GM-Misere

04. Juli 2014 05:23; Akt: 04.07.2014 05:23 Print

Mitarbeiter warnte bereits 2005 vor Problem

Vor kurzem musste der US-Autohersteller General Motors ein weiteres Mal Fahrzeuge in die Werkstatt zurückbeordern. Das Zündschloss-Problem war jedoch bereits seit 2005 bekannt.

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General Motors leitete den jüngsten Rückruf von 3,4 Millionen Autos erst nach dem Auftauchen einer neun Jahre alten Email eines Mitarbeiters ein, in der vor Mängeln gewarnt wird. Das geht aus von der nationalen Strassen- und Fahrzeugsicherheitsbehörde NHTSA veröffentlichten Dokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur AP am Donnerstag vorlagen. Demnach testete ein Angestellter ein für das Baujahr 2006 vorgesehenes Wagenmodell vom Typ Chevrolet Impala und stiess dabei auf Motorendefekte, die er 2005 in einer Email meldete.

Ein Techniker machte ein fehlerhaftes Zündschloss für das Problem verantwortlich. Doch nach Erhalt der Mail reagierte das Unternehmen nicht, wie GM einräumte. Erst als das Schreiben beim Durchstöbern der Akten im April auftauchte, wurden die betroffenen Wagen im Juni in die Werkstätten zurückgerufen.

Das jüngste Eingeständnis gilt als weiterer Beleg dafür, dass der Autobauer seit Jahren von den Sicherheitsproblemen gewusst haben muss. In einer beispiellosen Serie hat GM allein im laufenden Jahr 17,1 Millionen Fahrzeuge wegen defekter Zündschlösser und anderer Probleme zurückgerufen. Die Mängel werden mit mehr als 13 Todesfällen in Verbindung gebracht, US-Abgeordneten zufolge liegt die Zahl jedoch bei fast 100.

(sda)