Mein Geld

05. Mai 2009 21:03; Akt: 05.05.2009 19:05 Print

Mit dem Sackgeld kommt die erste Budgetverwaltung

von Dajan Roman - Für Kinder ist es wichtig, früh den Umgang mit Geld zu erlernen. Das Sackgeld sollte aber nicht zur Bestrafung oder zur Belohnung eingesetzt werden.

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«Um Kindern die Realitäten des Alltags und den Umgang mit Wünschen beizubringen, sollten Eltern ihren Kindern ein bestimmtes Sackgeld geben», sagt Andrée Wintermark von Pro Juventute. Dabei sei es wichtig, dass Kinder früh erfahren, wie man Geld ausgibt und dabei auch ­Unabhängigkeit und Selbstständigkeit lernen. Zu früh allerdings nicht: Pro Juven­tute empfiehlt, das erste Sackgeld mit dem Schuleintritt zu verbinden.

«Es muss aber unmissverständlich abgemacht werden, für welche Ausgaben die Eltern und für welche die Kinder mit ihrem Sackgeld verantwortlich sind», ergänzt Wintermark. So spiele es eine grosse Rolle, ob das Taschengeld nur für das Vergnügen ausgegeben werden darf, oder ob damit auch an­dere Dinge wie Kleider, Nahrung oder das Handy bezahlt werden müs­sen. Wintermark: «Es gibt aber keinen Anspruch auf Taschengeld. Deswegen legen die Eltern den Betrag im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten fest.»

Natürlich müsse die Summe periodisch überprüft und angepasst werden, schliesslich werde das Kind älter und damit änderten sich auch die Bedürfnisse. Gar nichts hält Andrée Wintermark von ­einem Bonus-Malus-System: «Die Auszahlung des Taschengeldes sollte regel­mässig erfolgen und garantiert sein.» Ein Abzug bei schlechten Noten sei ebenso wenig tauglich wie ein Zustupf bei guten Zensuren. «Taschengeld sollte nie als Bestrafung oder Belohnung gebraucht werden.»