? Die eines armen Mitbürgers? Sie füllen hier genauso die Taschen von reichen Aktionären. Aldi T Shirts habe ich keine. Wenigstens haben die deswegen einen Job in Bangladesch, im Vergleich mit der Swisscom, die uns seit Jahrzenten abzocken.

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