Einigung

27. April 2019 02:24; Akt: 27.04.2019 02:26 Print

Musk darf nur noch unter Auflagen twittern

Die US-Börsenaufsicht und der Tesla-Chef haben sich geeinigt. Jetzt muss noch eine Richterin dem Deal zustimmen.

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Tesla-Chef Elon Musk und die US-Börsenaufsicht SEC haben eine Einigung im Rechtsstreit über die Social-Media-Aktivitäten des Tech-Milliardärs erzielt. Der Kompromiss regelt, unter welchen Bedingungen Musk künftig twittern darf. Dies geht aus einem am Freitag beim zuständigen Gericht in New York eingereichten Antrag hervor. Richterin Alison Nathan muss dem Deal aber noch zustimmen.

Vereinbart wurde, dass Musk keine Informationen mehr eigenmächtig in schriftlicher Form verbreiten darf, die Teslas Aktienkurs beeinflussen könnten. Das betrifft etwa Einlassungen zu Finanzen, Produktionszielen, Übernahmen und Fusionen - kurz: so ziemlich alle aus Sicht von Börsianern wichtigen Themen. Jegliche Kommunikation diesbezüglich soll sich Musk vorab von einem in Wertpapierfragen erfahrenen Anwalt genehmigen lassen, hiess es.

Missachtung des Gerichts

Der Streit dreht sich um einen Vergleich aus dem Vorjahr, der Musks Twitter-Kommunikation bereits unter Auflagen gestellt hatte. Musk musste damals als Tesla-Verwaltungsratschef zurücktreten und ebenso wie das Unternehmen eine hohe Geldbusse zahlen. Gegen die Vereinbarung soll er laut der SEC aber später verstossen haben. Die Aufseher forderten deshalb eine Bestrafung Musks wegen Missachtung des Gerichts. Konkret ging es um einen Tweet vom Februar, in dem Musk laut SEC falsche Angaben zu Teslas Produktionszielen für das laufende Geschäftsjahr gemacht haben soll.

Der ursprüngliche Vergleich war zustande gekommen, nachdem Musk Anleger bei Twitter mit unausgegorenen Plänen zu einem Börsenrückzug Teslas irritiert hatte. Die SEC hatte Musk daraufhin wegen Marktmanipulation verklagt. Die Aufsicht wollte Musk zunächst den Konzernvorsitz verbieten. Dann einigte man sich auf den Kompromiss, an den sich der Tesla-Chef nach Auffassung der SEC jedoch nicht gehalten habe.

(roy/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BringMeTheOldHorizon am 27.04.2019 05:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    lächerlich

    Der Chef von Tesla muss seine Tweets absegnen lassen, obwohl seine Tweets nur Spass sind. Der Präsident der USA muss es nicht, obwohl seine Tweets absolut ernst gemeint sind.

    einklappen einklappen
  • Stöff am 27.04.2019 05:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ok ...

    ... und was ist mit Trump?

    einklappen einklappen
  • chtinu am 27.04.2019 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie immer

    Pioniere wurden schon immer als verrückt angesehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • alright am 29.04.2019 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    SEC klagt ist ein Witz - SEC ist eine Mafia

    Man sollte endlich das SEC wegen gröbster Manipulation verklagen. Dieses Gremium arbeitet seit längerer Zeit nur noch im Auftrag der Wallstreet und nicht mehr für die Bürger. Dass ehemalige SEC Mitglieder danach als Kompensation für ihre Manipulation hoch bezahlte Banken VR Jobs erhalten, sollte verboten und bestraft werden!

  • Tony Stark am 29.04.2019 11:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stark Industrirs

    Musk... ist eine lebende Legende und erinnert mich immer an Tony Stark(iron man). auch er hat viele Gegner wenns ums Geschäftliche geht. Aber ohne musk wären wir nicht dort wo wir heute sind! Er hat E-Autos salonfähig gemacht. und er ist dabei die Raumfahrt zu revolutionieren. Klar sind seine Ziele nicht immer realistisch... aber wenn 10% von seinen plänen umgesetzt werden, ist es schon Revolutionär.

  • Typhoeus am 27.04.2019 21:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Dauerbrenner,

    sondern nur eine Eintagsfliege.

  • Bude am 27.04.2019 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Visionär

    Endlich ein Chef der keine graue und langweilige Maus ist, wie alle anderen Bonusgetriebenen Windfahnen. Mehr davon, das bringt Bums in die Bude.

  • Cyberlolo am 27.04.2019 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    i love him

    ...die welt wäre besser, wenn's mehr musks gäbe..der labert nicht, der produziert was. und wenn ein tweet über milliarden entscheidet, spinnt das system..