Fahrdienst

08. Dezember 2014 12:18; Akt: 08.12.2014 12:42 Print

Nach Vergewaltigung – Uber in Neu Delhi verboten

Die Behörden in Neu Delhi haben nach einer Vergewaltigung einer Uber-Kundin reagiert. Unterdessen hat der Chef des Fahrdienstes dem Opfer Unterstützung angeboten.

storybild

Nach der Vergewaltigung ist es in Indien zu Protesten gekommen. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach der mutmasslichen Vergewaltigung einer Passagierin durch einen Chauffeur des Fahrdienstes Uber ist das Unternehmen in der indischen Hauptstadt Neu Delhi verboten worden. Das gab ein Beamter am Montag bekannt, nachdem der 32-jährige Verdächtige erstmals vor Gericht erschienen war. Die Polizei erwartete nach eigenen Angaben, dass der Mann angeklagt wird. Uber-Chef Travis Kalanick bot dem Opfer und seiner Familie Unterstützung an.

Die 26-jährige Frau, Mitarbeiterin in einem Finanzunternehmen, hatte den Angaben zufolge am Freitag nach einem Geschäftsessen über die Uber-App das Taxi gerufen. Während der Fahrt sei sie eingeschlafen und in einer abgeschiedenen Gegend der Stadt Mathura in dem geparkten Auto aufgewacht. Der Taxifahrer habe sie bedroht und vergewaltigt, berichtete die Nachrichtenagentur PTI. Die Polizei prüfe Aussagen des Verdächtigen, er sei 2011 nach sieben Monaten im Gefängnis vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden.

Grosse Kritik an Uber

Uber vermittelt über eine Smartphone-App private Fahrer und ist damit zu einer Konkurrenz für herkömmliche Taxis geworden. Diese kritisieren, dass Uber die für sie geltenden Lizenzierungsbestimmungen umgehe.

Im aktuellen Fall versuchte Kalanick aus der Not eine Tugend zu machen. Er versprach, Uber werde in Zusammenarbeit mit der Regierung ein Verfahren zur Überprüfung seiner Fahrer entwickeln. So etwa gebe es in den derzeitigen Lizenzverfahren für das indische Transportgewerbe noch nicht.

(sda)