Food-Delivery

25. November 2019 12:48; Akt: 25.11.2019 12:48 Print

Das hat sich seit dem Start von Uber Eats verändert

Uber Eats ist in der Schweiz auf Expansionskurs – Angebot und Reichweite wachsen stetig. Die meisten Kunden bestellen trotzdem direkt beim Restaurant.

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Ob Sushi Shop, Subway oder McDonald's – seit vier Monaten können Konsumenten ihr Essen in der Deutschschweiz bei Uber Eats bestellen. Der Lieferservice wurde im Juli in Zürich lanciert, Mitte Oktober kam Basel dazu. Doch wie gut kommt der Service bei den Schweizern an?

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Über die Zahl der Kunden gibt das Unternehmen auf Anfrage von 20 Minuten keine Auskunft. Es heisst lediglich, Uber Eats habe die Zahl der Partnerrestaurants seit dem Start in Zürich von 50 auf 150 verdreifachen können.

Auch das Liefergebiet weitete die Firma bereits von der Zürcher Innenstadt an den Stadtrand aus – und der Service ist abends jeweils eine Stunde länger verfügbar als bei der Lancierung. Ob eine Ausweitung des Diensts auf den Rest der Schweiz geplant ist, verrät das Unternehmen nicht.

Gelassene Konkurrenz

Die Konkurrenz von Uber Eats zeigt sich derweil gelassen angesichts des neuen Herausforderers. So sagt etwa Dominic Millioud, CEO von Eat.ch, zu 20 Minunten: «EAT.ch pflegt auch in Einzugsgebieten von Städten sowie in ländlichen Gegenden ein dichtes Netz an Restaurant-Partnern. Wir spüren daher keine Auswirkungen.»

Millioud sieht sogar einen Vorteil darin, dass seine Plattform einen neuen Konkurrenten hat: Der Markteintritt von Uber Eats belebe das Geschäft, weil die Marke die Wahrnehmung für Online-Essensbestellungen stärke. Die Mehrheit der Essenlieferungen werde derzeit nicht online sondern noch per Telefon bestellt.

Kuriere gesucht

Derzeit wirbt Uber zudem aktiv um Kuriere. Wer sich bereits registriert hat, wird angeregt, weitere Kollegen zu rekrutieren. Dafür winken Belohnungen: Wer einen neuen Velo-Kurier anwirbt, bekommt 100 Franken. Bei mehreren erfolgreichen Empfehlungen gibts weitere Prämien – bis zu 2500 Franken für 20 zusätzliche Kuriere.

Ob das Unternehmen Schwierigkeiten hat, neue Kuriere zu finden, will Uber Eats nicht sagen. Das Interesse sei grundsätzlich vorhanden und man wolle auf die Möglichkeit, bei der Firma als Kurier tätig zu sein, aufmerksam machen.

Nischengeschäft

Doch das Delivery-Geschäft bedient derzeit lediglich eine Nische, wie Christine Schäfer, Trend-Forscherin am Gottlieb-Duttweiler Institut (GDI), zu 20 Minuten sagt: «Die Zahl der Personen, die regelmässig Essen fixfertig bestellen ist noch relativ klein im Vergleich zu denjenigen, die es etwa bevorzugen, selber zu kochen.»


20 Minuten hat Passanten gefragt, warum sie Essen bestellen. (Video: 20M)

Der Umsatz mit Online-Essensbestellungen in der Schweiz wird 2019 laut Statista rund 180 Millionen Franken betragen. Zum Vergleich: Schweizer geben laut Statista pro Jahr über 30 Milliarden Franken für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke aus.

Der Grossteil des Delivery-Umsatzes stammt von Direktbestellungen beim Restaurant – lediglich 21 Prozent werden über Plattformen wie Eat.ch oder Uber Eats generiert. Gemäss dem Statistik-Portal nutzen in der Schweiz rund 400'000 Personen Delivery-Plattformen.

Kunden ist egal, welche Plattform

Den Kunden dürfte es grundsätzlich keine grosse Rolle spielen, ob sie das Essen jetzt bei Uber Eats, Eat.ch oder beim Restaurant selbst bestellen, sagt Schäfer: «Die wichtigsten Faktoren sind für Konsumenten, dass das Essen schnell da ist und die Qualität sowie der Preis stimmen.»

Essenslieferungen dürften weiter an Beliebtheit gewinnen, ist Schäfer überzeugt. Auch Prognosen von Statista deuten daraufhin: Der Umsatz im Schweizer Delivery-Geschäft dürfte bis 2023 auf 266 Millionen Franken ansteigen. Das ist ein Plus von fast 50 Prozent gegenüber 2019.

(rkn)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gardy Futter am 25.11.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ach so

    Die Stadt Zürich und die Stadt Basel sind jetzt die "Deutschschweiz", interessant. Ansonsten einfach nur Werbung.

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  • Bürger am 25.11.2019 13:19 Report Diesen Beitrag melden

    Meine Meinung

    Klar doch - immer mehr Lieferdienste. Die kommen ja alle CO2-neutral zu mir nach Hause. So kann ich natürlich schön Grün und gegen Autos in der Stadt abstimmen.

