Lehrstellen

08. März 2011 11:23; Akt: 08.03.2011 11:38 Print

Nachfrage stimmt nicht mit Angebot überein

Rein zahlenmässig ist das Verhältnis zwischen offenen Lehrstellen und Schulabgängern ausgewogen. Es fehlt aber an gut qualifizierten Lehrlingen.

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Es wird zunehmend schwieriger, geeignete Bewerber für Ausbildungsplätze mit hohem Anforderungsprofil zu finden. (Bild: Keystone)

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Das Lehrstellenangebot entspricht in einigen Berufsbereichen nicht immer der Nachfrage. Vor allem Jugendliche mit sozialen oder schulischen Defiziten hätten nach wie vor Mühe, einen Ausbildungsplatz zu finden, wie das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) bei seiner monatlichen Umfrage feststellte.

Auf der anderen Seite gestaltet sich die Rekrutierung von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern auch für Anbieter von Ausbildungsplätzen mit hohen Anforderungsprofilen zunehmend schwieriger. Zudem ist die Zahl der Schulabgängern und Schulabgängerinnen in einigen Regionen rückläufig.

Kantone melden Tendenzen

Das BBT verfolgt die Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt mittels verschiedener Instrumente. Von Februar bis August melden die Kantone monatlich die Tendenzen zur Lehrstellensituation. Die daraus resultierenden Trendanalysen veröffentlicht das BBT von März bis September.

Hinzu kommt das Lehrstellenbarometer: Mit Umfragen bei Unternehmen und Jugendlichen wird im April und August die Situation auf dem Lehrstellenmarkt erhoben. Das nächste Barometer erscheint Mitte Juni 2011. Die Lehrstellen werden von den Jugendlichen nach den Sommerferien angetreten.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • 08/15 am 08.03.2011 13:13 Report Diesen Beitrag melden

    Massenabfertigung

    Also meine erfahrung war, dass viele einfach überfordert sind. Mit allem! Mit 16 muss man sich "entscheiden", was mache ich. Die Schule selbst ist ebenso überfordert den Schülern ihre Stärken zu zeigen teils aus Zeitmangel weil einfach alles portioniert wird. Ich arbeite heute als Planer im Büro. Dabei war ich immer schlecht in Mathematik und wirklich entfalltungs möglichkeit sehe ich bei mir auch nicht. Wievielen Jugendliche sehen sich selber unter solchem Druck? Ich meine das ganze Schulsystem ist irgendwie einfach eine Massenabfertigung,zu gebrauchem aber mit mässiger Qualität und ausnahmen

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  • Alter Sack am 08.03.2011 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Die Silbertablett Generation

    Tja, das ist halt die heutige Silbertablett Generation. Alles wurde ihnen immer auf dem Silbertablett präsentiert - und nun müssten sie sich mal selber am Riemen reissen. Es sind nicht alle Jugendlichen Looser, aber leider ist die Tendenz etwas einfach aufzugeben - als sich mal durchzubeissen erschreckend. Zudem wird auch in den Unternehmen immer weniger Verantwortung übernommen, die Jungen so zu schmieden, wie man sie gebrauchen kann.

  • OM am 08.03.2011 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Logische Folge

    Ist doch logisch. Man hat die Wahl zwischen einer Lehre, wo man sehr wahrscheinlich nie genug verdienen wird um alleine eine Familie durchzubringen, und einem Studium, wo die Aussicht auf grosses Geld besteht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • OM am 08.03.2011 17:17 Report Diesen Beitrag melden

    Logische Folge

    Ist doch logisch. Man hat die Wahl zwischen einer Lehre, wo man sehr wahrscheinlich nie genug verdienen wird um alleine eine Familie durchzubringen, und einem Studium, wo die Aussicht auf grosses Geld besteht.

  • Alter Sack am 08.03.2011 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Die Silbertablett Generation

    Tja, das ist halt die heutige Silbertablett Generation. Alles wurde ihnen immer auf dem Silbertablett präsentiert - und nun müssten sie sich mal selber am Riemen reissen. Es sind nicht alle Jugendlichen Looser, aber leider ist die Tendenz etwas einfach aufzugeben - als sich mal durchzubeissen erschreckend. Zudem wird auch in den Unternehmen immer weniger Verantwortung übernommen, die Jungen so zu schmieden, wie man sie gebrauchen kann.

  • Max Holdener am 08.03.2011 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Anforderungen sind gestiegen.

    Die Unternehmen sind in der Selektion (ähnlich dem 1. Arbeitsmarkt)vorsichtiger geworden und haben die Anforderungen selbst für "einfachere" Berufe "ufegschruubet". Früher (vor ca. 20 Jahren) konnte man auch mit einer Realschule (im Kt. ZH heute Sek B genannt)eine 4-jährige Lehre absolvieren. Heutzutage ist das meistens nur guten Sek A Schülern vorbehalöten. Wo Banken früher Sek A Schüler einstellte, sind heute Gymnasiasten gefragt...und dann ist man erstaunt, dass mittelmässige Schüler keine Lehrstelle mehr finden...lieben Gruss an unsere Wirtschaft

  • monika am 08.03.2011 14:09 Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Ich weiss von Ausbildner dass z.T. zukünftige KV Lehrlinge ire Bewerbungen foler Feler einsehnden, Andere eine Stunde zu spät, Kaugummi kauend zum Bewerbungsgespräch erscheinen und sich dann wundern, wenn sie nicht eingestellt werden. Das Leben besteht eben nicht nur aus Spass. Ein bisschen Fleiss lohnt sich noch immer.

  • OM am 08.03.2011 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Logische Folge!

    Ist doch die logische Folge! Immer mehr Schulabgänger machen keine Lehre sondern studieren (und das sind eben die "gut Qualifizierten"). Da hat man noch die Chance ans grosse Geld zu kommen (oder das ist zumindest das Vorurteil), während man ja bei vielen Berufen mit Lehrabschluss kaum noch genug verdient um eine Famile zu ernähren.