Erstes Treffen

24. Juli 2014 10:18; Akt: 24.07.2014 10:20 Print

Mt.-Gox-Gläubiger sollen Bitcoins zurückerhalten

Die geprellten Anleger der insolventen Bitcoin-Börse Mt. Gox bekommen voraussichtlich einen Teil ihres Geldes zurück. Dies sagte der Insolvenzverwalter des Unternehmens.

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Rund 100 Gläubiger waren am Mittwoch zu einem Treffen am Hauptsitz der im Februar zusammengebrochenen Bitcoin-Börse Mt. Gox erschienen. Es war die erste Gelegenheit für die geprellten Anleger, mit den Verantwortlichen zu sprechen. Diese konnten die Investoren aber nur teilweise beruhigen.

Wie der offizielle Verwalter des Restvermögens von Mt. Gox, Nobuaki Kobayashi, mitteilte, erwäge er, die noch vorhandenen Bitcoins auszuzahlen. Dies jedoch ohne sie in herkömmliche Währungen umzutauschen, wie das «Wall Street Journal» schreibt. Damit bekämen die Anleger wenigstens einen Teil ihrer verlorenen Gelder zurück. Kobayashi betonte aber, dass dies rechtlich sehr schwierig umzusetzen sei.

Während des zweistündigen Treffens, bei dem auch Mt.-Gox-Gründer Mark Karpelès anwesend war, sagte Kobayashi weiter, dass die Suche nach den verschollenen Bitcoins weiter laufe. Die meisten Teilnehmer des Treffens zeigten sich aber enttäuscht: Ihren Angaben zufolge lieferte die Sitzung keine wesentlich neuen Erkenntnisse.

Proteste vor dem Hauptsitz

Im Februar dieses Jahres musste die einst weltgrösste Bitcoin-Börse Mt. Gox Insolvenzschutz beantragen. Rund 127'000 Gläubiger sind davon betroffen. Angeblich hat Mt. Gox 850'000 Bitcoins im Wert von damals einer halben Milliarde US-Dollar durch einen Hackerangriff verloren. Nur etwa ein Viertel davon tauchte kurze Zeit später wieder auf. Als Folge demonstrierten frustrierte Gläubiger wochenlang vor dem Tokioter Hauptsitz.

(hoy)