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  • Reto am 25.11.2019 13:54 Report Diesen Beitrag melden

    Lieferdienste

    Ich werde keine Lieferdienste berücksichtigen, egal, wie sie auch immer heissen. Entweder esse ich im Restaurant oder bereite das Essen bei mir zu Hause selbst zu. Ich mag des Essen frisch gekocht im Restaurant. Es gibt viel weniger Abfälle, das Essen ist warm und die Pizzas sind knusprig frisch.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Joe Pereda am 26.11.2019 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    Beängstigende Entwicklung

    Diese ganzen (Essens-) Lieferdienste zeigen doch nur die Faulheit der Menschen auf. Nicht mehr selber kochen, nicht mehr etwas holen gehen, nicht mehr irgendwo essen gehen. Nur noch sich beliefern lassen.

  • Roland Meier am 25.11.2019 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    uber cheats

    wir hatten in Lyon Uber Eats bestellt. der Kurier rief uns nach 45minuten an, die Lieferung kann nicht geliefert werden da auf dem weg zu uns beschaedigt. Naiv wie wir waren haben wir gedacht das die Bestellung schon storniert und zurueckerstatet wird. Wir haben dann bei einem anderen Restaurant auch ueber Uber eats bestellt. Alles wurde tadellos geliefert .Wir haben eine Beschwerde bei Uber eats eingereicht mit der bitte Rueckerstattung der ersten nicht gelieferten Bestellung (49).Und unseren Fall erklaert.Knappe Antwort unser fall wurde geprueft aber kein anrecht auf Rueckerstattung.Wir haben dann zurueckgeschrieben wie genau der verlauf war und der rezeptionist am hotel bestaetigen koenne das nichts geliefert wurde.Knappe Antwort von Uber Eats:es tut uns leid ihr fall wurde geschlossen wir werden nicht mehr weiter auf Ihre Mails antworten. Fazit wir wurden um 49geprellt wuerd mich wunder nehmen wer aehnliche Erfahrungen gemacht hat.Vielleicht mal einen Artikel darueber verfassen?Meine daten habt ihr.

    • Peter M am 26.11.2019 06:59 Report Diesen Beitrag melden

      Zurückbuchen

      Ganz einfach bei KK-Institut zurückbuchen lassen. Alles kein Problem. Warum erst mit Uber streiten?

    • Roland Meier am 26.11.2019 10:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Peter M

      gestaltet sich leider nicht so einfach,da die beweislage bei uns liegt und die unternehmen behaupten das essen wurde geliefert. Danke jedoch fuer den Hinweis

    • Ephraim Lercher am 26.11.2019 15:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roland Meier

      Wer Uber unterstützt hat Uber verdient...

    • Roland Meier am 26.11.2019 15:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Schindelhauer

      wie heisst es so schoen,durch Schaden wird man klug. Auf jedenfall danke fuer Ihren hilfreichen Kommentar.

    • jimmy am 26.11.2019 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roland Meier

      ich habe in australien bei uber eats das 1. mal bestellt. da ich nicht wusste dass mein uber eats mit meinem uber connected ist und ich keine KK eingegeben habe dachte ich ich muss cash bezahlen. 40$ dem kurier gegeben und somit doppelt bezahlt. eine email und 1 stunde später hat man mir das zuviel bezahlte geld zurücküberwiesen. ging ratz fatz ohne probleme

    • Roland Meier am 26.11.2019 18:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @jimmy

      glueckwunsch.Leider ist in dem beschriebenen Fall die Sachlage anders.Der Kurier behauptet das essen geliefert zu haben obwohl er uns anrief und uns sagte das er nicht liefern kann da die Bestellung beschaedigt finds einfach frech von Uber eats das Sie den Fall nicht naeher pruefen. Werden auch Uber drive von nun an in den Staaten etc nicht mwhr beruecksichtigen. Naja man lernt nie aus.

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  • Roger am 25.11.2019 14:54 Report Diesen Beitrag melden

    Nur kein UBER

    Nur kein UBER. Alles andere ist schon bereits besser!

  • Miss B am 25.11.2019 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    Bestelle 1x die Woche. Finde ich super! So muss ich nicht immer mit dem Auto hin und tue sogar was für die Umwelt.

    • 50+ am 25.11.2019 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miss B

      stimmt, der Kurier strampelt ja zu dir, die Welt ist gerettet

    • Miss B am 25.11.2019 14:45 Report Diesen Beitrag melden

      Eben

      Ja wo ist das Problem?

    • Mina am 25.11.2019 18:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miss B

      Ich muss auch nicht mit dem Auto hin, ich koche selbst. Sogar einkaufen mit den ÖV oder zu Fuss.

    • leser79 am 25.11.2019 21:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Miss B

      Die Verpakung und die Webserver von Uber hast du halt einfach so vergessen?

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  • YousefAli am 25.11.2019 14:10 Report Diesen Beitrag melden

    .....

    In der Deutschschweiz ? Ich lebe in der Deutschschweiz aber bei mir ist Uber Eats nicht verfügbar. Hab gerade das App heruntergeladen. Nada. Im Iran ist es moderner und man bekommt alles per Lieferdienst innerhalb 30 Minutes und günstig ohne Mindestbestellwert.

    • 50+ am 25.11.2019 14:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @YousefAli

      hier wird halt daheim noch öfter selbst gekocht, deshalb ist die Nachfrage nach UberEats nicht wie im Iran

    • Peter M am 26.11.2019 07:01 Report Diesen Beitrag melden

      Kein Problem

      Wenn es dir im Iran so gut gefällt, geh doch dahin wohnen. Alles kein Problem. Aber aus irgendeinem Grund hast du dich ja für die Schweiz entschieden. Hier läuft es eben anders als im Iran.

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