Teenager-Fragen

16. November 2017 14:38; Akt: 16.11.2017 19:38 Print

Muss ich das Handy-Abo vom Sackgeld bezahlen?

von S. Spaeth - Wie bekomme ich mehr Sackgeld? Und muss ich als Jugendliche das Mobile-Abo selbst zahlen – oder gehört das wie die Krankenkasse zur Aufgabe der Eltern? Fünf Antworten.

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Die Höhe des Taschengeldes ist in manch einer Familie ein schwieriges Thema. Budgetberaterin Andrea Schmid-Fischer beantwortet fünf Teenager- und später fünf Eltern-Fragen. Hilfestellung zur Berechnung der Höhe des Sackgeldes bietet auch der Rechner, den Comparis.ch und 20 Minuten entwickelt haben.

Umfrage
Sollte Sackgeld an Bedingungen geknüpft sein?

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Alena: Ich erhalte viel weniger Taschengeld als meine Freundin und fühle mich deswegen von meinen Eltern ungerecht behandelt...
Die finanziellen Möglichkeiten von verschiedenen Eltern sind nicht die gleichen. Dein Taschengeld muss ins gesamte Budget deiner Eltern passen. Es kann nicht sein, dass – im Extremfall – deine Eltern sich selbst nichts mehr gönnen, nur weil sie dir und deinen Geschwistern (fast) alles zu ermöglichen versuchen.

Alex: Meine Mutter knüpft das Taschengeld an Bedingungen. Ich finde das blöd …
Das verstehe ich gut. Wichtig ist allerdings zu begreifen, dass deine Eltern ihren Lohn auch nicht einfach zur freien Verfügung haben. Darum halte ich Rahmenbedingungen für empfehlenswert, und zwar für Kinder jedes Alters. Die Beträge sollten einem Bedürfnis zugeteilt sein, wie beispielsweise Ausgang, Kleider, Handy oder Sparen für ein bestimmtes Projekt. Deine Eltern wollen dich befähigen, so mit Geld umzugehen, dass du später keine Probleme bekommst.

Sebastian: Ich muss Ämtli ausführen, damit ich Geld erhalte und streite mich deswegen mit meinen Eltern.
Ob es in einer Familie für bestimmte Ämtli Geld gibt oder ob Taschengeld einfach so ausbezahlt wird, ist eine Frage eurer Familienkultur und der Werte, die deinen Eltern wichtig sind. Es ist auch möglich, beide Komponenten zu verbinden. Du könntest vorschlagen, dass du deinen Anteil am Haushalt, wie zum Beispiel Zimmer und eigene Wäsche aufräumen, beim Abwasch mithelfen etc., gerne einfach so erledigst. Dafür ist dein Taschengeld von diesen Aufgaben losgelöst und du kannst über besondere Haushaltsarbeiten wie Fensterputzen einen Batzen dazuverdienen.

Erdem: Wenn mein Taschengeld aufgebraucht ist, gehe ich zu meine Eltern und frage um einen Zustupf. Sie geben aber meist nichts ...
Mir ist klar, dass das für dich schwierig ist. Beim Taschengeld geht es allerdings auch darum zu lernen, dass nicht schon vor Ende Monat Ende des Geldes ist. So gesehen geben dir deine Eltern die Möglichkeit, etwas über eigenständige Planung und die Einteilung des Geldes zu lernen. Sie werden dich sicher nicht hungern lassen, und ich gehe davon aus, dass du die Verpflegung für die Mittagspause bis Ende Monat von zuhause mitnehmen kannst. Du wirst lernen Prioritäten zu setzen und dadurch entdecken, dass danach mehr Geld für anderes zur Verfügung steht.

