Spartrick

22. Juni 2011 23:19; Akt: 18.07.2011 15:17 Print

Mit Euro statt mit Franken bezahlen

Länger parkieren, günstiger essen und trinken: Der schwache Euro machts möglich. Die Preise bei Parkuhren oder in kleineren Beizen sind nicht immer dem aktuellen Wechselkurs angepasst.

storybild

Die Brezel ist günstiger, wenn man mit Euro zahlt. (Bild: Nicolas y. Aebi)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der historisch tiefe Eurokurs von aktuell einem Euro für 1.20 Franken hat auch seine guten Seiten – dank ihm können schlaue Füchse sparen. Wer in der Stadt Zürich etwa die Parkuhr mit Euro füttert, kann je nach Parkzeit profitieren: «Bei einer Stunde Parkzeit spart man etwa 20 Rappen», sagt Heiko Ciceri, Sprecher der Dienstabteilung Verkehr (genaue Beispiele siehe Box). Bei den öffentlichen Parkuhren in der Stadt St. Gallen ist der Wechselkurs derzeit sogar noch auf 1,40 eingestellt: «In den nächsten Wochen sollen die Automaten aber auf den Kurs 1,20 angepasst werden», sagt der Sprecher der Stapo St. Gallen, Benjamin Lütolf.

Auch Hungrige kommen teilweise besser davon, wenn sie mit Euro bezahlen: Beim Brezelstand vor dem Globus an der Zürcher Bahnhofstrasse kostet eine Brezel 3.50 Franken, aber nur 2.50 Euro – wer mit Euros zahlt, spart also 50 Rappen. Die Angleichung verpasst haben auch einige Bars oder Cafés: «Unser Kurs liegt eigentlich, seit man mit Euros bezahlen kann, bei 1,50», sagt die Geschäftsführerin einer Bar im Zürcher Niederdorf. Dasselbe heisst es in einem Café an ähnlicher Lage.

Die grösseren Geschäfte haben ihre Preise aber alle dem aktuellen Wechselkurs angepasst: «Das wird täglich gemacht, da wir sehr viele Kunden haben, die mit Euros bezahlen», sagt etwa Coop-Sprecherin Denise Stadler.

(daw/tob/sut)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Berner Bär am 23.06.2011 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Absolute Unart!

    Eine komplette Unart mancher Touristen, auch im Ausland nur mit der eigenen Währung bezahlen zu wollen. Dies gab es schon zu Zeiten, in denen man noch nicht vom Euro sprach. Als "Toleranz-Gebiet" kann von mir aus eine 10km-Zone der Landesgrenze entlang gelten. Weiter im Landesinnern muss das Bezahlen mit Fremdwährungen verboten sein. Eine Verkäuferin in Wien, Paris, Berlin oder Rom schickte einen Schweizer, der mit Schweizer Franken bezahlen wollte, auf die nächste Bank, um zu wechseln.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Berner Bär am 23.06.2011 08:18 Report Diesen Beitrag melden

    Absolute Unart!

    Eine komplette Unart mancher Touristen, auch im Ausland nur mit der eigenen Währung bezahlen zu wollen. Dies gab es schon zu Zeiten, in denen man noch nicht vom Euro sprach. Als "Toleranz-Gebiet" kann von mir aus eine 10km-Zone der Landesgrenze entlang gelten. Weiter im Landesinnern muss das Bezahlen mit Fremdwährungen verboten sein. Eine Verkäuferin in Wien, Paris, Berlin oder Rom schickte einen Schweizer, der mit Schweizer Franken bezahlen wollte, auf die nächste Bank, um zu wechseln.

    • Fnord am 26.06.2011 13:24 Report Diesen Beitrag melden

      Regeln, verordnen, verbieten...

      Einfach mal auf die Landkarte schauen: Die Schweiz ist das kleine unbeugsame helvetische Dorf mit eigener Währung, umgeben vom riesigen Euro-Raum. Viele Geschäfte akzeptieren deshalb gerne freiwillig Euro. Aber niemand ist dazu gezwungen. Wer will, der macht das auf eigenes Risiko, wer nicht, der lässt es halt bleiben. Helvetische Minderwertigkeitskomplexe sind keinen Grund, sofort wieder Regeln und Verboten zu fordern (und für Komplexe gibt es derzeit wahrlich keinen Grund). Übrigens: ein beträchtlicher Teil der Euro-Zahler bei mir sind Schweizer.

    einklappen einklappen