Zoe: Ich streite mich mit meinen Eltern, ob ich die Kosten fürs Smartphone vom Taschengeld bezahlen muss oder ob das wie die Krankenkasse zum Bereich der Eltern gehört.
Wer für welche Budgetposten Verantwortung übernimmt und diese effektiv bezahlt, hängt von der Höhe des Taschgeldes oder des Lehrlingslohnes ab. Grundsätzlich gilt: Solange du keinen eigenen Lohn hast, kommen deine Eltern für alle deine Kosten auf. Falls es um die Frage geht, ob du überhaupt ein Handy brauchst: Mittlerweile ist das Smartphone ab einer gewissen Schulstufe Standard und wichtig für die Ausbildung. Selbstverständlich nicht im Kindsgi-Alter, aber ab der Oberstufe. Erkläre deinen Eltern, warum das Smartphone für dich wichtig ist. Zum Beispiel wegen des Klassenchats und wegen deiner Freundschaften. Weil heute beinahe überall WLAN zur Verfügung steht, kannst du die Kosten tief halten, und es reicht allenfalls eine Prepaid-Lösung für 10 bis 20 Franken pro Monat.
  
Lesen Sie später auf 20 Minuten: Fünf Fragen und Antworten für Eltern.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sarabi am 15.11.2017 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weniger ist mehr

    Wer als Teenie nicht allzu viel Sackgeld bekommt, lernt dafür, zu sparen und mit Geld zu haushalten. Das ist viel mehr wert als mehr Sackgeld!

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  • marko 32 am 15.11.2017 07:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eltern

    Die Eltern müssen den Kindern beibringen mit Geld umzugehen!

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  • Bob am 15.11.2017 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Taschengeld juhee!

    Schulklasse x 5 Franken im Monat, finde ich angemessen, wenn Ämtli erledigt werden. Mit Aussicht auf Zusatzverdienst für grössere geleistete Arbeiten. Bis jetz hat noch keines von meinen Kindern reklamiert. Wünsche einen schönen Tag.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Verena57 am 20.11.2017 22:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    früher nicht ohne Grund

    Ich habe ab 12 tatsächlich schon Sackgeld bekommen, trotz strenger Eltern, vor über 40 Jahren. Aber nur fürs helfen, beim Kühemelchen! Was nicht etwa freiwillig war, in den Schulferien musste ich sogar am Morgen manchmal.

  • Markus Meier am 19.11.2017 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Handy, das ist ein Menschenrecht!

    Das 120 CHF Abo dazu auch! Dazu trendige Mode, also 700 CHF im Monat. Doch man hat nun ein billiges iphone Handy und Mode Klamotten, also gehört der Ausgang auch dazu. 4x günstige 250 CHF, man soll ja Zeigen dass man sich was leisten kann... Apropos was Zeigen, da man ja Umweltbewusst ist, Papi Du musst mich mit einem Tesla Model S hinbringen.

  • xjskkebejr am 18.11.2017 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Taschengeld

    Eine in unserer Klasse hat 6 Paar der gleichen Sneakermarke und hat alle selbst bezahlt. Sie will niemandem sagen wieviel sie bekommt doch alle schätzen es auf etwa 200 Euro pro Monat.

  • Mike am 18.11.2017 06:19 Report Diesen Beitrag melden

    Besser Eltern erziehen!

    Man kann muss aber mit den im Text gemachten Äusserungen nicht einverstanden sein! Man hat als Eltern auch eine Vorbildfunktion und sollte auch mal lernen zu argumentieren, zum Beispiel warum es gesünder und sinnvoller ist Winterschuhe statt Modetrends zu beachten!

  • das klingelt in den Ohren am 18.11.2017 03:26 Report Diesen Beitrag melden

    Klimper klimper Sackgeld

    Was Hänschen nicht lernt... Kinder sind schlau. Sie probieren alles um Eltern über den Tisch zu ziehen. Gibt man einmal nach, hat man schon verloren. Erziehung geht in dieser Reihenfolge: Liebe, Geduld und Konsequenz. Alles Andere ist Leerlauf.

    • hexli am 20.11.2017 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @das klingelt in den Ohren

      guter Text. diese Teenis werden nie lernen mit Geld umzugehen. in ein paar Jahren haben alle nur noch Schulden. Sozialamt /Steuerzahlen lässt grüssen...

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